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Forschung: Automatisieren des Metallschab-Prozesses

Die erstmalige Realisierung eines automatisierten Metallschabprozesses mit innovativem Schabwerkzeug – das ist das Ziel des Forschungsprojekts „AutoScrape“, das am Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien der Hochschule Pforzheim aktuell bearbeitet wird. Das Projekt findet in Kooperation mit der ROMAI Robert Maier GmbH statt und wird gefördert durch das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es wird geleitet von Professor Dr. Kai Oßwald, der an der Fakultät für Technik im Bereich Maschinenbau lehrt und forscht. Jüngst konnte auf dem Pforzheimer Campus eine neue Entwicklung des Unternehmens für angetriebene Werkzeuge aus Vaihingen/Enz in Betrieb genommen werden: „Dieses Schabwerkzeug können wir nun in unserem Labor erproben“, so Kai Oßwald. Gemeinsam wollen ROMAI und Hochschule Pforzheim eine Methode entwickeln, um das Schaben von Bauteilen zukünftig auf herkömmlichen CNC-Fräsmaschinen zu realisieren und somit zu automatisieren. „Zum Ende des Projekts soll ein entsprechender Fertigungsprozess entwickelt und ein Prototyp des Werkzeugs einsatzfähig sowie dessen Eignung für die industrielle Schabbearbeitung nachgewiesen sein“, so der Pforzheimer Professor.

 

Das spanende Fertigungsverfahren Metallschaben wird bislang ausschließlich manuell unter hohem Zeit- und Kraftaufwand eines Facharbeiters durchgeführt. Den zahlreichen Vorteilen geschabter Bauteile in puncto Präzision, Reib- und Verschleißeigenschaften stehen hohe Fertigungskosten und lange Bearbeitungsdauern gegenüber. Mit der Automatisierung des Metallschabprozesses soll eine erhebliche Steigerung der Produktivität, der Verzicht auf schwere körperliche Arbeit der Facharbeiter sowie eine drastische Senkung der Produktionskosten gegenüber dem aktuellen Stand der Technik erreicht werden. „In der Folge kann ein Metallschaben umfangreicher eingesetzt werden, was höhere Qualität und verbesserte Eigenschaften der Maschinen nach sich zieht“, so Kai Oßwald.

Das Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT) der Hochschule Pforzheim beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit der Entwicklung, der Herstellung, dem Aufbau und den Eigenschaften von Werkstoffen. Dabei stehen die Struktur-Eigenschafts-Beziehungen der Werkstoffe ebenso im Fokus der Aktivitäten wie deren vielfältige Anwendungsgebiete, so zum Beispiel in der Arbeitsgruppe „Abtragende Fertigungsverfahren“.