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Forschungsergebnisse: Kunststoffrecycling „Down Under“

Prof. Jörg Woidasky auf internationaler Konferenz in Australien 

 

Bis zu zehn Millionen Tonnen Kunststoffabfälle gelangen laut aktuellen Schätzungen jährlich in die Weltmeere. Maßnahmen der Vermeidung, der Sammlung und vor allem der hochwertigen Verwertung von Kunststoffabfällen sollen diese Zahl reduzieren. Von besonderer Dringlichkeit sind diese Maßnahmen für Verpackungen, die nicht nur in Deutschland die Hälfte aller Kunststoffabfälle ausmachen. Hier setzt das Forschungsprojekt „MaReK - Markerbasiertes Sortier- und Recyclingsystem für Kunststoffverpackungen“ (MaReK) der Hochschule Pforzheim an. MaReK wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3) in der Fördermaßnahme „Plastik in der Umwelt“ (Förderkennzeichen: 033R195A-E) gefördert. „Kunststoffe in der Umwelt sind eine globale Herausforderung. Neben der Umsetzung der Ergebnisse in Deutschland spielt daher auch die Diskussion mit Experten im Ausland eine wichtige Rolle für die Forschung und die Umsetzung der Ergebnisse in der Praxis“, so Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky, Experte für Nachhaltige Produktentwicklung an der Pforzheimer Fakultät für Technik, der das Projekt „MaReK“ gemeinsam mit Prof. Claus Lang-Koetz vom Institut für Industrial Ecololgy (INEC) und Partnern aus Industrie und Forschung leitet. Jüngst reiste Jörg Woidasky nach Adelaide in Australien, um auf der International Conference on Resource Sustainability (iCRS) 2019 mit anderen Experten aktuelle Ergebnisse aus dem Projekt zu diskutieren.

„Die iCRS 2019 war eine hervorragende Möglichkeit, ,MaReK‘ erstmals einem Fachpublikum aus dem asiatisch-pazifischen Raum vorzustellen”, so Jörg Woidasky.

Er präsentierte das Forschungsvorhaben als Vertreter des Forschungskonsortiums unter dem Vortragstitel „Quality Leap in Plastic Waste Management by Tracer Based Sorting”. Die iCRS-Konferenz an der University of Adelaide bot den über 300 Teilnehmern aus insgesamt 30 Ländern, unter Leitung von Professor Jian Zuo von der School of Architecture and Built Environment der University of Adelaide, zahlreiche Möglichkeiten zum Informationsaustausch und zur Vernetzung. Die iCRS-Konferenzreihe wird Ende Juni 2020 mit einer Veranstaltung in Dublin/Irland fortgesetzt.

Im durch das BMBF geförderten Vorhaben „Markerbasiertes Sortier- und Recyclingsystem für Kunststoffverpackungen“ wird die technische Anwendbarkeit und die organisatorische Umsetzbarkeit des Einsatzes von Fluoreszenzmarkern zur Verbesserung der Sortierbarkeit von Kunststoffverpackungen aus Haushalten untersucht.

Das Forschungsteam der Hochschule Pforzheim wird hier auch durch das Unternehmen Polysecure GmbH, das Recyclingsystem Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH, den Reinigungsmittelhersteller Werner & Mertz GmbH sowie das Karlsruher Institut für Technologie und weitere Partner unterstützt.

Hintergrund: INEC
Das Institut für Industrial Ecology (INEC) ist ein Forschungsinstitut der Hochschule Pforzheim, das seit 2010 besteht und sich schwerpunktmäßig mit der Analyse von Energie- und Materialflüssen zwischen Technosphäre und Ökosphäre befasst. Das interdisziplinäre Team arbeitet auf dem Gebiet der ökologischen und ökonomischen Optimierung von Produktlebenswegen und betrieblichen Produktionsabläufen mit dem Ziel einer effizienten Verwendung knapper Ressourcen.