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Mission Bachelorabschluss: Super-Mario meets Hochschule Pforzheim

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Wirtschaftsingenieurwesen-Studierende holen WI-Mario auf den Campus

Für gewöhnlich studiert man sieben Semester, bis man seinen Bachelorabschluss in den Händen hält - dank WI-Mario kann man diese Zeit auf drei Levels begrenzen. Inspiriert von Nintendos Kultklassiker „Super Mario Bros - U Deluxe“ haben Studierende der Hochschule Pforzheim ein Jump'n'Run-Spiel entwickelt, das gekonnt Spielspaß mit Hochschulbezug verbindet. In „WI-Mario: Die Odyssee des gestohlenen Bachelorabschlusses schlüpfen Spieler*innen in die Rolle des gewitzten Studenten WI-Mario, der seinen gestohlenen Bachelorabschluss zurückerobern muss. „Die Komplexität und die vielen unterschiedlichen Themenbereiche, die für die Erstellung eines (Online-) Spiels notwendig sind, bieten eine ideale Plattform, die Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (WI) auf ihren Arbeitsalltag in naher Zukunft vorzubereiten“, so Studiengangs-Mitarbeiter Markus Nippa, der das Projekt ins Leben gerufen hat.
 

Die Spielmechanik von WI-Mario überzeugt durch wechselnde Schauplätze, knifflige Herausforderungen und kreative Elemente mit Hochschulbezug. Die drei liebevoll gestalteten Level binden ikonische Orte wie die Bibliothek, den Rennschmiedecontainer oder die Mensa mit ein. Ob auf dem Campus der Hochschule, im Außenbereich der Fakultät für Technik oder im Gebäude selbst, jedes Level bietet neue Schauplätze und Überraschungen. Um möglichst realitätsgetreu zu bleiben, machten die Studierenden Berat Yayan, Ilayda Celik, Harmanjeet Singh, Koray Arseven, Karim Amali und Ufuk Aydemir Bilder vom Campus, die sie als Vorlage für Zeichnungen verwenden konnten. „Nach gründlicher Recherche wurden wir auf die kostenlose Vektordesign-Software „Inkscape“ aufmerksam. Bevor wir aber mit der eigentlichen Zeichenarbeit beginnen konnten, war es uns wichtig, eine klare Vorstellung davon zu entwickeln, welche Elemente des Campus in unser Spiel integriert werden sollten“, schildern sie die Herangehensweise. Um auf die gewünschten Ergebnisse zu kommen, arbeiteten die sechs Studierenden aus den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen International zudem mit den künstlicher Intelligenz GDevelop, Nightcafe sowie Chat GPT, die erste Inspirationen für Codes, Hintergründe und das generelle Aussehen des Spiels liefern konnten.

 

Der Hauptcharakter WI-Mario beherrscht nicht nur das schnelle Rennen, das Werfen von Bafög Coins und das höhere Springen, sondern auch das Realisieren von Wandsprüngen. Zusätzlich zeichnet er sich durch die besondere Fähigkeit aus, das Jump Cancelling erfolgreich umzusetzen. Für die Sounds bediente sich die Gruppe bei der Plattform Pixaby. Die Story des Spiels wurde ebenfalls passend zum Hochschulleben gewählt: Voller Vorfreude auf seinen Bachelorabschluss begibt sich WI-Mario auf den Weg zur Hochschule Pforzheim. Doch die Ankunft bringt eine unerwartete Wendung: Geist Umberto Enigmo hat sein Bachelorzeugnis gestohlen. Entschlossen begibt WI-Mario sich auf die Mission, Umberto zu schnappen und seinen Abschluss zurückzuerobern.
 

Zum Projekt erhielt die Gruppe viel positives Feedback: „Sowohl Studierende als auch Professor*innen waren von der Gestaltung und vor allem dem Hochschulbezug begeistert“, erzählt Berat. Dabei war die Umsetzung auch mit einigen Herausforderungen verbunden: So mussten sich die Studierenden durch Ausprobieren von Animationen daran herantasten, dass die Bewegungen des Hauptcharakters flüssig wirken.

Die Gruppe hinter WI-Mario: Berat Yayan, Karim Amali, Harmanjeet Singh, Ilayda Celik, Koray Arseven und Ufuk Aydemir. (v.l.n.r.)

„Zum einen war die Synchronisierung der Kameraperspektive mit der Bewegung des Hauptcharakters nicht immer proportional, was zu Verzögerungen geführt hat. Zusätzlich generierte das Programm GDevelop Fehlermeldungen. Ein konkretes Beispiel dafür war eine Wandsprung-Funktion, die nur auf der linken Seite funktionierte, während auf der rechten Seite stets ein Fehler gemeldet wurde“, berichtet das Team. Jenes hatte sich zur Umsetzung der Aufgabe in eine Gestalter- sowie eine Programmiergruppe unterteilt.

Das Fazit zum Projekt fällt sowohl bei Studierenden als auch Lehrenden positiv aus – Markus Nippa findet: „Man muss immer bedenken, dass die Studierenden zum ersten Mal ein derartiges Thema bearbeitet haben und wir ihnen eine gewisse Lernphase zugestehen müssen. Die eigentliche Story ist aber wirklich gut getroffen und ich finde schon, dass ein richtiges Mario-Feeling entsteht.“

WI-Mario war für das sechsköpfige Team, welches sehr stolz auf ihr Ergebnis ist, ebenfalls eine tolle Erfahrung: „Insgesamt war das Projekt anspruchsvoll aber sehr spannend. Dank der Unterstützung unserer Professoren und Markus Nippa sowie Isabelle Heinemeyer konnten wir Herausforderungen frühzeitig identifizieren und lösen. Durch die Zusammenarbeit haben wir außerdem unsere Kompetenzen und Soft Skills in den Bereichen Teamarbeit und Kommunikation weiterentwickelt, was uns im zukünftigen Berufsleben zugutekommen wird.“


Wer in die Rolle des WI-Mario schlüpfen möchte, kann sich hier auf die Jagd nach seinem Bachelorabschluss machen (ausschließlich am Computer spielbar).