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„Überall ist Optik drin“

Prof. Prof. Dr.-Ing. Steffen Reichel

Neue Professur für Messtechnik und Photonik: 
Prof. Prof. Dr.-Ing. Steffen Reichel

Herzlich willkommen: Seit September 2016 verstärkt Prof. Prof. Dr.-Ing. Steffen Reichel das Team der Fakultät für Technik. Der promovierte Elektrotechniker hält im Wintersemester 2016/17 unter anderem die Vorlesung „Licht und Beleuchtungstechnik“ für Studierende des Fachbereichs Informationstechnik im vierten und fünften Semester.

Nach langjähriger Tätigkeit in der Industrie freut Steffen Reichel sich auf die Lehre: „Ich werde den Studierenden aufzeigen, dass die Optik für uns existentiell ist – von Mikroskopen über den Einsatz von Lasern bei Augenoperationen und LED-Beleuchtung in Autos bis hin zur Anwendung für höchstgenaue Messungen.“

Die Lehre vom Licht „Die Optik ist eine unterschätzte Kerntechnologie“
2015 begingen die Vereinten Nationen das „Internationale Jahr des Lichts“. Mit Partnern wie der Europäischen Physikalischen Gesellschaft rückte die UNESCO das Licht als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen in den Fokus von Wissenschaft und Kultur. Auch Steffen Reichel möchte die Lehre vom Licht in die Pforzheimer Hörsäle tragen. So plant er für das kommende Sommersemester drei neue Vorlesungen über die Strahlenoptik und die Wellenoptik bis hin zur deren Anwendung um die angehenden Ingenieure fit für dieses Kern-Know-How zu machen.

„Die Photonik spielt nicht nur für die Informationsgesellschaft eine herausragende Rolle. Lichtimpulse bilden das Rückgrat des Internets. Lasertechnologie verbessert die medizinische Behandlung, Photovoltaik und energieeffiziente Beleuchtung reduzieren den Ausstoß von Treibhausgasen.“

Prof. Prof. Dr.-Ing. Steffen Reichel

Industrieerfahren: Karriere im Technologiekonzern
Vor dem Antritt seiner Professur für Messtechnik und Photonik in Pforzheim arbeitete Steffen Reichel unter anderem 15 Jahre für die Schott AG, einem internationalen Technologiekonzern und einem der weltgrößten Produzenten von optischen Gläsern und Komponenten, – zuletzt in der Position eines Principal Scientist im Geschäftsbereich „Advanced Optics“. Bei Schott war er zuerst in der Zentralforschung tätig, dort zuletzt als Abteilungsleiter, bevor er 2008 in die Entwicklung und Applikation des Geschäftsbereichs „Advanced Optics“ wechselte. Dort beschäftigte er sich neben der Forschung von optischen Komponenten, z.B. in BMBF geförderten Projekten, auch mit optischen Filtern. Solche High-End-Filter werden beispielsweise in Teleskopen zur Erkundung des Weltalls eingesetzt. Dafür erhielten er und sein Team 2016 den Schott Innovationspreis. Von 2008 bis 2016 war Steffen Reichel zudem zunächst als Lehrbeauftragter, ab 2013 als Honorarprofessor an der Hochschule Darmstadt tätig.

Studium und Promotion an der Universität Kaiserslautern
Von 1990 bis 1996 studierte Steffen Reichel Elektrotechnik – mit der Vertiefungsrichtung Mikroelektronik – an der Universität Kaiserslautern. Sieben Monate seines Studiums verbrachte er damals an der Michigan State University, East Lansing, Michigan, USA – „Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich werde auch meinen Studierenden einen Auslandsaufenthalt ans Herz legen.“ Für seine Dissertation „Phase Modulation in an Erbium-Doped Fibre Amplifier Using an Extended Simulation Model: Impact on Optical Communications Systems“ erhielt er 1999 schließlich die Abschlussnote sehr gut.

Es folgte eine Anstellung als Entwicklungsingenieur bei Lucent Technologies, einer der größten privaten Forschungseinrichtungen der Welt. An deren Forschungs- und Entwicklungsstandort in Nürnberg, den Bell Labs, arbeitete Steffen Reichel in der Optical Networking Group. In den Bell Labs werden Produkte und Lösungen für die Kommunikationsnetze entwickelt und zugleich die Grundlagen von Kommunikationstechnologien erforscht. Die Bell Labs haben etwa 40.000 Erfindungen und 31.000 Patente entwickelt. Ihre Forscher erhielten unter anderem sechs Nobelpreise für Physik, neun U.S. National Medals of Science und acht U.S. National Medals of Technology. „Während meiner Zeit dort hatte ich Gelegenheit, mit Nobelpreisträger Horst Störmer zu Mittag zu essen. Er wurde 1998 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.“

Von 2010 bis 2013 war Steffen Reichel Gesamtverbundkoordinator des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Konzentrierende Photovoltaik-Erforschung und Entwicklung der (Sekundär-) Optiken (KONVOTIK).“

Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Rheinland-Pfalz.


Kontakt:

Prof. Prof. Dr.-Ing. Steffen Reichel
(07231)28-6569
Raum T1.4.27
steffen.reichel(at)hs-pforzheim(dot)de

Sprechstundenzeiten:

Do 9:45 Uhr bis 11:15 Uhr