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Innovative Technologien für Ressourceneffizienz

Forscherteam der Hochschule Pforzheim präsentiert bei der r4 Statuskonferenz in Berlin einen Kongress speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Die Verfügbarkeit wirtschaftsstrategischer Rohstoffe ist für die exportorientierte Industrienation Deutschland mit breiter Produktionsbasis eine Voraussetzung zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand. Der rasant steigende Bedarf an wirtschaftsstrategischen Rohstoffen erfordert neben der Effizienzsteigerung auch eine Erhöhung des Angebots an wirtschaftsstrategischen Primär- und Sekundärrohstoffen. Gefragt sind deshalb neue Strategien und Technologien sowie innovative, wirtschaftliche und umweltverträgliche Lösungsansätze, um auf die zunehmenden Risiken bei der Versorgungssicherheit und die steigenden Kosten für Rohstoffe reagieren zu können.

Führende deutsche Rohstoff-Forscherinnen und -Forscher trafen sich in Berlin, um Innovationen und Strategien für den Hightech-Standort Deutschland zu diskutieren und sich über aktuelle Fragen zu Themen wie der digitalen Erkundung von Rohstoff-Vorkommen, Gewinnung und Aufbereitung seltener Erden und Landfill Mining auszutauschen. Mit dabei waren Professor Dr.-Ing. Jörg Woidasky und Projektmitarbeiter Christian Klinke aus dem Bereich Wirtschaftsingenieurwesen.

Sie warben hier für einen speziell auf Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher ausgerichteten Kongress, der am 27. und 28. Februar 2018 an der Hochschule Pforzheim stattfinden wird. Bereits zum dritten Mal versammelt der Kongress „24 Stunden für Ressourceneffizienz“ vor allem Partner der BMBF-Fördermaßnahmen "CO2Plus - Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis“ sowie der Fördermaßnahme „r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz- Wirtschaftsstrategische Rohstoffe", aber auch alle anderen Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher, die zu Fragen der Ressourceneffizienz, der Kreislaufwirtschaft und umweltfreundlicher Technologien arbeiten.

In zahlreichen Forschungsprojekten arbeiten Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Partner aus der Wirtschaft an technischen Innovationen, mit denen sich Hightech-Rohstoffe aus heimischen Vorkommen oder aus Sekundärquellen aufspüren und gewinnen lassen. Allein durch die Fördermaßnahme r4 werden im Zeitraum 2015 bis 2019 über zwanzig Forschungs-Vorhaben mit rund 60 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Zwischenergebnisse der Statuskonferenz

Über das Projekt r4 Innovative Technologien für Ressourceneffizienz:

Wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Gallium oder Seltene Erden sind knapp. Für Zukunftstechnologien und die Energiewende in Deutschland spielen diese aber eine entscheidende Rolle. Ziel der BMBF-Fördermaßnahme r4 ist es wirtschaftsstrategische mineralische Primär- und Sekundär-Rohstoffe in Deutschland zu erschließen und den Hightech-Standort zu sichern – technologisch innovativ und umweltverträglich. Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung von Konzepten zur Exploration von Primärrohstoffen, die Entwicklung von umweltverträglichen technischen Konzepten zur wirtschaftlichen Nutzung von komplexen Erzen bekannter Lagerstätten, die Rückgewinnung von Aufbereitungs- und Produktionsrückständen, die Kreislaufführung von Altprodukten und die Steigerung der Akzeptanz für die Rohstoffgewinnung.

Innerhalb dieses Vorhabens ist die Aufgabe des Integrations- und Transferprojekts r4-INTRA zu vernetzen, die Innovationskraft der r4-Verbundprojekte zu stärken und die Ergebnisse zu kommunizieren. Dies geschieht über branchen-, technologie- und themenorientiertes Clustern der Einzelprojekte und breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit. Fachliche Synergien werden gebündelt und Handlungsempfehlungen gegeben.

Federführend sind das Clausthaler Umwelttechnik-Institut [CUTEC] als Verbundkoordinator, das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe [BGR]. Beteiligt sind auch das Karlsruher Institut für Technologie [KIT] und die Hochschule Pforzheim [HSPF]. Dabei richtet die Hochschule Pforzheim den jährlichen Kongress „24 Stunden für Ressourceneffizienz“ für Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher aus.