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Bei uns lernen Sie, interdisziplinär zu entwickeln und gemeinsam Neues zu schaffen!

Neues entsteht, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen, Anforderungen und Ideen zusammenarbeiten – und gemeinsam über den Tellerrand blicken. Erfolg haben heute Unternehmen, die Produkte und Prozesse in interdisziplinären Teams entwickeln sowie Kunden, Lieferanten, wissenschaftliche Einrichtungen und sogar Konkurrenten in den Innovationsprozess einbeziehen. Wir vermitteln Ihnen Perspektiven über die reine Fachdisziplin hinaus – auch dank der fakultätsübergreifenden Vernetzung mit den Fakultäten Wirtschaft und Recht sowie Gestaltung. Sie lernen bei uns, Schnittstellen über Fachdisziplinen hinaus zu schaffen – und so Neues zu schaffen.

Girls Day 2016: Verschiedene Studiengänge präsentieren in Berlin Gemeinschafts-Projekt

Die beiden Pforzheimer Technikstudentinnen Anna-Carina Spindler (Mechatronik) (2.v.l.) und Alexandra Göhring (Maschinenbau/ Produktentwicklung) (2.v.r.) halfen der Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Jacke und erklärten ihr sowie den Schülerinnen die technischen Funktionen. (www.girls-day.de)

Der Bundeskanzlerin in die Jacke helfen…

Diese Chance bot sich zwei Studentinnen der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen des Girls'Day  präsentierten Alexandra Göhring und Anna-Carina Spindler am Mittwoch, 27. April 2016, im Berliner Bundeskanzleramt das Technik-Projekt „Intelligente Jacke“ – vor Schülerinnen und Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstpersönlich.

Drei Monate tüftelten Studierende verschiedener Fachrichtungen an einer Jacke, die mehr kann, als vor Kälte und Regen zu schützen. Via Bluetooth, der Datenübertragung zwischen Geräten über kurze Distanz per Funktechnik, kann das Kleidungsstück mit einer von den Studierenden selbst programmierten Smartphone-App verbunden werden. „Unsere App enthält die Bereiche Kommunikation, Sicherheit und Gesundheit“, erklärt Projektleiterin Alexandra Göhring.

Kommunikation: Mit der Jacke sprechen
Tippt der Träger eine Textnachricht in sein Smartphone, so erscheint diese auf einem Farbdisplay der Jacke. „Das kann beispielsweise als Namensschild genutzt werden“, erklärt Alexandra Göhring. Außerdem, so die Masterstudentin im Studiengang Produktentwicklung, informiere die Jacke ihren Träger über eingehende Anrufe auf dem Mobiltelefon: „Vibrationsmotoren, die im Nackenbereich eingenäht wurden, informieren hier den Träger.“ Auf einem innenliegenden Display, das mit sogenannten Organic Light Ermitting Dioden (OLED) betrieben wird, werden Name oder Telefonnummer des Anrufers angezeigt. 

Sicherheit: Integrierter Diebstahlschutz
Eine in die Jackentasche integrierte Technik, der NFC-Tag – NFC steht für „Nearfield-Connection“ – schützt vor Diebstahl. Diese Methode arbeitet mit zwei Komponenten: Der Tag in der Jacke wird ergänzt durch ein Gegenstück, „das beispielsweise am Autoschlüssel befestigt oder im Geldbeutel aufbewahrt wird“. Entwenden Diebe den Schlüssel oder das Geld reagiert der Sensor in der Jacke und schlägt umgehend Alarm. Rote Blinklichter und lautes Piepen dürften Diebe irritieren. 

Die Beleuchtung, die über in die Ärmel eingenähte Licht (LED)-Bänder realisiert wurde, schützt nicht nur vor Langfingern, sondern auch vor der Dunkelheit: „Beim abendlichen Joggen kann ich weiße Sicherheitsbeleuchtung einschalten – entweder über die App oder über einen Berührungssensor an der Jacke.“ 

Gesundheit: Fit durch Fashion
Ob Joggen bei Tag oder Nacht – für Sportbegeisterte enthält die Jacke einen Schrittzähler. Ein Beschleunigungssensor im Nackenbereich misst die ruckartige Bewegung, die bei jedem Auftreten vollzogen wird. Ein weiterer Sensor misst zusätzlich die Temperatur im Nackenbereich. Der Träger wird so nicht nur beim Sport vor einer übermäßigen Belastung gewarnt, sondern kann bei Outdooraktivitäten auch vor einem Auskühlen bewahrt werden. 

Bereits zum dritten Mal stellte der Bereich Informationstechnik der Hochschule Pforzheim kreative Technik beim Girls'Day  im Bundeskanzleramt vor. Gemeinsam mit dem Halbleiterhersteller Intel war die Hochschule Pforzheim bereits 2014 und 2015 zu Gast bei Bundeskanzlerin Angela Merkel. Intel möchte Mädchen gemeinsam mit der Hochschule Pforzheim für MINT-Studienfächer begeistern und zeigen, wie vielseitig die von Hightech-Unternehmen angebotenen Berufe sind.

Technik und Mode geben sich die Hand
Erstmals war 2016 auch die Fakultät für Gestaltung im zehnköpfigen Projektteam vertreten. Denn neben technischen Arbeitsbereichen wie Programmierung & Co. galt es auch, das Kleidungsstück selbst zu entwerfen und zu nähen. „An der Fakultät für Technik fördern wir interdisziplinäres Arbeiten. Denn Produkte allumfassend zu verstehen und zu begleiten, das wird unsere Studierenden auch später im Berufsleben erwarten. Man muss sich auf unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen einlassen können“, so Professor Dr.-Ing. Stefan Hillenbrand, Professor im Studiengang Mechatronik, der die „Intelligente Jacke“ gemeinsam mit seinem Kollegen, Professor Dr.-Ing. Mike Barth, mit auf den Weg brachte.

Insgesamt wurden in die „Intelligente Jacke“ eine NFC-Antenne, ein Tag/Chip-Signal, zwei Vibrations-Motoren, zwei Buzzer, ein OLED-Display, ein Touch-Sensor, zwei LED-Streifen, ein Barometer, drei Beschleunigungssensoren, ein RGB-Display sowie ein Akku integriert. Technische Programmierungs-Grundlage war der Intel Edison, ein Mikrochip des Halbleiterherstellers Intel. 

Unternehmensprofil: Intel
Intel ist in Deutschland an zehn Standorten mit über 3000 Mitarbeitern vertreten. Zu den wichtigsten Forschungsgebieten zählen zukunftsweisende Prozessor- und Grafiktechnik sowie intuitive Interaktionsmöglichkeiten mit dem PC.

Interdisziplinäres Projektseminar „DesignIng“

Professor Dr. Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim und Professor Dr. Engeln, Studiengangleiter Master Produktentwicklung, lassen sich den Entwurf eines neuartigen Staubsaugerkonzeptes erklären

Maschine an, Schmutz weg – der Staubsauger ist aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Dass sich hinter dieser alltäglichen und simpel anmutenden Arbeit aber durchaus komplexe theoretische Tiefen verbergen, das beweisen Studierende der Hochschule Pforzheim. Vom 14.-18. März fand das interdisziplinäre Projektseminar „DesignIng“ statt: Studierende aus drei Fakultäten arbeiteten eine Woche lang gemeinsam an der Konzeption und Entwicklung neuartiger Staubsaugerkonzepte für autonomes und konventionelles Staubsaugen. 

In diesem Jahr nehmen die Studierenden der Masterstudiengänge Produktentwicklung (Fakultät für Technik), Creative Communication & Brand Management (Fakultät für Wirtschaft und Recht) und Industrial Design (Fakultät Gestaltung) am Projektseminar teil. Geleitet wird das Projekt von Professor Dr. Werner Engeln. Unterstützung kam auch von Professoren Jürgen Goos (Industrial Design) und Richard Linxweiler (Creative Communication & Brand Management).

Im Rahmen des Projektes soll ein Multifunktionsstaubsauger entwickelt werden, der sowohl autonom als auch konventionell saugen kann. Die einzelnen Projektteams haben unterschiedliche Zielgruppen, für die sie das passende Gerät entwickeln und am Markt platzieren sollen.

Neben der Entwicklung von innovativen Konzepten muss die technische Machbarkeit geprüft sowie das Fertigungsverfahren festgelegt werden. Für ein zielgruppenspezifisches Design müssen die Leistungsdaten berechnet, CAD-Daten erstellt werden. Herstellkosten und der Marktpreis müssen bestimmt, sowie ein Marketingkonzept erarbeitet werden.

„Wir sind begeistert über die Erfahrung, die wir durch dieses Projekt machen durften. Dass die Technik nicht in jede Form passt, die wir uns als Gestalter ausdenken und wünschen und der Markt auch seine Vorgaben hat, mussten wir erst akzeptieren lernen“, resümierten die Studierende des Studiengangs Industriel Design Clarissa Kuntzer und Charis Mania.

Die Ergebnisse dieser intensiven Woche wurden am Freitag, 18. März, präsentiert. Die Studierenden zogen alle ein sehr positives Fazit und wünschten sich diese interdisziplinäre Zusammenarbeit in Projektform weitaus häufig. Jérémy Lefint, Master Produktentwicklung, ist begeistert: „Ich lerne in diesem Projekt wie man sich mit den anderen Disziplinen unterhält. Es ist erstaunlich, dass die Schnittstellen doch so rasch gefunden wurden. Würde jederzeit wieder in einem solchen Projekt mitarbeiten wollen.“

Abschließende Projektpräsentation
Das interdisziplinäre Projektseminar, das seit dem Sommersemester 2013 fest als Lehrangebot im Masterstudiengang Produktentwicklung verankert ist, führt Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Disziplinen soll ein gemeinsames praktisches Ziel erreicht werden. Die Herausforderung: Unterschiedliche Fachsprache, Arbeitsweisen und Methoden können zu Konflikten und Missverständnissen führen. 

Werner Engeln macht deutlich, warum die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Hochschule großgeschrieben wird: „Heute ist die Produktentwicklung stark durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen geprägt und damit hängt auch der Erfolge eines Produktes am Markt von einer erfolgreichen Kommunikation der Disziplinen miteinander ab. Unsere Studierenden lernen im Projekt DesignIng frühzeitig die Methodik und Denkweise der Fachleuten anderer Disziplinen kennen und verstehen“.



Industrial Design meets Wirtschaftsingenieurwesen

Das interdisziplinäre Potenzial der Hochschule Pforzheim ausschöpfen – das ist dem Kooperationsprojekt zwischen den Wirtschaftsingenieuren und den Industrial Designern gelungen. Seit mittlerweile drei Semestern verschmelzen die kreativen Ideen der angehenden Designer und die technische Präzision der Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens zu einer Symbiose, die sich sehen lassen kann!

Die Industriedesigner entwerfen auf dem Papier neuartige Produkte, die von den Wirtschaftsingenieuren im Rahmen der Vertiefungsrichtung „Computer Science and Media Technology“ bei Prof. Dr. Andreas Mazura auf ihre technische Umsetzbarkeit geprüft, im CAD virtuell konstruiert und schließlich als detailgetreues 3D-Modell geplottet werden. Die Idee hinter dem Projekt: Vorhandene Kompetenzen innerhalb der Fakultäten zusammenzuführen und den Studierenden auf diese Weise den Blick über den eigenen Tellerrand zu ermöglichen.

 

Für beide Seiten bringt diese Zusammenarbeit eine wertvolle Bereicherung in Sachen Praxiserfahrung mit sich. Schon während ihres Studiums können die Studierenden hier in den interdisziplinär gemischten Teams aus Designern und Ingenieuren, die auch die betriebswirtschaftliche Sichtweise mit einbringen, zusammenarbeiten – eine Konstellation, die in der Berufspraxis häufig vorkommt und aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven ein großes Potenzial an Kommunikationshürden mit sich bringen kann. Die Fähigkeit, Dinge auch aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, ist in vielen Situationen auf dem beruflichen Weg der Schlüssel zum Erfolg. Im Dialog mit den Studierenden der anderen Fakultät eröffnen sich jeweils andere Sichtweisen auf das gleiche Projekt.

Im Sommersemester 2011 steht die Kooperation im Zeichen nachhaltiger Mobilitätskonzepte für das urbane Leben. Die Aufgabe der Designer bestand darin, Compactbikes vor dem Hintergrund des ressourcenfreundlichen Verkehrstrends „E-Mobility“ neu zu interpretieren und zeichnerisch zu visualisieren. Ein Thema von großer Aktualität und ein Markt, der in Zukunft mit Sicherheit stark wachsen wird.