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Engineering PF - WIR ENTWICKELN PERSÖNLICHKEITEN

Veranstaltung |  17 Mai 2017 |  17:30 - 19:00 Uhr | T1.5.01

Forschungskolloquium

Liebe Forschungsinteressierte,


am Mittwoch, den 17.05.17,

findet von 17:30 Uhr – 19:00 Uhr
im Raum T1.5.01
das
1. Forschungskolloquium der Fakultät für Technik
in diesem Semester statt.


Wir laden Sie ganz herzlich ein, sich aus erster Hand über interessante Forschungsergebnisse aus der Technik zu informieren, freuen uns auf interessante Präsentationen und eine anregende Diskussion.

Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir um Anmeldung mit kurzer E-Mail bei Frau Geissel: pia-michaela.geissel(at)hs-pforzheim(dot)de.


Prof. Dr. Alexander Hetznecker referiert über die
Evaluierung von Messmethoden zur Positionsbestimmung unter extremen Umweltbedingungen"

Positionierungssysteme werden in vielen technischen Bereichen eingesetzt. Die Ansprüche an die Distanzen und deren Auflösung, können jedoch sehr unterschiedlich sein. Hohe Präzision bei relativ kleinen Wegen wird beispielsweise in der Halbleiterfertigung, der Medizintechnik oder der Optik benötigt. Solche Systeme lassen sich jedoch nicht ohne geschlossenen Regelkreis auf die hohe geforderte Genauigkeit bringen. Sie benötigen deshalb neben dem Aktor und Regelungssystem auch präzise Wegmesssensoren.

Die Firma Physik Instrumente (PI) in Karlsruhe hat sich auf solche Aufgaben spezialisiert. Zur Positionierung im Mikro- bis Nanometerbereich werden u.a. klassische Piezoaktoren aber auch Piezo-Ultraschallsysteme und magnetische Linearantriebe eingesetzt. Je nach Kundenanforderung werden darüber hinaus z.B. Lösungen gesucht, die im Vakuum und bei geringer Temperatur (Kryobereich) einsetzbar sind. So wurden zum Beispiel in der Marssonde „Curiosity“ erfolgreich Aktoren von PI angewandt. Die Tieftemperaturanforderung ist technologisch mit der Vakuumanforderung verknüpft. Zum einen treten Temperaturen im Bereich von ca. -200 °C in der Regel im Weltall oder unter künstlichen Bedingungen in Laboranlagen auf. Zum anderen wäre es eine Einsatz- und Kostenfrage diese Bedingungen ohne Schutzvakuum zu schaffen. Die Teilmenge an Wegmessverfahren wird durch die beiden Kriterien und dem möglichst berührungslosen Einsatz enorm eingeschränkt.

Im Forschungssemester wurden verschiedene Verfahren evaluiert, zwei einsetzbare Systeme beschafft und unter den genannten Bedingungen erfolgreich getestet.



Prof. Dr. Marcus Simon referiert über die
Analyse technischer Bedrohungsszenarien von Axialkolbenmaschinen

Gestiegenes Umwelt- und Kostenbewusstsein führt zu steigenden Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Energieeffizienz von Hydrauliktriebwerken. Um diese zu erfüllen, ist es weiterhin erforderlich, die bekannten Schwachstellen der auf dem Markt etablierten und dominierenden Schrägachsen- und Schrägscheibenmaschinen zu optimieren.

Aufgrund verbesserter Fertigungsprozesse sowie Weiterentwicklungen in der Werkstofftechnik und Auslegungsmethodik muss jetzt zusätzlich verstärkt der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf neue Maschinenkonzepte gerichtet werden. Solche neuen Konzepte wurden in den letzten Jahren von verschiedenen Herstellern teilweise bis zum Prototypenstadium entwickelt. Auffällig dabei ist die Tatsache, dass trotz bemerkenswerter Ansätze, bisher kein neues Konzept in der Lage war, sich auf dem Markt zu etablieren.

Im Rahmen des Forschungssemesters wurde eine Systematik entwickelt, die es erlaubt, Triebwerksprinzipien von Kolbenmaschinen schnell und objektiv zu beurteilen. Mit der Analyse des zu Grunde liegenden Wirkprinzips werden die prinzipiellen Vor- und Nachteile einer Kolbenmaschine aufgezeigt. Dadurch kann zum einen eine schnelle Einschätzung neuer Kolbenmaschinen abgegeben werden, und zum anderen können bislang unbekannte, vielversprechende Wirkprinzipien frühzeitig identifiziert und patentrechtlich gesichert werden.