EN
  • EN
  • Suche
  • Login

Engineering PF - WIR ENTWICKELN PERSÖNLICHKEITEN

Veranstaltung |  01 Jun 2017 |  17:00 Uhr

Präzisionsbauteile eindeutig definieren

Umsetzung neuer internationaler Regeln in technischen Zeichnung

Die Umsetzung einer Funktionsanforderung in ein technisches Bauteil erfolgt heute fast ausschließlich über 3-D-CAD-Daten, die im Fertigungsprozess als Nenngeometriedaten zur Verfügung stehen. Die Wirtschaftlichkeit und die Funktionssicherheit/Zuverlässigkeit des Bauteils werden durch zulässige Toleranzgrenzen definiert, die auch heute noch überwiegend in technischen Zeichnungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer durch Maß-, Form- und Lagetoleranzen festgelegt werden.

Die technologische Weiterentwicklung der Fertigungs- und Prüfverfahren ermöglichen es dem Konstrukteur heute, die gesteigerten Produktanforderungen durch immer kleinere Maßtoleranzen zu erfüllen. Insbesondere bei Präzisionsbauteilen werden deshalb die Form- und Lagetoleranzen im Vergleich zu den Maßtoleranzen für die Wirtschaftlichkeit und die Funktionssicherheit eines Bauteils immer bedeutsamer. Diese gesteigerten Anforderungen an die geometrische Tolerierung müssen in technischen Zeichnungen durch die Konstruktion eindeutig, funktionsgerecht und präzise spezifiziert und durch die Produktion und Qualitätssicherung eindeutig interpretiert und verifiziert werden.

Unvollständige oder mehrdeutige Angaben (z.B. „±-Tolerierungen“ von Bohrungsabständen) oder die Unkenntnis wichtiger „Default-Regelungen“ können zu nicht funktionierenden Bauteilen führen, deren Kosten eindeutig zu Lasten des Auftraggebers gehen. 

Technische Zeichnungen mit einer international einheitlichen und damit über Landesgrenzen hinweg verständlichen Symbolik, stellen somit die Grundlage für eine globale, zukunftsorientierte und wirtschaftliche Verständigung zwischen Konstruktion, Produktion und Qualitätssicherung dar. Sie sind Bestandteil vieler rechtsverbindlicher Lieferverträge. 

Bei der Verlagerung von Produktionsprozessen aus der eigenen Fertigung hin zu externen Produktionsunternehmen stellen viele Unternehmen fest, dass die vorhandenen, bisher traditionell erstellten Zeichnungen nicht ausreichend präzise sind, um die erforderlichen Produkteigenschaften zu definieren. Vollständige und eindeutige Produktspezifikationen reduzieren zusätzliche Vereinbarungen oder aufwändige Bemusterungsprozesse mit externen Lieferanten und sparen damit Zeit und Kosten. 

In dieser Veranstaltung werden wichtige Veränderungen der letzten Jahre und der aktuelle Stand der internationalen Normung für die Erstellung und Interpretation von technischen Zeichnungen im Überblick dargestellt. Erfahrungsberichte aus Unternehmen der Region zeigen die Chancen, aber auch die Risiken auf, die sich aus der veränderten „weltweiten Sprache des Ingenieurs“ ergeben.

 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um Anmeldung zu der kostenfreien Veranstaltung bis Montag, 29. Mai 2017. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an: 
Fax 07231 39-2595 oder info(at)ws-pforzheim(dot)de

Wann: Donnerstag, 01. Juni 2017, 17:00 Uhr
Wo: Hochschule Pforzheim, Fakultät für Technik, Technikgebäude T1
Tiefenbronner Straße 66, 75175 Pforzheim
Raum: THB