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Innovativer Alltagshelfer: Sessel, Wäscheständer oder Bügelbrett? Alles in einem!

Master-Studiengang Engineering and Management entwirft multifunktionale Liege  

 

„Maximize the Space in your Place“ – unter dieser selbstgewählten Überschrift stand eine Projektarbeit im Master-Studiengang Engineering and Management (MEM) an der Pforzheimer Fakultät für Technik. Über den Zeitraum von zwei Semestern entwickelten die angehenden Wirtschaftsingenieure im Modul Produktmanagement unter anderem multifunktionale Möbelstücke für das Wohnen auf engem Raum. In Kleingruppenarbeit entstand neben einer Trainingshilfe für den Golfsport, einem Cocktail-Helfer und einem nachhaltigen Putzmittelspender das Modell „LaundRelax“: ein Sessel mit integriertem Wäscheständer, Bügelbrett, Klapppolster und Gästematratze. Die Zielgruppe „Studierende“ stellte die Entwickler vor eine große Herausforderung: „Die Konstruktion des Produktes sollte so erfolgen, dass die angestrebte Zielgruppe bereit wäre, es später auch zu kaufen“, so Prof. Dr.-Ing. Henning Hinderer, der die Lehrmodule „Produktstrategie“ im ersten sowie „Marktorientierte Produktentwicklung“ im zweiten Semester leitete. „Durch die Anwendungsorientierung in Projektarbeiten wie dieser erreichen unsere Studierenden nicht nur einen fachlich hervorragenden Ausbildungsstand, der auf die aktuellen Anforderungen in der marktorierten Entwicklung von Innovationen ausgerichtet ist, sondern entwickeln sich auch persönlich weiter durch die Erarbeitung von Lösungen im Team,“ so der Experte für Business Administration und Technical Sales.  

Er findet sich in nahezu jedem Haushalt: der Stuhl oder Sessel, der regelmäßig unter Wäschebergen verschwindet… diese These diente den MEM-Studierenden als Idee für ein innovatives, multifunktionales und platzsparendes Möbelstück. Die Markt-, Wettbewerbs- und Patentrecherche bestätigte die Notwendigkeit des angedachten Produktes: Die Prototypen-Entwicklung des „LaundRelax“-Sessels erfolgte im ersten Semester unter Berücksichtigung von Kostenkalkulation, Risikobetrachtung und gesetzlicher Normangaben. 

Im zweiten Semester wurde der Prototyp marktorientiert weiterentwickelt. „Die Studierenden lernen Marktforschungstools anzuwenden, führen Usability-Tests zur Benutzerfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit durch, erlangen durch Umfragen Erkenntnisse über das Interesse und mögliche Wünsche der potentiellen Kunden und legen schließlich einen Preis fest“, so Henning Hinderer.

„Dieses Projekt war eine der spannendsten Aufgaben meines Master-Studiums“, so Studentin Luisa Höhn, „Durch die Kombination aus wirtschaftlichen und technischen Themen hat man einen umfassenden Blick auf das erhalten, was uns im Job später erwartet. Es hat Spaß gemacht, kreativ zu werden und entlang der Produktentwicklung immer wieder innerhalb kurzer Zeit neue Lösungen für neue Problemstellungen zu erarbeiten.“

Hintergrund: Master of Engineering and Management
Unternehmensstrukturen werden immer komplexer – gefragt sind daher Managerinnen und Manager, die betriebswirtschaftliches, technisches und methodisches Wissen besitzen. Absolventen des Master-Studiengangs Engineering and Management verstehen Ingenieurskunst genauso wie wertorientierte Unternehmensführung oder den strategischen Einkauf. Als mehrfach qualifizierte Generalisten sind sie in der Lage, unterschiedliche Wissens- und Aufgabenbereiche miteinander zu verzahnen sowie fächerübergreifend zu denken und zu handeln, so dass Produkte nicht nur zuverlässig funktionieren, sondern sich außerdem gut verkaufen.
Der dreisemestrige Master-Studiengang Engineering and Management, der seit dem Wintersemester 2017/18 angeboten wird, ist eine Weiterentwicklung des seit über zehn Jahren erfolgreichen Wirtschaftsingenieur-Masterprogramms Business Administration & Engineering.

Das Studium bietet Bachelor-Absolventen des Wirtschaftsingenieurwesens eine international ausgerichtete, generalistische Qualifikation. Neben aufeinander abgestimmten Studieninhalten können sie zusätzlich aus einem vielfältigen Angebot an Wahlpflichtmodulen gemäß ihrer individuellen Karriereplanung Fächer frei kombinieren. 

Im oben erwähnten Modul Produktmanagement entwickeln Studierende innerhalb eines gesamten Jahres Lösungen von der Idee bis hin zu nahezu marktfähigen Prototypen. So soll die Verbindung von Technik und Vermarktbarkeit auf Basis fundierter theoretischer Kenntnisse praxisnah in die Tat umgesetzt werden.