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Fünf Fragen an...

Julian Oser, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen/International Management, aktuell bei der BOSE Automotive GmbH.


Sie arbeiten heute bei BOSE Automotive GmbH in Esslingen als Technical Sales Manager – New Business. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Bereits im zweiten Semester habe ich als Werkstudent im Customer Program bei Harman/Becker Automotive Systems GmbH gearbeitet. Nach einer dreimonatigen Unterbrechung, in der ich als Volunteer in Kapstadt, Südafrika war (heute ist das Projekt bekannt unter dem Namen initiAID e.V.), habe ich meine Tätigkeit bei Harman während des Studiums für fast ein Jahr weitergeführt. Im Anschluss daran habe ich ein Semester im Ausland verbracht: Erst sechs Monate für ein Praxissemester bei Mercedes-Benz in Indien im Bereich After-Sales und dann während eines Urlaubssemesters als Project Planning Engineer wiederum für Harman/Becker in Ungarn. Bis zum Ende meines Studiums und darüber hinaus bin ich bei diesem Unternehmen geblieben. Dort habe ich auch meine Thesis geschrieben und hatte schon währenddessen die Möglichkeit als Co-Technical Sales Manager einen direkten Berufseinstieg zu finden. Nach etwa zwei Jahren bot sich mir dann die Gelegenheit eine interessante Herausforderung anzunehmen und gleichzeitig einen ordentlichen Karriereschritt zu machen: Ich wechselte zur BOSE Automotive GmbH in Esslingen – einem tollen Unternehmen, bei dem ich mich sehr wohl fühle.

Neben meinem Berufseinstieg bin ich stolz darauf mit Freunden aus meinem Studiengang die gemeinnützige Organisation initiAID e.V. gegründet zu haben (www.initiAID.org), der ich heute noch als Vorsitzender treu geblieben bin. Übrigens haben wir dieses Jahr unser 5-jähriges Jubiläum gefeiert!


Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Das ist keine einfach zu beantwortende Frage. Meine Arbeit ist sehr umfangreich und vielfältig, was mir persönlich sehr viel Spaß bereitet. Im Allgemeinen liegt mein Fokus aktuell auf dem Neukundengeschäft mit OEMs in Europa. Original Equipment Manufacturer sind Hersteller fertiger Komponenten oder Produkte, die in eigenen Fabriken produzieren, aber ihre Produkte nicht selbst in den Handel bringen. Wir bieten als Modul- und Systemlieferant in der obersten Ebene der Zuliefererpyramide im Automobilsektor umfangreiche Lösungen im Bereich des Audio- und Noise Managements an, die den Markennamen BOSE tragen. Sie bieten dem Kunden ein einzigartiges Nutzererlebnis auf höchstem Qualitäts- und Performance-Niveau. Ich arbeite mit potentiellen Kunden zusammen und bin zugleich selbst Kunde mit meinem Unternehmen. Hierbei trage ich als Technical Sales Manager die cross-funktionale Verantwortlichkeit im Unternehmen, den Kunden bestmögliche Lösungen zu bieten. Wir beeinflussen aktiv unsere Produktplanung und -entwicklung. Neben der internen Verantwortlichkeit bin ich stets mit verschiedenen Verantwortungsbereichen des Kunden in Kontakt, um entsprechend geschäftliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Zusammenfassend betreue ich in einem Team die Concept and Selling-Phase einschließlich des Request for Quotation- Prozesses in dem wir spezifizierte Angebote anfragen, bis hin zur Vergabe eines neuen Projektes. Aufgrund unserer globalen Struktur sowie den verschiedenen Kundenstandorten ist mein Beruf mit zahlreichen Reiseaktivitäten verbunden. Von „typisch“ ist letztendlich nicht die Rede, jeden Tag gibt es neue interessante Herausforderungen, Strategien, Innovationen und tolle Geschäftskontakte aus verschiedensten Kulturen.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Interdisziplinäres Wissen aus den Bereichen Technik und Wirtschaft und darüber hinaus technisches Fachwissen. Interkulturelle Fähigkeiten, schnelle Anpassung an neue Themenbereiche, eigenständiges Aneignen von Wissen als Basis für die weitere Lösungsfindung (Methodenkompetenz), Ausbau meiner Sprachkenntnisse, Verständnis von themenübergreifenden Zusammenhängen in einem internationalen Umfeld, Präsentationstechniken, Projektarbeiten im Team.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Genießt die Studienzeit! Das Studium ist eine sehr wichtige und unerlässliche Basis für euren weiteren Werdegang. Nutzt die Zeit aber auch um euch neben dem Studium zu engagieren und/oder bereits in dieser Zeit Arbeitserfahrungen zu sammeln. Soziale Kompetenzen! Es ist ganz wichtig soziale Kompetenzen aufzubauen und die kann man sich nicht allein durch ein Studium aneignen. Erste Arbeitserfahrungen! Bereits gesammelte Arbeitserfahrungen während des Studiums helfen Euch bei Einstieg ins Berufsleben. Übernehmt Euch aber auch nicht. Nicht selten wünschen sich Unternehmen für ihre Stellenangebote bereits fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung aber in Wirklichkeit kommt ihr direkt aus dem Studium. Vitamin B! Baut Euch ein Netzwerk im und neben dem Studium auf. Kontakte sind während des Studiums und nach dem Studium sehr wichtig. Auslandserfahrungen!

Nutzt die vielfältigen Möglichkeiten Auslandserfahrungen zu sammeln, die euren Horizont und eure Sprachkenntnisse erweitern (Auslandssemester, Praktika, Reisen, etc.).

Eine Karriere lässt sich aber nur schwierig planen. Es ist wichtig sich Ziele zu setzen und dafür zu kämpfen. Manche Ziele sind nicht ohne großen Fleiß- und Zeitaufwand zu erreichen. Deswegen müsst ihr eine gewisse Leidenschaft mitbringen für das, was ihr tut. Vergesst dabei aber nicht euch selbst. Ein ausgewogenes Zeitmanagement ist wichtig für euren Erfolg und euer Wohlbefinden.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte

Ich habe mich an der Hochschule stets sehr wohl gefühlt und freue mich noch heute insbesondere durch initiAID e.V. mit der Hochschule in Kontakt zu stehen. Ich freue mich immer, wenn ich mal wieder die Möglichkeit habe der Hochschule einen Besuch abzustatten. Das ist sicherlich auch ein Verdienst des tollen Mitarbeiter-Teams. Die Fakultät hat mir die Möglichkeit gegeben mein Studium flexibel zu gestalten, wodurch ich zahlreiche wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Nicht zuletzt wurden interdisziplinäre Erfahrungen unterstützt, wie z. B. mein Freiwilligeneinsatz in Südafrika. Ich hatte die Chance neben Technik und Wirtschaft über den Tellerrand hinauszuschauen. Vielen Dank!

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