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Neu an der Fakultät für Technik: Professor Benno Dömer

Professor Dr.-Ing. Benno Dömer

Medizintechnik: Biosignalverarbeitung, Signale & Systeme, Patientenmonitoring
 

Zum Sommersemester 2021 verstärkt Professor Dr.-Ing. Benno Dömer das Team im Bereich der Medizintechnik an der Fakultät für Technik. Bereits im Sommersemester 2020 hielt der 43-Jährige im Rahmen eines Lehrauftrags die Online-Vorlesung „Patientenmonitoring“ an der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen seiner Professur kommen nun, ein Jahr später, noch „Biosignalverarbeitung“ sowie „Signale und Systeme“ hinzu. Seine Vorlesungen und praktischen Laborveranstaltungen richten sich an Studierende im 4. und 6. Semester. „Im Rahmen des Patientenmonitorings spielen die Studierenden in Kleingruppen die Entwicklung eines Medizinprodukts durch, indem sie ein entsprechendes Funktionsmuster entwickeln und dokumentieren“, gibt Benno Dömer einen exemplarischen Einblick in die Lehre.
Die Hochschule Pforzheim, so der Medizintechniker, biete dank ihrer räumlichen und technischen Ausstattung sowie der Vernetzung mit der regionalen Industrie ideale Voraussetzungen für Forschungskooperationen auf der einen sowie die praktische Realisierung des in der Theorie Erlernten auf der anderen Seite: „In den Werkstätten für Elektrotechnik und Mechatronik können studentische Arbeiten, beispielsweise ein Fitness-Tracker im Bereich der Biosignalverarbeitung, auch tatsächlich aufgebaut werden. Diese Infrastruktur ist nicht selbstverständlich“, so der neu berufene Professor.


Bevor Benno Dömer seinem Ruf an die Hochschule Pforzheim folgte, war er seit 2013 für ein Medizintechnikunternehmen im Raum Karlsruhe tätig, zu dessen Leistungsportfolio Entwicklung, Produktion und Vertrieb lebenserhaltender Gerätetechnik zählen. „Hier leitete ich die Gruppe Vorentwicklung und Anforderungsmanagement und führte Technologieevaulationen und Machbarkeitsuntersuchungen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Der Fokus lag auf nichtinvasiver Diagnostik, Schlafdiagnose- und Schlaftherapiesystemen“, so Benno Dömer. Unmittelbar vor seinem Eintritt in die Hochschule schloss er als Projektleiter das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „CardioInBaMed“ ab, in dem ein nichtinvasives Verfahren zur Aneurysma-Früherkennung erforscht wurde.

Auf das Abitur am Gymnasium Canisianum Lüdinghausen im Jahr 1997 folgte das Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik, mit Studienschwerpunkt Medizintechnik, an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. 2005 gehörte Benno Dömer als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gruppe „Regelung und Analyse komplexer Systeme“ dem Zentralinstitut für Elektronik am Forschungszentrum Jülich an: „Hier stand die Optimierung des in meiner Diplomarbeit entwickelten Systems zur quantitativen Erfassung des Rigors (Gelenk-Steifigkeit bei Parkinsonpatienten) im Fokus.“ Anschließend war Benno Dömer von 2006 bis 2013 am Institut für Assistenzsysteme und Qualifizierung (iAQ) in Heidelberg in der Vor- und Produktentwicklung von nichtinvasiver Diagnostik und Biosignalverarbeitung sowie Produktentwicklungen für Diagnosegeräte tätig. Er promovierte 2012 an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie. „In meiner Doktorarbeit habe ich ein Verfahren zur nichtinvasiven Bestimmung der Hämoglobinkonzentration im Blut entwickelt. Dabei habe ich mich intensiv mit den Themen Pulsoximetrie, Biosignalverarbeitung, Gewebeoptik und optische Sensorik beschäftigt“, so der Medizintechniker.
Benno Dömer lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Ettlingen.