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Interdisziplinäres Projektseminar "DesignIng"

Professor Dr. Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim und Professor Dr. Engeln, Studiengangleiter Master Produktentwicklung, lassen sich den Entwurf eines neuartigen Staubsaugerkonzeptes erklären

Maschine an, Schmutz weg – der Staubsauger ist aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Dass sich hinter dieser alltäglichen und simpel anmutenden Arbeit aber durchaus komplexe theoretische Tiefen verbergen, das beweisen Studierende der Hochschule Pforzheim. Vom 14.-18. März fand das interdisziplinäre Projektseminar „DesignIng“ statt: Studierende aus drei Fakultäten arbeiteten eine Woche lang gemeinsam an der Konzeption und Entwicklung neuartiger Staubsaugerkonzepte für autonomes und konventionelles                                                                                                                             Staubsaugen.

In diesem Jahr nehmen die Studierenden der Masterstudiengänge Produktentwicklung (Fakultät für Technik), Creative Communication & Brand Management (Fakultät für Wirtschaft und Recht) und Industrial Design (Fakultät Gestaltung) am Projektseminar teil. Geleitet wird das Projekt von Professor Dr. Werner Engeln. Unterstützung kam auch von Professoren Jürgen Goos (Industrial Design) und Richard Linxweiler (Creative Communication & Brand Management).

Im Rahmen des Projektes soll ein Multifunktionsstaubsauger entwickelt werden, der sowohl autonom als auch konventionell saugen kann. Die einzelnen Projektteams haben unterschiedliche Zielgruppen, für die sie das passende Gerät entwickeln und am Markt platzieren sollen.

Neben der Entwicklung von innovativen Konzepten muss die technische Machbarkeit geprüft sowie das Fertigungsverfahren festgelegt werden. Für ein zielgruppenspezifisches Design müssen die Leistungsdaten berechnet, CAD-Daten erstellt werden. Herstellkosten und der Marktpreis müssen bestimmt, sowie ein Marketingkonzept erarbeitet werden. „Wir sind begeistert über die Erfahrung, die wir durch dieses Projekt machen durften. Dass die Technik nicht in jede Form passt, die wir uns als Gestalter ausdenken und wünschen und der Markt auch seine Vorgaben hat, mussten wir erst akzeptieren lernen“, resümierten die Studierende des Studiengangs Industriel Design Clarissa Kuntzer und Charis Mania.
Die Ergebnisse dieser intensiven Woche wurden am Freitag, 18. März, präsentiert. Die Studierenden zogen alle ein sehr positives Fazit und wünschten sich diese interdisziplinäre Zusammenarbeit in Projektform weitaus häufiger. Jérémy Lefint, Master Produktentwicklung, ist begeistert: „Ich lerne in diesem Projekt wie man sich mit den anderen Disziplinen unterhält. Es ist erstaunlich, dass die Schnittstellen doch so rasch gefunden wurden. Würde jederzeit wieder in einem solchen Projekt mitarbeiten wollen.“

Das interdisziplinäre Projektseminar, das seit dem Sommersemester 2013 fest als Lehrangebot im Masterstudiengang Produktentwicklung verankert ist, führt Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Disziplinen soll ein gemeinsames praktisches Ziel erreicht werden. Die Herausforderung: Unterschiedliche Fachsprache, Arbeitsweisen und Methoden können zu Konflikten und Missverständnissen führen.  Werner Engeln macht deutlich, warum die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Hochschule großgeschrieben wird: „Heute ist die Produktentwicklung stark durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen geprägt und damit hängt auch der Erfolge eines Produktes am Markt von einer erfolgreichen Kommunikation der Disziplinen miteinander ab. Unsere Studierenden lernen im Projekt DesignIng frühzeitig die Methodik und Denkweise der Fachleuten anderer Disziplinen kennen und verstehen“.