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Fünf Fragen an...

Ulrich Heeger, Absolvent des Diplomstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen

 

Sie arbeiten heute bei GEZE als Bereichsleiter des Supply Chain Managements und haben Prokura-Status im Unternehmen. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Wie das Leben so spielt, das war der pure Zufall. Ich war zum Ende meines Studiums mit einem Pforzheimer Kommilitonen Squash spielen. Dieser wiederum kannte zufällig den Chef-Controller von GEZE und hat mich sozusagen ins Unternehmen empfohlen. Angefangen habe ich als Projektingenieur im Produktionsumfeld der Automatikprodukte. Man sah damals in dieser Abteilung großes Entwicklungspotenzial und wollte mit innovativen, frischen Ideen alles etwas umstrukturieren und neu aufstellen. Vor allem sollte es Optimierung im SAP-Bereich geben. An dieser Umstrukturierung konnte ich in der ersten Zeit mitarbeiten und mich einbringen.

Zwei Jahre später hat GEZE dann Porsche Consulting beauftragt, um das Unternehmen auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Ich konnte damals in der Rolle des Counter Parts zum Consulting als Projektleiter mitwirken. Wir haben ein neues Team gegründet und eine Abteilung für Fertigungssteuerung ins Leben gerufen. Nach weiteren zwei Jahren kamen dann noch die Bereiche Produktionsplanung und operativer Einkauf hinzu und ich wurde zum Abteilungsleiter ernannt. 2015 kam der Bereich Logistik hinzu und mir wurde als Leiter für alle drei Bereiche die Gesamtverantwortung übertragen. Seit 2018 habe ich auch die fachliche Verantwortung auf internationaler Ebene übernommen und koordiniere unsere Werke in China und Serbien, die ich teilweise auch mit aufgebaut habe.

Parallel zu meinen unterschiedlichen Stationen bei GEZE habe ich immer wieder unternehmensweite Projekte des Unternehmens koordiniert. Das Projektmanagement ist mir auf diese Weise zu einer Art Hobby geworden, das ich auch heute noch weiterhin mit Leidenschaft pflege. Ich will nicht nur Manager sein, ich möchte Freiraum zum Experimentieren! Es ist einfach spannend sich für eine bestimmte Zeit einem neuen Thema zu widmen und die eigenen Ideen einzubringen.

Seit Anfang 2019 bin ich für das internationale Supply Chain Management des Unternehmens verantwortlich und habe Prokura-Status.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Es gibt eigentlich nur untypische Arbeitswochen, allerdings lassen sich schon ein paar Muster herauskristallisieren: Ich habe etwa 130 Mitarbeiter und acht Teamleiter unter mir, das heißt Führungsaufgaben sind im Alltag sehr präsent. Wir machen zahlreiche Meetings mit den Kollegen vor Ort sowie virtuell an unseren internationalen Standorten auf Bereichsleitungsebene und mit der Geschäftsleitung. Auch Strategieworkshops mit externen Beratern gehören zum regelmäßigen Programm. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Firma immer am Puls der Zeit bleibt. Und die letzten Lücken des Zeitkontos eines Arbeitstages werden wie bei vermutlich allen mit einer Flut von E-Mails gefüllt. 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Die beste Kompetenz, die ich aus der Studienzeit mitgenommen habe, ist die Fähigkeit sich durchzubeißen, am Ball zu bleiben, hartnäckig zu sein und auf ein Ziel hinzuarbeiten. Als Wirtschaftsingenieur ist man außerdem mit einem ziemlich breiten Horizont ausgestattet. Man lernt, sich schnell in Themen einzuarbeiten und hat ein Gespür dafür sich selbst und vielfältige Themen zu präsentieren. Man kann bei vielen Dingen mitreden und weiß gleichzeitig auch genau, an welchen Stellen es sinnvoll ist spezifischer ausgebildete Fachleute hinzuzuziehen. Das macht das Wirtschaftsingenieurwesen so erfolgreich und ist auch der Grund, warum ich Wirtschaftsingenieure heute bevorzugt einstelle. Sie können über den Tellerrand hinausschauen und sind an der Schnittstelle zwischen Vertrieb und Technik die optimale Besetzung.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Genießt die Studienzeit und kostet sie richtig aus. Es ist eine Phase, die man nicht zurückholen kann.
In der Rückschau hätte ich während meines Studiums auch gerne Auslandserfahrung gesammelt. Nicht nur aus beruflichen, sondern vor allem auch aus persönlichen Gründen. Deshalb rate ich dazu, ein Auslandssemester einzuplanen.

Ein weiterer Ratschlag meinerseits: Denkt nicht, mit dem Studienabschluss sei das Lernen vorbei! Das meiste, was ich in fachlicher und beruflicher Hinsicht gelernt habe, war definitiv im Unternehmen. Gerade das Thema Führung erarbeitet man sich hauptsächlich im Berufsalltag. Sicher werden theoretische Grundlagen im Studium erlernt, aber das große Lernen kommt erst noch und hört im Leben niemals auf.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte
Die familiäre Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Wir waren eine Gruppe von etwa 30 Studierenden, die sich gemeinsam durch die Semester geackert hat und wurden begleitet von einem Professoren-Team, das jeden persönlich kannte und gefördert hat. Auch die Lage des Campus war optimal, über den Dächern Pforzheims, direkt am Waldrand, richtig idyllisch. Das Gesamtpaket hat perfekt in mein Leben gepasst.

Matthias Widmer, Absolvent des Bachelorstudiengangs Maschinenbau/Produktentwicklung,  aktuell bei TRUMPF in Ditzingen

1. Sie arbeiten heute bei TRUMPF in Ditzingen. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Nach abgeschlossener Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker schrieb ich mich für den Studiengang Maschinenbau/Produktentwicklung an der Hochschule Pforzheim ein. Dort war ich ab dem zweiten Semester im Labor für Fertigungstechnik als studentische Hilfskraft beschäftigt. Hier hatte ich die ersten Berührungspunkte zu Markierlasern der Firma TRUMPF. Angeregt durch die dortige Tätigkeit beschloss ich mein Praxissemester im Laser Application Center (LAC) bei TRUMPF im Markierlaserbereich zu absovieren. Dort arbeitete ich bis zu meinem Abschluss als Werkstudent und erhielt auch die Möglichkeit an einem halbjährigen Praktikum am TRUMPF-Standort in Farmington, CT (USA) teilzunehmen. Heute arbeite ich als Applikationsingenieur bei TRUMPF im LAC in Ditzingen.

2. Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Als Applikationsingenieur bearbeitet man in Zusammenarbeit mit den Außendienstmitarbeitern Kundenprojekte im Applikationslabor. Teilweise wohnen die Kunden den Versuchen im Labor bei. Der Umfang der Projekte liegt in der Regel zwischen einigen Stunden bis wenigen Tagen. Im Markierlaserbereich steht oft die Optimierung von Bauteilbeschriftungen, aber auch die Erzeugung von definiert strukturierten oder gereinigten Oberflächen im Vordergrund.

3. Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Sehr hilfreich für meine jetzige Tätigkeit war mit Sicherheit die Tätigkeit im Labor für Fertigungstechnik an der Hochschule Pforzheim. Nicht weniger wichtig sind die Studienfächer Werkstoffkunde und Fertigungstechnik, deren Inhalte ich immer wieder in der Praxis anwenden kann.
Selbstverständlich lernt man im Laufe des Studiums auch einige nicht fachliche Kompetenzen, wie zum Beispiel das selbstständige strukturierte Arbeiten und die Kompetenz mit der für diverse Aufgaben zur Verfügung stehenden Zeit zu haushalten.

4. Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Mein Ratschlag aus der Zeit des Studiums ist, so vieles wie nur möglich mitzunehmen. Sowohl fachlich, als auch an Angeboten, die nicht zwangsläufig für die Erlangung des Abschlusses notwendig sind. Es ist wichtig die eigenen Interessen und Stärken zu erkennen und herauszufinden, welcher weitere Weg für einen selbst der sinnvollste ist. Hierfür ist das Studium der ideale Zeitraum und die Hochschule der ideale Ort. Wichtig ist auch das Praxissemester, da es viele Einblicke in die Arbeitsweise - die später den Alltag bestimmen wird – erlaubt.

5. Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Die Atmosphäre an der Hochschule Pforzheim ist einzigartig. Zum einen durch den Kontrast, der im Vergleich mit anderen Hochschulen in der Umgebung geringen Größe der Fakultät und der gleichzeitigen hervorragenden Ausstattung der praktischen Fachbereiche und Labore. Die vergleichsweise kleinen Jahrgangsstufen sorgen für eine nahezu familiäre Atmosphäre, die ich in meiner Zeit an der Hochschule immer sehr schätzte.

Simon Länder,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Mechatronik, aktuell Softwareentwickler für Fahrerassistenzsysteme bei der BMW Group.

Sie arbeiten heute bei der BMW Group in München. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Schon während meines Studiums habe ich immer den Bezug zur Praxis gesucht. Angefangen von meinem Engagement für die Studierendeninitiative Rennschmiede Pforzheim, über das Praxissemester, die Werkstudententätigkeit bis hin zur Abschlussarbeit. Es war für mich schon als Schüler durch die räumliche Nähe meines Heimatortes zum Porsche-Entwicklungszentrum ein Traum, später meine Brötchen in der Automobilentwicklung zu verdienen.
Während meiner Formula-Student-Zeit bei der Rennschmiede beschäftigte ich mich mit der Lenkung des Rennwagens. Da mich das Thema interessierte, schaute ich mich nach einem passenden Themenbereich für das Praxissemester um. So knüpfte ich meine ersten Kontakte bei der BMW Group. Nach einem Abstecher bei der Daimler AG als Werkstudent kehrte ich schließlich zur BMW Group zurück, um dort meine Abschlussarbeit zu schreiben. Direkt im Anschluss an die Abschlussarbeit konnte ich meine aktuelle Tätigkeit als Softwareentwickler für Fahrerassistenzsysteme aufnehmen.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Als Softwareentwickler ist es meine Aufgabe, Anforderungen aus Lastenheften in ein erlebbares Produkt umzusetzen. Wir arbeiten in einem agilen Team (SCRUM) und besprechen in "Daily Standups" die Aufgaben für den aktuellen Tag. Wir arbeiten in Sprints von zwei Wochen und können uns die Arbeitspakete frei zuteilen. Am Ende der Umsetzung steht immer ein entwicklungsbegleitender Test.
Mein persönliches Highlight an meinem Arbeitsalltag sind die Erprobungen zu den entsprechenden Softwarereleases. Dabei kann man selbst erleben, wie der persönliche Beitrag der letzten Wochen das Produkt verbessert hat. Eine typische Arbeitswoche im strengen Sinne gibt es daher in meinem Alltag nicht, da ich meine Aufgaben an meine persönlichen Stärken ausrichten kann und daher viel Abwechslung in meiner täglichen Arbeit erhalte. Zusammengefasst habe ich jeden Tag mit Software zu tun, kann aber meine Nebentätigkeiten nach meinen Interessen auswählen.
 
Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Neben dem Fachwissen aus den Vorlesungen helfen mir insbesondere die Erfahrungen, die ich in der Rennschmiede Pforzheim und den Praxistätigkeiten neben dem Studium gesammelt habe, bei der täglichen Arbeit. Abseits der technischen Grundlagen aus den Vorlesungen habe ich im Laufe der Studienzeit gelernt, wie man sich effektiv neues Wissen aneignen kann, oder vorhandenes Wissen vertieft. In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Studium eine fundierte Wissensbasis liefert, auf welcher man mit persönlichen Einsatz bis zum Expertenwissen gelangen kann.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Ich wollte mir selbst beweisen, dass man mit persönlichen Einsatz selbst in der heutigen Zeit noch direkt in ein großes DAX-Unternehmen einsteigen kann – auch ohne einen Master-Abschluss. Das habe ich letztendlich erreicht und möchte daher ein Beispiel für die aktuellen Studierenden sein. Mein Rat für die Studierenden ist, in jedem Fall die Praxis zu suchen, sofern eine akademische Laufbahn nicht zu den persönlichen Zielen gehört. Wenn man die Zeit hat, würde ich auch jedem Studenten die Rennschmiede empfehlen, um Kontakte in die Industrie aufzubauen und fachübergreifendes Wissen zu erlangen. Kontakte sind in der heutigen Zeit sehr wichtig und man sollte sie im Praxissemester knüpfen und pflegen. So kann sich dann, wie bei mir, aus einem Praxissemester die Abschlussarbeit ergeben und schlussendlich zur Festanstellung führen.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Für die vielen Laborveranstaltungen neben den Vorlesungen. Viele der behandelten Themen haben in meinem Berufsalltag Relevanz und erleichterten mir den Berufseinstieg. Auch die gute Organisation während des Studiums und das IT-Sommerfest sind mir positiv in Erinnerung geblieben. Desweiteren hat sich im Nachhinein die Ausrichtung der SPO als sehr gut erwiesen, da beispielsweise die aktuelle Entwicklung hin zu agilen Methoden wie SCRUM schon in den Vorlesungen aufgegriffen und gelehrt wurden. Weiter so!

 

 

Katrin Bui, Absolventin des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen/International Management, aktuell bei der Robert Bosch GmbH als Gruppenleiterin in der zentralen Logistik.

Sie arbeiten heute bei der Robert Bosch GmbH als Gruppenleiterin in der zentralen Logistik. Sie sind dort verantwortlich für Prozess- und Kompetenzmanagement im Bereich Verpackungslogistik. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg:
Nach meinem Bachelor-Studium Wirtschaftsingenieurwesen International Management an der Hochschule Pforzheim habe ich einen Master an der National University of Singapore (NUS) in Supply Chain Management gemacht. Die vielen Vorlesungsinhalte auf Englisch in Pforzheim haben sich für diesen Weg wirklich ausgezahlt.
Im Anschluss bin ich bei Bosch als Trainee in der Logistik eingestiegen und habe verschiedene Stationen durchlaufen –  in der Zentral- und Werkslogistik, sowie im Bereich Controlling. Mein erster fester Job war in der Projektleitung einer Fachabteilung mit Schwerpunkt IT. Hier haben wir eine Internetplattform für Lieferanten entwickelt und an über 30 Standorten ausgerollt. Das war eine spannende Sache. Seit etwa einem Jahr bin ich nun in der Gruppenleitung der zentralen Logistik tätig.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Wie so oft, eine typische Arbeitswoche gibt es gar nicht. Das Projektgeschäft bietet immer sehr viel Neues. Auch meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in Projekten und haben deshalb immer neue Themen, bei denen ich sie begleite. Regelmäßig, also etwa einmal pro Woche, haben wir aber Team-Runden und Einzelrücksprachen. In den Projekten gibt es auch häufig täglich Bedarf sich abzustimmen. Ich versuche, nicht in der E-Mail-Flut zu versinken, da ist es hilfreich, dass wir digital und physisch mit agilen Boards arbeiten. Das klappt ganz gut! Außerdem ergänzen viele Telefonkonferenzen mit externen Dienstleistern und Kollegen in den zahlreichen Werken meinen täglichen Kommunikationsablauf.

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Überraschend viele Kenntnisse zum Thema Datenbanken – sehr nützlich! Außerdem gab es immer viele Projektarbeiten, deren Meisterung mit vielen Herausforderungen verbunden war, genauso wie es im alltäglichen Berufsleben nun auch abläuft. Das war eine gute Vorbereitung. Auch habe ich gelernt immer wieder Neues auszuprobieren. Meine Sprachkompetenz im Englischen und die damit verbundene interkulturelle Kompetenz ist im Geschäftsleben Gold wert. Beides benötige ich national wie international, da ich immer an der Schnittstelle zwischen Fachabteilung und IT oder Management und operativen Kollegen arbeite.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Macht das, was euch Spaß macht, dann seid ihr automatisch besser darin! Geht euren eigenen Weg, wenn sich einige Ratschläge für euch zu altbacken anhören und irgendwie nicht so Recht zu euch passen, traut euch eigene Entscheidungen zu treffen. Bleibt immer auf dem aktuellen Stand, was Arbeitsmethoden und Office-Tools betrifft. Das macht das Leben einfacher. Und: Bleibt euch selbst immer treu, seid ein Original, verstellt euch nicht!

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Wo fange ich an…? Es war eine wirklich schöne Zeit. Ausgezeichnet war die gute und persönliche Betreuung während der Projektarbeiten. Die modern ausgestatteten Gebäude und Räumlichkeiten sowie die Möglichkeit, dort zu arbeiten. Die tollen Alumni-Feiern und die durchdachten Curricula (auch wenn man als Student vielleicht noch nicht weiß, wofür man manche Fächer belegt).

Alumni berichten aus Ihrem Arbeitsalltag - Markus Klein

Markus Klein,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik/Informationstechnik und des Master Studiengangs Embedded Systems, aktuell Teamleiter der Funktionalen Software-Entwicklung im Bereich Automatisiertes Fahren bei der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH..

Sie arbeiten heute bei der Knorr-Bremse für Nutzfahrzeuge GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Ich habe im Jahr 2005 mit meinem Elektrotechnik/Informationstechnik-Studium an der Hochschule Pforzheim begonnen und dieses 2009 erfolgreich abgeschlossen. Im selben Jahr habe ich das Studium mit dem Master in Embedded Systems weitergeführt. Nach meinem Abschluss begann ich auf Empfehlung eines Professors direkt bei Knorr-Bremse, im Entwicklungszentrum Schwieberdingen bei Stuttgart, in der Softwareentwicklung für Fahrerassistenzsysteme. Inzwischen bin ich Teamleiter im Bereich Automatisiertes Fahren und verantwortlich für die Funktionale Software-Entwicklung.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Meine Hauptaufgabe ist die Organisation, Planung und Priorisierung von Aufgaben, damit mein Team effizient arbeiten kann. Zusammen entwickeln wir viele Funktionen von Abstandsregelautomat über Notbremsassistenten, bis hin zum automatisierten Fahren. Zu den Highlights der vergangenen sieben Jahre im Beruf gehört für mich die Entwicklung eines Notbremsassistenten für Nutzfahrzeuge vom A-Muster bis hin zum Serienstart. Ebenfalls denke ich gerne an Kunden-Präsentationen auf der Internationalen Automobil-Ausstellung, der Testtrecke in Boxberg oder während den Wintertests in Schweden zurück. Besonders gefällt mir von Anfang an die Entwicklung der Fahrerassistenz unterstützt zu haben und nun den eigenständigen Bereich „Automated Driving" mit aufbauen zu dürfen.
 
Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Ich habe viele technische Details erlernt, die ich heute in meinem Arbeitsleben einbringen kann. Generell helfen mir diese Kenntnisse mich heute in neue Themengebiete schnell einarbeiten zu können. Besonders viel habe ich aus den Projektarbeiten, Laboren und Abschlussarbeiten gelernt, da diese sehr anwendungsorientiert waren.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Suche Dir Themen für Studium und Arbeitsplatz, die dich begeistern. Denn nur in einem Job, für den dein Herz schlägt, kannst Du mehr als hundert Prozent geben und dich damit von den anderen abheben. Ebenfalls sind Teamfähigkeit und der Aufbau eines Netzwerkes zu Kollegen wichtige Themen, um zusammen die gesetzten Ziele zu erreichen. Zusätzlich sollten die Produkte an denen Du arbeitest Neuentwicklungen und innovativ sein, damit Du schon frühzeitig Experte auf deinem Gebiet werden kannst.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Ich möchte Dich für deine sehr gute Unterstützung in den insgesamt fünf Jahren Studium loben. An der Hochschule Pforzheim ist man nicht nur eine „Nummer“, sondern kann ganz individuell unterstützt und gefördert werden. Einige Kontakte bestehen bis heute noch, weshalb ich immer mal wieder gerne vorbeischaue.
 

 

 

Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Carina Häcker - Masterstudiengang Produktentwicklung

Carina Häcker,

Absolventin des Master-Studiengangs Produktentwicklung, aktuell bei TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen.

Sie arbeiten heute bei TRUMPF in Ditzingen. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Meine Abschlussarbeit im dritten Semester des Studiengangs Produktentwicklung der Hochschule Pforzheim habe ich bei der Daimler AG in Sindelfingen absolviert. Dort habe ich eine Augmented Reality Anwendung für die Produktionsplanung entwickelt. Anschließend habe ich meinen Forschungstrieb 2 ½ Jahre im Unitylab der Hochschule Heilbronn ausgelebt, indem ich an der Interaktion mit autonomen Fahrzeugen im Forschungsprojekt KoFFI gearbeitet habe. Als Teilprojektleiterin habe ich hierbei vor allem auch mit unterschiedlichen Projektmanagementansätzen experimentiert und Agilität für mich entdeckt. Als Agile Master in der Softwareentwicklung bei der TRUMPF Gmbh + Co.KG bin ich nun für die Team- und Organisationsentwicklung zuständig. Mein Weg war und ist somit geprägt von Änderungen und Ausprobieren.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Eine typische Arbeitswoche habe ich in den 1 ½ Jahren bei TRUMPF so gut wie gar nicht. Dadurch, dass ich mit und an Menschen arbeite muss ich auf die jeweiligen Situationen eingehen. Damit ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen für mich. Es gibt jedoch typische Elemente meiner Arbeit wie bspw. das Gestalten von Terminen wie Workshops, die Daily Standups und andere Scrum Events sowie der stetige Austausch und viel Kommunikation. Viele meiner Tätigkeiten bestehen darin, die richtigen Personen zusammen zu bringen und somit neue Lösungen für unsere Entwicklung zu ermöglichen – das funktioniert am besten im Team. Als Agile Master bin zudem ich für die Beseitigung von Hindernissen zuständig. So löse ich Konflikte und stellte geeignete Rahmenbedingungen sicher, damit meine Kollegen und Kolleginnen ungestört ihrer Arbeit nachgehen können. Andere Tätigkeiten bestehen daraus, den Kulturwandel hin zu einer agileren Arbeitswelt zu schaffen. Hierbei organisieren wir interne und externe Austauschformate (Abendveranstaltungen / Konferenzen) und bauen Netzwerke zu Themen wie Digitalisierung, Agilität oder auch zu neuen technologischen Entwicklungen auf.


Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Mein Masterstudium war für meinen jetzigen Beruf genau das Richtige. Durch die Interdisziplinarität bestehend aus Studierenden aus den Bereichen Wirtschaft, Maschinenbau und Design wurden bereits im Studium wertvolle Werte vermitteln. Dazu zähle ich die Fähigkeit sich auf andere Disziplinen einzulassen, ohne dasselbe Expertenwissen mitzubringen, gemeinsam im Team Lösungen für Probleme zu finden, laterale Führung auf Augenhöhe (also ohne Vorgesetztenfunktion) sowie das Verständnis für Projektmanagement. Dabei konnten wir bereits im Studium selbstverantwortlich und selbstorganisiert Projekt vorantreiben und eigene Gedanken formen. Die hohe Praxisnähe schätze ich an dem Studium an der Hochschule Pforzheim.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Im Studium wie auch bei der Karriereplanung gilt es meiner Meinung nach zunächst sich selbst kennenzulernen. Niemand weiß sofort, ob der gewählte Beruf oder die gewählte Firma zu einem passt. Deshalb finde ich es wichtig, sich selbst treu zu bleiben und Dinge auszuprobieren. Jeder sollte herausfinden, wo die eigenen Stärken liegen und wie diese optimal eingebracht werden können. Darüber hinaus war und ist für mich wichtig, dass man einen Arbeitsplatz findet, der einem Spaß macht und man Kollegen und Kolleginnen hat, auf welche man sich verlassen kann. Denn immerhin verbringen wir am Arbeitsplatz den Großteil unserer Zeit.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Ich möchte dich für deine großartigen Möglichkeiten loben! Durch die Vielzahl an Studiengängen und Richtungen ballen sich in Pforzheim ideenreiche, kreative Köpfe! Auch jetzt nutze ich mit Freude weiterhin deine Weiterbildungsmodule neben dem Beruf! Ein dickes Lob dafür!
 


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Vanessa Schreckenberg

Vanessa Schreckenberg,

Absolventin des Bachelor-Studiengangs WIrtschaftsingenierwesen/International Management, aktuell in der Prozessoptimierung bei Anheuser-Busch InBev am Münchner Standort Spaten-Franziskaner-Löwenbräu.

13. Februar 2019

Sie arbeiten heute in der Prozessoptimierung bei Anheuser-Busch InBev am Münchner Standort Spaten-Franziskaner-Löwenbräu. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

2009 habe ich mein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit Schwerpunkt International Management an der Hochschule Pforzheim begonnen und währenddessen auch ein Auslandsemester im französischen Reims absolviert. Im Anschluss daran bin ich an die TU München gegangen und habe ein Masterstudium in Technologie- und Managementorientierter BWL gemacht. 2016 und 2017 hatte ich dann die Möglichkeit im Rahmen eines Traineeprogramms im Bereich Supply Chain Management bei Anheuser-Busch InBev an verschiedenen Standorten in Deutschland Erfahrungen zu sammeln. Seit 2017 kümmere ich mich für das Unternehmen nun um die Prozessoptimierung am Standort Spaten-Franziskaner-Löwenbräu in München.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Meine typische Arbeitswoche ist relativ vollgepackt. Ich arbeite mit allen Abteilungen zusammen und wir legen gemeinsam unterschiedliche Fokuspunkte und Projekte fest. Dementsprechend habe ich, abgesehen von einigen wenigen festgelegten Meetings, wenig bis keine Routine, sondern gestalte meinen Arbeitsalltag danach, welche Projekte aktuell anstehen. Zu bestimmten Zeiten im Jahr bin ich auch viel in unseren anderen Brauereien in Europa unterwegs – zum Benchmarking und um zu schauen, welche Prozesse hier umgesetzt wurden.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Einige allgemeingültige Erfahrungen, wie Projektarbeit, Team-Work und Projektleitung, eigenverantwortliche Organisation oder strukturiertes Vorgehen. Aber auch die konkreten Studieninhalte sind nun für meine heutige Tätigkeit sehr nützlich: Produktionsmanagement, Supply Chain Management und Logistik – wie laufen Prozesse ab oder wie sollten sie organisiert sein? International Management – wie geht man an Teams mit unterschiedlichen Backgrounds heran? Und mit Sicherheit vieles andere, das man gar nicht so bewusst wahrnimmt, weil es irgendwann in den „selbstverständlichen“ Wissensschatz übergegangen ist.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Spaß am Job ist wichtiger, als dass es „im Lebenslauf gut aussieht“ oder es vermeintlich gehaltstechnisch vielversprechender ist. Entscheide dich für die Dinge, an denen du Interesse hast, sonst verlierst du schnell die Lust. Oftmals sind die Entscheidungen aus dem Bauch heraus die besten. Sammle Erfahrungen! Ob im Ausland, im Praxissemester, oder bei anderen Gelegenheiten – die Zeit während des Studiums gibt dir die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, die später nur schwer nachholbar sind – nutze sie!
Nicht aufgeben! Nur selten geht alles leicht von der Hand und so wie man es geplant hatte, schon gar nicht.  Kampf und Willensstärke gehören dazu, um seine Ziele zu erreichen.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte

Der offene, enge und positive Umgang zwischen Studierenden und dem Professoren-Team war herausragend! Noch heute bin ich mit Professoren von damals in Kontakt. Ihr ehrliches Interesse an der Lehre und daran, den Studierenden Wissen zu vermitteln habe ich immer mit Anerkennung wahrgenommen. Auch die praktische Orientierung der Lehrinhalte war sehr gut und hilfreich – Projekte und Seminare, in denen man das Gelernte direkt anwenden konnte, warten im Nachhinein Gold wert.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Kevin Kubelka

Kevin Kubelka,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau/Produktentiwcklung sowie des Master-Studiengangs Produktentwicklung, aktuell bei der SEG Automotive Germany GmbH.

14. Januar 2019

Sie arbeiten heute bei SEG Automotive Germany GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.


Nach dem Bachelorstudium Maschinenbau/Produktentwicklung studierte ich, ebenfalls an der Hochschule Pforzheim, direkt im Anschluss den Master Produktentwicklung. Während der Masterthesis bei der Robert Bosch GmbH suchte ich, wie wahrscheinlich viele andere auch, eine zu mir passende Stelle nach dem Studium. Da es mir wichtig war, in unterschiedlichsten Themengebieten zu arbeiten, wurde ich auf eine Stelle als Entwicklungsingenieur in der Vorausentwicklung beim damaligen Geschäftsbereich Starter und Generatoren, kurz SG der Bosch-Gruppe aufmerksam. Nach einer kurzen Bewerbungsphase bekam ich noch während der Masterthesis meinen Arbeitsvertrag, sodass ich direkt im Anschluss bei der heutigen SEG Automotive Germany GmbH (ehem. Robert Bosch Starter Motors Generators GmbH) ins Berufsleben starten konnte. Momentan bin ich als Projektleiter für ein Vorausentwicklungsprojekt verantwortlich und beschäftige mich neben „klassischen“ Produkten wie Starter und Generatoren für Pkw und Nutzfahrzeuge auch mit Komponenten und Systemen für die Elektromobilität.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Für mich gibt es in der Vorausentwicklung im Grunde genommen, bis auf wenige Regeltermine, bspw. zur Abstimmung, keine an sich typische Arbeitswoche. Da es das Ziel der Vorausentwicklung ist, neue Konzepte zu entwickeln bzw. Ideen hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit zu untersuchen und zu bewerten – bevor dann eine eventuelle Serienentwicklung startet – fallen die unterschiedlichsten Themen und Fragstellungen an. So sind neben technischen Fragestellungen auch – für einen Maschinenbauer vielleicht etwas fremd erscheinend – wirtschaftliche und marktrelevante Themen zu betrachten. Am Ende soll ein Produkt nicht nur technisch umsetzbar sein, sondern es soll den Kunden bzw. den Nutzer in den Mittelpunkt stellen sowie aus betriebswirtschaftlicher Sicht rentabel sein.
All dies erarbeiten wir in interdisziplinären Teams, die teilweise über Kontinente hinweg verteilt sind, sodass man nicht nur mit unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen konfrontiert wird, sondern diese auch hautnah bei diversen Reisen, bspw. nach China oder in die USA, „live“ erleben kann.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Viele werden denken, dass an oberster Stelle die fachliche Grundausbildung steht. Grundsätzlich stimmt dies auch. Mindestens genau so wichtig finde ich es, dass man sich die Fähigkeit aneignen muss, sich schnell in ein fremdes Themengebiet oder in eine zunächst unbekannte Problemstellung einzuarbeiten, sodass man anschließend in der Lage ist, das Problem lösungsorientiert zu bearbeiten sowie zwischen Relevantem und weniger Relevantem zu unterscheiden. Ein gutes Beispiel hierfür sind die vielen Projektarbeiten, die man über das Studium hinweg bearbeitet: Ein Thema muss in einem vielleicht zunächst unbekannten Team mit begrenzter Kapazität innerhalb eines gesetzten Zeitrahmens bearbeitet werden. Meiner Erfahrung nach spiegelt dies, wenn auch auf einem anderen Abstraktionsgrad, den reellen Arbeitsalltag wider.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Neben den vielen Standardratschlägen wie „sich anstrengen“ oder „die Übungen selber machen“, sind aus meiner Sicht die folgenden zwei Ratschläge vielleicht die wichtigsten:

Der erste wäre, auch wenn er sich sehr banal anhört: „Schau auch mal über den Tellerrand hinaus.“ 
Dies meine ich nicht nur aus technischer Sicht für die Ideenentwicklung, sondern insbesondere auch für andere Disziplinen und Kulturen. Dies hilft nicht nur, vielleicht fachfremde und fremdsprachige Kollegen besser zu verstehen, sondern bildet persönlich weiter.

Und der zweite Ratschlag, den ich für wichtig erachte und vielleicht besonders im Bereich Vorausentwicklung passt, wäre: „If you fail, fail fast and early!“
Es ist nichts Verwerfliches daran, wenn man an einem gewissen Punkt einmal „scheitert“. Beispielsweise, wenn man ein Problem nicht sofort lösen kann. Wichtig ist nur, dass man es möglichst schnell und in einem frühen Stadium tut und nicht all seine Kapazität auf eine Lösung versteift. Manchmal hilft es dann, einen Schritt zurück zu gehen und das Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Das größte Lob gilt von meiner Seite dem offenen Umgang den Studenten gegenüber. Sei es bei Professoren, Mitarbeitern oder auch dem Dekanat – nie wurde man abgewiesen, sondern es wurde immer konstruktiv und lösungsorientier an fachlichen und organisatorischen Fragestellungen gearbeitet. Prinzipiell hat man sich als Student somit nie allein gelassen gefühlt, sondern war Teil der Hochschulfamilie. Vielleicht der größte Pluspunkt an der Hochschule Pforzheim – neben der großen praktischen Ausrichtung, die, so meine Erfahrung, im Berufsleben sehr oft weiterhilft.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Dominik Nüske

Dominik Nüske,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Mechatronik, aktuell bei der Atlas Copco IAS GmbH.

01. Dezember 2018

Sie arbeiten heute bei der Atlas Copco IAS GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Nach meiner Ausbildung zum Mechatroniker und anschließender Tätigkeit als Servicetechniker begann ich mein Bachelor-Studium an der Pforzheimer Fakultät für Technik.
Nach dem darauffolgenden Master-Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule in Mannheim begann ich 2017 als Produktmanager für die Atlas Copco IAS GmbH in Bretten zu arbeiten.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Alleine kann ich die Produkte nicht entwickeln. Dementsprechend habe ich viel Kontakt zu anderen Abteilungen – ob Konstruktion, Service Sales, IT oder Marketing. Meine typische Woche beinhaltet daher einige Meetings, in denen ich das Projekt vorantreibe und gegebenenfalls auch Abteilungen gemeinsam an einen Tisch bringe. Ich begleite die Produkte quasi ‚von der Wiege bis zur Bahre‘ – das ist abwechslungsreich und spannend. Mein Bachelor-Studium hat mir hierfür die technischen Grundlagen vermittelt, mein Master-Studium mit Fokus auf Produktmanagement hat dem Ganzen dann noch ‚den betriebswirtschaftlichen Hut aufgesetzt‘. Am Standort Bretten sind wir 500 Mitarbeiter, weltweit arbeiten für den Konzern 45 000 Menschen – auch berufliche Auslandsaufenthalte sowie der regelmäßige Austausch mit Kollegen in anderen Ländern machen meinen Job sehr spannend.
 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Das Verständnis mechatronischer Systeme in ihrer Funktion und ihrem Aufbau hilft mir tagtäglich. Jenseits des Fachlichen erinnere ich mich auch an viele Projekte, die wir interdisziplinär, also mit anderen Studiengängen gemeinsam, bearbeitet haben. Auch heute im Job betrachte ich Aufgaben abteilungsübergreifend und ganzheitlich.
 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Bauen Sie sich ein Netzwerk in der Industrie auf. Nutzen Sie dafür die große Anzahl an Zusatzveranstaltungen und Messen, welche als Student meist vergünstigt angeboten werden. Werden Sie sich darüber im Klaren, was Sie später einmal tun möchten. Mit einem klaren Ziel vor Augen, bleiben Sie motiviert in Ihrem Studium und wissen, wie Sie Ihre Prioritäten setzen müssen.  

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte

Die außerordentlich gute Organisation des Studiums und die Studienfreundlichkeit: gut eingerichtete Labore, ausreichend Parkmöglichkeiten, dauerhafte Öffnungszeiten des Campus, Onlinedienste und persönliche Beratung.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Julian Oser

Julian Oser,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen/International Management, aktuell bei der BOSE Automotive GmbH.

07. November 2018

Sie arbeiten heute bei BOSE Automotive GmbH in Esslingen als Technical Sales Manager – New Business. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Bereits im zweiten Semester habe ich als Werkstudent im Customer Program bei Harman/Becker Automotive Systems GmbH gearbeitet. Nach einer dreimonatigen Unterbrechung, in der ich als Volunteer in Kapstadt, Südafrika war (heute ist das Projekt bekannt unter dem Namen initiAID e.V.), habe ich meine Tätigkeit bei Harman während des Studiums für fast ein Jahr weitergeführt. Im Anschluss daran habe ich ein Semester im Ausland verbracht: Erst sechs Monate für ein Praxissemester bei Mercedes-Benz in Indien im Bereich After-Sales und dann während eines Urlaubssemesters als Project Planning Engineer wiederum für Harman/Becker in Ungarn. Bis zum Ende meines Studiums und darüber hinaus bin ich bei diesem Unternehmen geblieben. Dort habe ich auch meine Thesis geschrieben und hatte schon währenddessen die Möglichkeit als Co-Technical Sales Manager einen direkten Berufseinstieg zu finden. Nach etwa zwei Jahren bot sich mir dann die Gelegenheit eine interessante Herausforderung anzunehmen und gleichzeitig einen ordentlichen Karriereschritt zu machen: Ich wechselte zur BOSE Automotive GmbH in Esslingen – einem tollen Unternehmen, bei dem ich mich sehr wohl fühle.

Neben meinem Berufseinstieg bin ich stolz darauf mit Freunden aus meinem Studiengang die gemeinnützige Organisation initiAID e.V. gegründet zu haben (www.initiAID.org), der ich heute noch als Vorsitzender treu geblieben bin. Übrigens haben wir dieses Jahr unser 5-jähriges Jubiläum gefeiert!


Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Das ist keine einfach zu beantwortende Frage. Meine Arbeit ist sehr umfangreich und vielfältig, was mir persönlich sehr viel Spaß bereitet. Im Allgemeinen liegt mein Fokus aktuell auf dem Neukundengeschäft mit OEMs in Europa. Original Equipment Manufacturer sind Hersteller fertiger Komponenten oder Produkte, die in eigenen Fabriken produzieren, aber ihre Produkte nicht selbst in den Handel bringen. Wir bieten als Modul- und Systemlieferant in der obersten Ebene der Zuliefererpyramide im Automobilsektor umfangreiche Lösungen im Bereich des Audio- und Noise Managements an, die den Markennamen BOSE tragen. Sie bieten dem Kunden ein einzigartiges Nutzererlebnis auf höchstem Qualitäts- und Performance-Niveau. Ich arbeite mit potentiellen Kunden zusammen und bin zugleich selbst Kunde mit meinem Unternehmen. Hierbei trage ich als Technical Sales Manager die cross-funktionale Verantwortlichkeit im Unternehmen, den Kunden bestmögliche Lösungen zu bieten. Wir beeinflussen aktiv unsere Produktplanung und -entwicklung. Neben der internen Verantwortlichkeit bin ich stets mit verschiedenen Verantwortungsbereichen des Kunden in Kontakt, um entsprechend geschäftliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Zusammenfassend betreue ich in einem Team die Concept and Selling-Phase einschließlich des Request for Quotation- Prozesses in dem wir spezifizierte Angebote anfragen, bis hin zur Vergabe eines neuen Projektes. Aufgrund unserer globalen Struktur sowie den verschiedenen Kundenstandorten ist mein Beruf mit zahlreichen Reiseaktivitäten verbunden. Von „typisch“ ist letztendlich nicht die Rede, jeden Tag gibt es neue interessante Herausforderungen, Strategien, Innovationen und tolle Geschäftskontakte aus verschiedensten Kulturen.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Interdisziplinäres Wissen aus den Bereichen Technik und Wirtschaft und darüber hinaus technisches Fachwissen. Interkulturelle Fähigkeiten, schnelle Anpassung an neue Themenbereiche, eigenständiges Aneignen von Wissen als Basis für die weitere Lösungsfindung (Methodenkompetenz), Ausbau meiner Sprachkenntnisse, Verständnis von themenübergreifenden Zusammenhängen in einem internationalen Umfeld, Präsentationstechniken, Projektarbeiten im Team.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Genießt die Studienzeit! Das Studium ist eine sehr wichtige und unerlässliche Basis für euren weiteren Werdegang. Nutzt die Zeit aber auch um euch neben dem Studium zu engagieren und/oder bereits in dieser Zeit Arbeitserfahrungen zu sammeln. Soziale Kompetenzen! Es ist ganz wichtig soziale Kompetenzen aufzubauen und die kann man sich nicht allein durch ein Studium aneignen. Erste Arbeitserfahrungen! Bereits gesammelte Arbeitserfahrungen während des Studiums helfen Euch bei Einstieg ins Berufsleben. Übernehmt Euch aber auch nicht. Nicht selten wünschen sich Unternehmen für ihre Stellenangebote bereits fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung aber in Wirklichkeit kommt ihr direkt aus dem Studium. Vitamin B! Baut Euch ein Netzwerk im und neben dem Studium auf. Kontakte sind während des Studiums und nach dem Studium sehr wichtig. Auslandserfahrungen!

Nutzt die vielfältigen Möglichkeiten Auslandserfahrungen zu sammeln, die euren Horizont und eure Sprachkenntnisse erweitern (Auslandssemester, Praktika, Reisen, etc.).

Eine Karriere lässt sich aber nur schwierig planen. Es ist wichtig sich Ziele zu setzen und dafür zu kämpfen. Manche Ziele sind nicht ohne großen Fleiß- und Zeitaufwand zu erreichen. Deswegen müsst ihr eine gewisse Leidenschaft mitbringen für das, was ihr tut. Vergesst dabei aber nicht euch selbst. Ein ausgewogenes Zeitmanagement ist wichtig für euren Erfolg und euer Wohlbefinden.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte

Ich habe mich an der Hochschule stets sehr wohl gefühlt und freue mich noch heute insbesondere durch initiAID e.V. mit der Hochschule in Kontakt zu stehen. Ich freue mich immer, wenn ich mal wieder die Möglichkeit habe der Hochschule einen Besuch abzustatten. Das ist sicherlich auch ein Verdienst des tollen Mitarbeiter-Teams. Die Fakultät hat mir die Möglichkeit gegeben mein Studium flexibel zu gestalten, wodurch ich zahlreiche wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Nicht zuletzt wurden interdisziplinäre Erfahrungen unterstützt, wie z. B. mein Freiwilligeneinsatz in Südafrika. Ich hatte die Chance neben Technik und Wirtschaft über den Tellerrand hinauszuschauen. Vielen Dank!


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Pierre Kubelka

Pierre Kubelka,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau/Produktentwicklung, aktuell im Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT) der Hochschule Pforzheim.

01. Oktober 2018

Sie arbeiten heute im Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT), Hochschule Pforzheim. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Direkt anschließend zum Bachelor-Studium Maschinenbau/Produktentwicklung wechselte ich für das Master-Studium an die HTWG Konstanz. Die Fachrichtung des Studiums umfasste das International Sales Management, wodurch ich zusätzlich eine völlig andere Sichtweise auf das Engineering bekommen habe. Die Masterthesis absolvierte ich bei der Robert Bosch GmbH im Zentralbereich der Forschung und Vorausentwicklung. Im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Tiefe des Masters und der Abschlussarbeit war es für mich absehbar nach dem Studium in der Forschung weiter zu arbeiten. Zeitlich sehr passend kam damals eine Arbeitsstelle am IWWT der Hochschule Pforzheim im Forschungsbereich der zellulären metallischen Strukturen auf. Durch diverse Projektarbeiten und die Tätigkeit als Studentische Hilfskraft in diesem Bereich in der Vergangenheit, bot sich so für mich die Möglichkeit an meinen ursprünglichen Studienort zurückzukehren. Heute bin ich dort als Akademischer Mitarbeiter in einem Projekt zur Erforschung von zellulären Strukturen aus Verbundwerkstoffen auf Aluminiumbasis angestellt. Nebenbei bin ich auch noch damit beschäftigt meine Promotion auf selbigem Gebiet vorzubereiten.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Die Arbeit in der Forschung ist ganz und gar nicht mit einer typischen Arbeitswoche im Einklang zu bringen. Dadurch, dass bei uns Ergebnisse nicht direkt angestrebt werden können, wird eine Planung sehr erschwert. Von Woche zu Woche bzw. von Tag zu Tag können völlig neue Ergebnisse und Erkenntnisse vorliegen. Im Allgemeinen kann die Arbeit mit allen möglichen Aspekten der Versuchsplanung und -durchführung, Forschungskoordination, Ergebniskommunikation nach extern, Betreuung von Studenten in Abschluss- und Projektarbeiten sowie jegliche theoretischen Arbeiten beschrieben werden. Durch diese Aufgabenvielfalt und Ergebnisoffenheit wird es nie langweilig und bleibt hochspannend. 

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Die während der Studienzeit als doch eher lästig empfundenen vielen Übungen und Projekte sind rückwirkend das, was das Studium an der Hochschule Pforzheim so wertvoll macht. Neben den wichtigen theoretischen Kenntnissen aus den Vorlesungen werden so Fähigkeiten und Fertigkeiten beigebracht und vertieft, die für das spätere Arbeitsleben unabdingbar sind.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

„Was immer du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.“ (Johann Wolfang von Goethe). Als Absolvent der Hochschule Pforzheim sind wir in unserer Ausbildung sehr breit aufgestellt. Dennoch sollte man relativ früh damit anfangen sich persönlich in eine Richtung zu entwickeln. Dies kann durch spezifische Projektarbeiten, Kontakte in der Industrie und Nebentätigkeiten während des Studiums erfolgen. Dadurch wird sichergestellt, dass der persönlich richtige Berufseinstieg gewählt und zusätzlich erleichtert wird.

 Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte: Ein wichtiger Aspekt, wofür man die Fakultät loben muss, ist der offene Umgang mit den Studenten. Egal ob Professoren, Mitarbeiter oder das Dekanat, es wird bei jedem fachlichen oder organisatorischen Problem weitergeholfen. Diese Nähe erzeugt ein sehr angenehmes Klima, in welchem es sich sehr gut arbeiten lässt.


Alimni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Ueli Reissner

Ueli Reißner,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen/General Management, aktuell bei der Porsche AG als Projektmanager Strategie & Reporting.

17. Juli 2018

Sie arbeiten heute bei der Porsche AG als Projektmanager Strategie & Reporting innerhalb der Kundenauftragssteuerung.
Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg

Mein Weg bei Porsche begann vor rund fünf Jahren mit einem Praktikum während meines fünften Semesters im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen/General Management. Danach ging es im ganz typischen „Porsche-Weg" mit einer Werkstudententätigkeit – schon in der Vorgängerabteilung meines jetzigen Bereichs – und einer Abschlussarbeit weiter. Nach einem kurzen Abstecher zu Axxedo Consult im Jahr 2015 bin ich jetzt seit über zweieinhalb Jahren in der Abteilung „Prozessentwicklung und Strategie Kunde-Kunde-Prozess" angestellt. Anfang 2018 habe ich mich dann innerhalb meines Bereichs zum Projektmanager weiterentwickeln dürfen.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus? 

Der typische Satz an dieser Stelle wäre: „Die eine typische Arbeitswoche gibt es bei mir nicht". Für mich trifft das tatsächlich bedingt zu, jedoch habe ich auch Routinen. Aktuell leite ich Marktprojekte im Umfeld Business Intelligence für unsere Handelsorganisationen, daher ist Reisen für mich an der Tagesordnung. Aktuell laufen Projekte mit unseren Tochtergesellschaften in Shanghai, Dubai und Toronto, was viele spannende Aufgaben und Herausforderungen mit sich bringt. Ungefähr eine Woche im Monat bin ich also nicht am Standort Zuffenhausen, wo ich mein Büro habe. Dort wiederum habe ich ein super Team, was mich immer gerne ins Büro kommen lässt. Auch durch die Zusammenarbeit mit Partnern innerhalb und außerhalb meines Geschäftsbereichs und externen Dienstleistern verbringe ich aber auch hier viel Zeit in Projekträumen. Trotz aller Agilität und Schnelllebigkeit der heutigen Zeit habe ich auch regelmäßige Meetings, um mich mit meinen Kollegen auszutauschen.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen? 

Vielleicht ist die größte Kompetenz, die ich im Studium gelernt habe, mich auf ungewohnte Herausforderungen gelassen einzulassen. Vor dem Studium war IT für mich fast ein Schimpfwort. Heute leite ich IT-Projekte, bei denen ich sowohl übergreifend als auch auf der feinsten fachlichen Detaillierungsebene denken können muss. Durch den Zwang, sich ständig mit neuen Themenfeldern zu befassen, sank aber meine Hemmschwelle gegenüber Neuem und Ungewohntem. Ich denke es ist unmöglich in fachlicher Tiefe einen Wirtschaftsingenieur sinnvoll auf seine spätere Tätigkeit vorzubereiten – dafür ist die Bandbreite der Einsatzgebiete viel zu groß. Immer wieder werden es einzelne kleine Felder sein, in denen man Grundkenntnisse im Studium erlernt. Die letzten 98 % in Sachen Fachkompetenz muss man dann alleine gehen! Konkret heißt das für mich: die 2 % meiner heutigen fachlichen Kenntnisse im Bereich Business Intelligence/Data Warehouse Administration kombiniert mit den Fähigkeiten des Projektmanagements, die ich im Studium erworben habe, machen zwar nicht den Unterschied – ohne diese 2 % hätte ich aber niemals die Fähigkeit gehabt, die restlichen 98 % zu erwerben.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung? 

Mein erster Ratschlag ist: Streichen Sie das Wort „Karriereplanung“. Jeder, der als Berufseinsteiger von der Hochschule in ein Großunternehmen einsteigt, wird schnell feststellen: Karriere ist oft das Resultat von harter Arbeit, Empathie und nicht selten auch einer großen Portion Glück – zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Viel wichtiger als ein Karriereplan im Hinterkopf ist die Fokussierung auf das Hier und Jetzt: Jetzt einen brillanten Job machen, jetzt Ziele erreichen, jetzt ein Netzwerk schaffen, jetzt unternehmerisch denken, jetzt hart arbeiten und viel investieren. Und ganz wichtig: jetzt auch bodenständig bleiben! Alles, was man dann „Karriere" nennt, ist irgendwann das Resultat und die Ernte dessen was man vielleicht über viele Jahre erst einmal säen musste. Und selbst wenn man all das tut, klappt es auch trotzdem manchmal nicht. Warum? Weil man vielleicht nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Und weil die Pyramide von unten nach oben immer schneller immer enger wird…

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte

Ich war immer ein unbequemer Student, der seine Meinung gesagt hat und meistens auch nach dieser gehandelt hat. Danke, dass Querdenken und Unbequem-Sein in Pforzheim gefördert und nicht blockiert wird.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Artur Knaus

Artur Knaus,

Absolvent des Diplom-Studiengangs Maschinenbau, aktuell bei der Robert Bosch GmbH.

03. April 2018

Sie arbeiten heute bei Robert Bosch GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg:

Bereits während des Studiums habe ich über ein Praxissemester die ersten Kontakte zum Unternehmen aufgebaut. Nach dem Studium bin ich dann 2003 in das Unternehmen eingestiegen. Die Robert Bosch GmbH bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, so dass mich dann auch mein Werdegang in verschiedene Bereiche und Funktionen geführt hat. Die erste Station war der Zentralbereich Fertigungskoordination mit dem Schwerpunkt internationale Fertigungsprojekte. Anschließend stand ein fünfjähriger Auslandsaufenthalt in China an, verbunden mit dem Aufbau verschiedener Fertigungen für den Automotive Bereich Diesel Systems. Nach dieser Zeit übernahm ich wieder eine Funktion im Bereich der Fertigung in Stuttgart, bevor ich schließlich in meine aktuelle Funktion, in das Büro des Vorsitzenden des Bereichsvorstands wechselte. Zum Jahreswechsel 2017/2018 wurde der Geschäftsbereich Diesel Systems mit Gasoline Systems zu Powertrain Solutions zusammengelegt. Mit 88.000 Mitarbeiter und rund 20 Mrd. Euro Umsatz ist dieser nun der größte Geschäftsbereich des Unternehmens und deckt alle Antriebsarten für PKW und LKW ab (Benzin, Diesel, Elektro, Hybrid, Brennstoffzelle, Gas); entsprechend vielfältig sind die Aufgaben und Funktionen. 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Als Assistent des Vorsitzenden des Bereichsvorstands ist mein aktueller Aufgabenbereich eher von strategischen Themen geprägt. Aber auch Reporting zum Tagesgeschäft gehört dazu, sowie die Vorbereitung von Sachthemen, Vorträge, Sitzungen und Entscheidungen. Es ist ein spannendes Umfeld mit spannenden Aufgaben. 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Eine wichtige Kompetenz aus dem Maschinenbau-Studium ist die Fähigkeit, sich in relativ kurzer Zeit in komplexe Sachverhalte einzuarbeiten und diese auch zu durchdringen. Diese Kompetenz ist auch über den Fachbereich hinaus wichtig und lässt sich auf andere Themenfelder übertragen.


Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Offen sein für andere Fachrichtungen und eine internationale Ausrichtung. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist gerade im Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung von entscheidender Bedeutung. Die internationale Zusammenarbeit im Zeitalter von globalen Märkten unverzichtbar. Meine Empfehlung ist also, bereits im Studium erste Auslandserfahrung zu sammeln und, was besonders bei technischen Studiengängen z.T. zu kurz kommt, die fremdsprachliche Weiterentwicklung nicht zu vernachlässigen. 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Die interdisziplinäre Ausrichtung und die Offenheit sich verändernden Anforderungen anzupassen.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Markus Mohr

Markus Mohr,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, aktuell bei der Varomo UG.

01. März 2018

Sie arbeiten heute bei der Varomo UG. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg:

Ich war schon von Kindesbeinen an für die unterschiedlichsten Themenbereiche zu begeistern. Ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens für flexible Allround-Talente war deshalb perfekt für mich. Ich konnte auch hier in mehrere Bereichen Einblicke bekommen und feststellen, dass ein ganzheitlicher Blick auf die Dinge unabdingbar ist, um heutzutage erfolgreich zu sein. Aber es war das siebte Semester, das letztendlich den Grundstein für meine heutige Karriere gelegt hat. Während eines interdisziplinären Projektes haben wir in einer Gruppenarbeit zwei Werbespots für ein lokales Kino konzipiert und produziert. Dabei ist meine Liebe zur Fotografie und zum Film neu entfacht worden. Im angeschlossenen Masterstudium in Lissabon konnte ich das Gelernte effektiv einsetzen und mit Werbefilmen und Aftermovies eine von Kommilitonen und mir gegründete Bootparty-Reihe bewerben. Sie ist mittlerweile die erfolgreichste in Portugal. Dabei habe ich das Medium Video und vor allem Social Media als extrem potenten Business-Kanal erkannt.

Als ich gegen Ende des Masters einen Kongress in Berlin besuchte, konfrontierte mich mein Boot-Party-Mitgründer mit einer neuen Idee. Er konnte mich überzeugen und so bin ich nach Berlin gezogen, um den üblichen Karriereweg bei Maschinenbauern oder Beratungshäusern links liegen zu lassen und mein eigenes Ding zu machen. Mit den von uns entwickelten Algorithmen produzieren wir reichweiten- und engagementstarke Online-Clips und zählten bereits ein Jahr nach der Gründung zu den reichweitenstärksten Medienhäusern im Social-Video-Bereich. Und das mit einer Crew von lediglich 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Letztes Jahr haben wir unsere Stoßrichtung geändert – weg von reinen redaktionellen Beiträgen hin zu Werbung. 

 Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Gibt es nicht. Als Unternehmer ist man nahezu täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Aber genau das macht es so aufregend und spannend. Ansonsten könnte die typische 80-Stunden-Woche auch nicht bewältigt werden

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Um ehrlich zu sein, wird die fachliche Kompetenz immer unwichtiger und spielt nur noch auf dem Papier eine entscheidende Rolle. Viel wichtiger ist es sich den äußeren Umständen anzupassen und selbst unter hohem Druck konzentriert arbeiten zu können, sowie richtige Entscheidungen zu treffen. Auch die neudeutschen „Soft Skills” sind tatsächlich äußerst relevant. So hat mich das Studium nicht nur gelehrt schnell neue Sachverhalte zu erfassen, sondern auch unter Druck zu funktionieren und nicht die Fassung zu verlieren.


Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Große Unternehmen brauchen immer qualifiziertes Personal und deshalb wird es hier so schnell keine Knappheit an guten Stellen geben. Wenn in einem selbst ein unternehmerisches Herz schlägt und es einem unter den Nägeln brennt, etwas Eigenes zu machen, dann sollte man das auch tun. Die Bürokratie und rechtlichen Hürden können furchteinflößend sein, aber wenn man sich ihnen mal angenommen hat, merkt man schnell, dass sie so schlimm gar nicht sind. Es sitzen an allen Stellen Menschen mit denen man zu tun hat und die kochen bekanntlich auch alle nur mit Wasser. Gibt es eine bessere Zeit um eigene Erfahrungen zu sammeln, als direkt nach dem Studium? Mein Tipp also: geht los und macht euer Ding. Habt keine Angst Fehler zu machen. Die Standardpositionen laufen nicht davon. 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Offenheit, Vielfältigkeit und Flexibilität, aber vor allem, dass man nicht nur eine Nummer ist. Ich habe meine Studienzeit trotz der Höhen und Tiefen sehr genossen. Neben den Problemen gab es auch sehr viele schöne und denkwürdige Momente, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Karl-Bang Gottlebe

Karl-Bang Gottlebe,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Mechatronik, aktuell bei der Varomo UG.

01. Februar 2018

Sie arbeiten heute bei der Varomo UG. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg:

Im letztem Jahr meines Studiums habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Wege ich für den Berufseinstieg gehen könnte. Gehe ich zu einem Konzern in die Entwicklung oder in die Forschung oder mache ich erst den Master? Zu diesem Zeitpunkt wurden die TV-Shows rund um das Thema Start-Up publik und faszinierten mich. Also habe ich mich dahingehend über das Thema Selbstständigkeit informiert und ein paar Kurse besucht. Unter anderem gab es die Entrepreneurs an der Hochschule. Bald konnte ich mir vorstellen, in einem Start-Up zu arbeiten. Während meiner Bewerbungsphase für meine Bachelor-Thesis erhielt ich über den Mailverteiler der Hochschule Kontakt zu zwei jungen Leuten, die einen Mitgründer, am besten einen Techniker, für ihre Idee suchten: einen fahrbaren Transporttisch als Haushaltshilfe für Menschen mit körperlicher Einschränkung zu entwickeln.

Ein Produkt von Null an entwickeln? Die Gestaltung und Entwicklung maßgeblich mitbestimmen? Ein Roboter für den Haushalt im Gesundheitswesen? Hörte sich für mich super an. Kurz darauf habe ich meine sichere Arbeitsstelle für meine Thesis abgesagt und meine Thesis über die Idee geschrieben.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Meine Hauptaufgabe ist die Produktentwicklung in Software und Elektronik. Da könnte man meinen, dass ich nur am PC sitze und entwickle. Meine Aufgaben erweisen sich aber als sehr vielfältig. Jede Woche stehen andere Aufgaben und Themen an. Da ist es oft schwierig, den Fokus zu behalten. Das einzige was regelmäßig ist, sind lange Diskussionen – und einmal die Woche meinen Schreibtisch aufräumen. 

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Besonders zugute ist mir gekommen, dass ich mich im Studium mit unterschiedlichen Themen und Programmen beschäftigt habe. So bin ich universell einsetzbar. Als Mechatroniker habe ich im Studium konstruiert, Platinen aufgebaut und verschiedene Programme geschrieben.


Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Werde Dir deiner Stärken und Schwächen bewusst. Informiere dich über aktuelle Forschungsthemen, um einen Blick für deine beruflichen Möglichkeiten zu erhalten. Entscheide dich möglichst früh im Studium, ob du dich möglichst breit aufstellst oder dich in bestimmte Themen vertiefst. Beides hat seine Vor- und Nachteile für den späteren Beruf.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Die Umsetzung eigener Ideen in Projektarbeiten war für mich immer etwas Besonderes. Gerade die freie Nutzung der Labore und Werkstätten kamen mir hierbei sehr zugute.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Ann-Katrin Heck

Ann-Katrin Heck,

Absolventin des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau/Produktionstechnik und -management , aktuell bei der Vector Informatik GmbH.

01. Januar 2018

Sie arbeiten heute bei Vector Informatik GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Nach dem Bachelor an der HS Pforzheim, absolvierte ich ein Master-Studium an der Universität Stuttgart. Durch erste Praxiserfahrungen während des Studiums entschloss ich mich in der Thematik der Produktionstechnik zu bleiben. Während meines Masterstudiums war ich am Fraunhofer IPA tätig, wo ich mich intensiv mit Optimierungsansätzen und dem aktuellen Themengebiet Industrie 4.0 beschäftigt habe. Bei Vector Informatik bin ich nun für die Prozesse in der Produktion und Logistik verantwortlich. 

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Eigentlich habe ich keine typische Arbeitswoche, da ich hauptsächlich in Projekten arbeite. Die Projekte sind sehr individuell und ich komme mit den verschiedensten Schnittstellen und Menschen in Kontakt. Es macht mir Spaß und ich bin sehr froh darüber, dass kein Tag ist wie der andere.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Zu Beginn muss ich sagen, dass vieles, was ich während dem Studium als „störend“ empfand, rückblickend das ist, was einen weitergebracht hat. Ich denke jeder Maschinenbauer kann nachvollziehen wie zeitintensiv, vor allem gegen Ende, wenn die Prüfungen näher rückten, die Semesterprojekte waren. Trotzdem habe ich aus jedem Projekte etwas gelernt. In meinem Studium habe ich nicht nur sehr viele fachliche und praxisbezogenen Kompetenzen erhalten, sondern auch erkannt, wie wichtig es ist, auch mal über den „Tellerrand“ hinaus zu schauen.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Während dem Studium habt ihr Zeit mal in verschiedene Bereiche zu schnuppern, auch wenn ihr euch mit eure Spezialisierung schon sehr sicher seid. Hier habt ihr die Chance Themen zu entdecken, von denen ihr vielleicht gar nicht wusstet, dass sie euch interessieren. Nutz die Industrienähe der Hochschule, um bereits während des Studiums erste Kontakt zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen, so ist der Berufseinstieg umso leichter.



Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Vor allem die Nähe zu den Professoren, wodurch ein eher familiäres Umfeld entstand, in dem man sich stets wohl fühlte. Aber auch die Gebäude, die Einrichtung, die Fächerauswahl und das Ganze was drum herum geboten war, lässt mich immer sehr glücklich auf meine Studienzeit zurück blicken.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Sasha Rudolph

Sascha Rudolph,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen/International Management, aktuell bei der sync innovation UG.

04. Dezember 2017

Sie arbeiten heute bei der sync innovation UG als Gründer und Geschäftsführer. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Während meines Studiums in Pforzheim habe ich die studentische Gründungsinitiative Entrepreneurs Pforzheim e.V. mit auf den Weg gebracht. Hier hatte ich die Möglichkeit, mich schon früh mit dem Thema Unternehmensgründung auseinanderzusetzen. Nach meinem Abschluss war ich im Rahmen eines Gapyears bei der Unternehmensberatung Horváth & Partners in Stuttgart beschäftigt. Hier konnte ich in verschiedenen Projekten erste Beratungserfahrung sammeln. Während dieser Zeit habe ich zusammen mit meinem Bruder die sync innovation gegründet. Aktuell entwickeln wir hier in verschiedenen Projekten Innovationsmanagement-Software. In Zukunft möchten wir Unternehmen dabei helfen, dynamische (Entwickler-) Teams noch effizienter und effektiver einzusetzen. Außerhalb des Unternehmens arbeiten wir auch an der "Entrepreneurs App" einer Co-Founder Plattform mit der wir (studentische) Gründerteams zusammenbringen. Hierzu vernetzen wir bereits über 20 Gründungsinitiativen und Hochschulen in Deutschland, Österreich und Schweden.


Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Eine typische Arbeitswoche gibt es fast nicht. Jeder Tag unterscheidet sich vom anderen. Meistens stehen Telefonkonferenzen und Projektbesprechungen auf der Agenda. Wenn dann noch Zeit bleibt, beschäftigen wir uns mit der Weiterentwicklung unserer Software.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Ich habe mich damals für ein interdisziplinäres Studienfach entschieden, weil mich viele Aspekte am Schnittpunkt zwischen Wirtschaft und Technik interessieren. Insbesondere gilt das für digitale Systeme, sowie innovative Fertigungsverfahren und Produkte. Während meines Studiums konnte ich mich im Rahmen von Vorlesungen und Projekten mit dieser Themenvielfalt auseinandersetzen. Dabei habe ich auch gelernt wie diese Aspekte eingesetzt werden können, um die Erfolgswahrscheinlichkeit für ein Unternehmen langfristig zu erhöhen. Diese Kompetenz hilft mir immer noch, wenn es um das Verständnis von Unternehmen und ihrer Umwelt geht.


Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Die Zeit während des Studiums sollte man nutzen um sich außerhalb von Vorlesungen und Seminaren weiterzubilden. An der Hochschule Pforzheim gibt es hierzu vor allem auch studentische Initiativen, die viele Möglichkeiten bieten. So kann man sich ein Netzwerk aufzubauen von dem man langfristig profitiert.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Als Absolvent des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Pforzheim fühle ich mich sehr gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Das ist vor allem auch der Verdienst vieler engagierter Professoren und Mitarbeiter der Fakultät für Technik. Hier freue ich mich immer noch über den regelmäßigen Austausch und komme dazu auch immer wieder gerne nach Pforzheim.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Michael Kram

Michael Kram,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik / Informationstechnik , aktuell bei der Robert Bosch GmbH.

26. Oktober 2017

Sie arbeiten heute bei der Robert Bosch GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Nach meinem Studium an der Hochschule Pforzheim habe ich das zweijährige Traineeprogramm im Bereich Forschung und Entwicklung bei der Firma Robert Bosch GmbH durchlaufen. Im Rahmen des Programms konnte ich einige Facetten der Firma Bosch kennenlernen, von der Software-Entwicklung von ESP-Systemen über Fertigung von Zündspulen bis zum Produktmanagement von Sensoren. Das Ganze an verschiedenen Standorten in Deutschland sowie im Rahmen einer sechsmonatigen Auslandsstation in China. Anschließend habe ich meine Tätigkeit im Produktmanagement fortgesetzt. Nach einer zweijährigen Assistenztätigkeit in einem unserer Vorstandsbüros bin ich für vier Jahre nach Budapest gewechselt. Dort war ich anfangs Abteilungsleiter, später Entwicklungsleiter für Aktive und Passive Sicherheitssysteme, Lenksysteme, Fahrerassistenzsysteme und ich konnte Entwicklungsaktivitäten für das Automatisierte Fahren in Ungarn aufbauen. Zum Zeitpunkt meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich dort ca. 650 Mitarbeiter geführt. Heute bin ich Entwicklungsleiter für die System- und Vorentwicklung des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. Dabei beschäftige ich mich mit Themen wie Funktionen und Architekturfragen für vernetzte Systeme, Security und Safety, Prozesse, Tools und Methoden, Big Data und vieles mehr.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Das kann ganz unterschiedlich sein. Ich befasse mich viel mit strategischen Fragen, versuche so viel Zeit wie möglich mit meinem Team zu verbringen und bin hin und wieder an unseren verschiedenen Bosch-Standorten in der Welt unterwegs. Nicht nur in Budapest, sondern auch in Indien, China, Japan oder in den USA. So wird es nie langweilig – das ist mir wichtig!

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen? 

Im Elektrotechnik-Studium an der Hochschule Pforzheim habe ich meinen technischen Grundstock erworben, von dem ich noch heute zehre. Der Praxisbezug, die kleinen Lerngruppen sowie der enge Kontakt zu den Professoren haben mit Sicherheit dazu beigetragen, dass sich der Stoff gut verankert hat. Zudem hatte ich die Chance, mein Gelerntes direkt im Rahmen des studienbegleitenden Förderprogramms bei Harman/Becker (damals auch Trainee-Programm genannt) anzuwenden. Das Ganze erachte ich als ein sehr kluges, integriertes Konzept. Das Master-Studium „Information Systems“ hat – neben der technischen Tiefe – meinen Hunger auf die „Breite“ geweckt. Ich denke, das war entscheidend für meine spätere berufliche Entwicklung. Des Weiteren bin ich dankbar für die Offenheit der Professoren, mich bei meinen beiden Auslandssemestern am IIT Bombay und der University of Cambridge unterstützt zu haben. Diese Erfahrungen haben mir den Schritt wesentlich erleichtert, für Bosch noch einmal ins Ausland zu gehen und dabei erfolgreich zu sein.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Ich habe immer das gemacht, was mir Spaß macht (naja, fast immer J) , beginnend bei der Studienwahl und auch heute bei Bosch. Man darf sich nicht scheuen, sich Rat einzuholen, das beginnt schon mit den Professoren während des Studiums. Ob man jeden Ratschlag annimmt, obliegt jedem selbst.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte: 

Das Wesentliche habe ich oben genannt. Wie ich höre und hier lese, hat sich das behalten. Bitte macht weiter so!


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Benjamin Paul

Benjamin Paul,

Absolvent des Master-Studiengangs Produktentwicklung, aktuell in der Zentrale der Schuler AG in Göppingen als Designmanager.

01. Oktober 2017

Sie arbeiten heute in der Zentrale der Schuler AG in Göppingen als Designmanager. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Am Ende meines Bachelorstudiums war ich überzeugt von den Vorteilen, das Studium des Industrial Designers mit einem Masterstudiengang in Produktenwicklung abzurunden. Während meines Masterstudiums  habe ich zwischen dem zweiten und dritten Semester bei der Trumpf GmbH im Designmanagement ein Praktikum absolviert. Bei meiner anschließenden Abschlussarbeit ging es u. a. um einen modularen und skalierbaren Produktbaukasten für 2D-Laserschneidanlagen. Für mich als Designer ein sehr spannendes Thema, da ich in der Abteilung „Vorentwicklung, Blechdesign“ Technisches und Design perfekt verbinden konnte. Nachdem ich dann anderthalb Jahre bei Busse Design und Engineering als Designer und Produktentwickler gearbeitet hatte, habe ich die neu geschaffene Stelle des Designmanagers bei der Schuler AG in Göppingen übernommen.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Die Arbeitswoche setzt sich zu ungefähr 50 % aus Tagesgeschäft und 50 % projektspezifischer Arbeit zusammen. Die Erarbeitung und Aktualisierung der Leitfäden für alle designrelevanten Themen ist hierbei eine Kernaufgabe. Auf diese Dokumente greifen alle internen und externen Kollegen und Dienstleister zurück: Angefangen von der Gestaltung der Geschäftsausstattung bis hin zum Design der Werkzeugmaschinen. Da Schuler sehr viele kundenspezifische Pressensysteme anbietet, gibt es einen großen Abstimmungsaufwand, wenn es um das Anlagendesign geht. Hierzu treffe ich mich direkt mit Kollegen am Arbeitsplatz oder mit Kollegen von anderen Standorten,  z. B. in Brasilien,  der Schweiz oder Mexiko via Videokonferenz. 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Die Vielzahl der Projektarbeiten und die damit verbundene Zusammenarbeit mit Kommilitonen mit anderem Background waren für mich von zentraler Bedeutung. Gerade wenn es um Produktgestaltung geht, sind oft Emotionen im Spiel und Problemstellungen sind nicht einfach zu argumentieren und kommunizieren. Darum ist ein methodisches, strukturiertes und konsequentes Arbeiten im Team unter Einbeziehung aller Steakholder, die bei der Produktenwicklung eine Rolle spielen, unerlässlich.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Ein unvoreingenommener Blick auf alles, was der Arbeitsmarkt bietet, um evtl. Nachfragen am Markt mit eigenen Interessen zu verknüpfen, ist wichtig. Dennoch sollte man sich für einen Job auf Dauer nicht verbiegen müssen. Ich denke, es ist wichtig, immer neue Herausforderungen zu begrüßen, Weiterbildung jeglicher Art wahrzunehmen und auch zu fordern. Der Arbeitsmarkt, gerade in Deutschland, ist gut aber einen guten und passenden Job zu finden, kann dennoch seine Zeit dauern. Dran bleiben und in die Offensive gehen!

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Die Atmosphäre, der Campus, die Lehrmethoden, die Professoren, praxisnahe Projekte und vieles mehr ergaben eine herausfordernde und hervorragende Zeit an der HS Pforzheim. Danke Fakultät für Technik.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Martin Gerlich und Matthias Buck

Martin Gerlich und Matthias Buck,

Absolventen des Diplom-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, aktuell Geschäftsführer Ihres eigenen Unternehmens BEC.

01. September 2017

Sie arbeiten heute als Geschäftsführer Ihres eigenen Unternehmens BEC. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Wir haben uns schon während des Studiums in Pforzheim kennengelernt, im Hauptstudium viele Projekte zusammen gemacht und mit der StuWoBar zumindest für ein paar Semester den Traum einer eigenen Kneipe verwirklicht. Damals war es aber noch nicht absehbar, dass wir später im Berufsleben zusammen arbeiten werden.
Umso schöner, dass es geklappt hat!

Matthias Buck: Ich habe die Buck Engineering & Consulting GmbH (BEC) bereits während des Studiums gegründet. Für mich stand schon immer fest, nach dem Studium selbstständiger Unternehmer zu werden, wenn auch zu Beginn die Hauptmotivation war, Geld für das Studium zu verdienen. Nachdem ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit vor allem als Dienstleister für KUKA Roboter aktiv war, hat sich das Tätigkeitsfeld sukzessive um die Bereiche Montage und Produktion erweitert und die Firma ist kontinuierlich gewachsen. Den größten Wachstumsschub für BEC gab es 2012, als wir die Ausschreibung für ein Großprojekt in Österreich gewinnen konnten. Mit dem Großauftrag im Rücken konnten wir dann die Firma auf andere Beine stellen und schneller wachsen. Im nächsten Jahr ist dann auch Martin zu BEC dazu gestoßen und wir arbeiten seitdem zusammen.

Martin Gerlich: Ich hatte nach dem Studium zunächst als Trainee bei E.ON im Bereich Einkauf begonnen. Meiner Karriere beim Energieversorger machte dann ein Job-Angebot meines Onkels einen Strich durch die Rechnung und ich habe in seiner Firma als Firmenkundenberater für Industriegüter-Finanzierung gearbeitet. Nach sechs Jahren kam dann die sehr reizvolle Anfrage als Geschäftsführer eines Start-Ups für Medizinprodukte einzusteigen. Somit war auch mein Schritt in die Selbstständigkeit vollzogen und ich habe drei Jahre lang das Unternehmen aufgebaut, Venture-Capital eingeworben und die Produktzulassung vorangetrieben. Auf der Hochzeit eines Kommilitonen haben Matthias und ich dann beschlossen zukünftig gemeinsam weiter zu arbeiten und BEC weiter voran zu treiben.  

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Eine typische Arbeitswoche haben wir eigentlich nicht und das ist wohl auch das reizvolle an unserem Job. Wir sind ein sehr breit aufgestelltes Unternehmen und sind sehr stark im Projektgeschäft tätig. Daher sind die Aufgaben in unseren Arbeitswochen auch immer davon geprägt, was wir gerade für Projekte in Bearbeitung haben und welche Messen anstehen. Wir machen knapp 80% unseres Umsatzes mit internationalen Kunden und sind viel in verschiedenen Branchen auf der ganzen Welt unterwegs. Da kann es schon mal sein, dass man morgens eine Telko mit Australien wegen eines Medizinprodukts hat, nachmittags einen Forschungsantrag schreibt und abends in der Halle mit anpackt um einen Flugsimulator rechtzeitig zur Messe zu schicken.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Wenn wir an das Studium zurück denken, dann steht sicherlich unser tolles Semester an erster Stelle. Das sehr gute Verhältnis zu unseren Professoren und deren fairer Umgang mit den Studenten haben uns damals zu einer großen Gemeinschaft geformt. Auch wenn heute die Forderung nach „Teamfähigkeit“ oft zu pauschal verwendet wird, so hat uns die projektbezogene Arbeit sowie die Begeisterung der Professoren für ihre Fachgebiete viel für den Einstieg ins Berufsleben gebracht. Zurückblickend liegt für uns die große Stärke des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen nach wie vor in dem vielseitigen Studium und der Wissensbreite, die vermittelt wird. Wir freuen uns heute sehr darüber, dass wir auch von der anderen Seite her als Unternehmen immer noch in engem Kontakt mit der Fakultät für Technik stehen und regelmäßig mit Studenten interdisziplinäre Projekte machen können.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung? 

Unser Werdegang weicht deutlich von der Karriereplanung unserer Kommilitonen ab, die doch zum Großteil bei den Konzernen und großen Mittelständlern gelandet sind. Für uns ist die Entscheidung der Selbstständigkeit absolut das Richtige gewesen und auch mit dem Handwerkszeug des Studiums sind wir hierfür gut vorbereitet gewesen. Den Studierenden können wir daher nur Mut zusprechen, sich auch mit eigenen Ideen ins Arbeitsleben zu wagen.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Für die wunderbare Zeit in Pforzheim, die hervorragenden Rahmenbedingungen an der Hochschule, den super Kontakt zu den Professoren, der auch nach Beendigung des Studiums erhalten geblieben ist und natürlich für die Auswahl der Kommilitonen unseres Semesters. Wir haben heute immer noch sehr viel Kontakt zu unseren Kommilitonen, treffen uns regelmäßig mit den Familien oder auch zu unserem alljährlichen Herren-Hütten-Wochenende und unterstützen uns auch im Arbeitsleben wann immer es geht.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Sandra Haas

Sandra Haas,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Medizintechnik, aktuell bei der Robert Bosch Packaging Technology GmbH.

01. August 2017

Sie arbeiten heute bei der Robert Bosch Packaging Technology GmbH. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Meine Bachelor-Arbeit habe ich am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig in der Arbeitsgruppe Liganden-Entwicklung geschrieben. Für mich war das eine super Möglichkeit in einer modernen, renommierten und sehr bekannten Gesellschaft meine Abschlussarbeit schreiben zu können. Während meines Studiums hatte ich bereits Vorlesungen in Biochemie und Molekularbiologischen Technologien. Dieses Wissen hat mir bei der Erstellung meiner Arbeit im Gebiet der Malariaforschung und der Arbeit im Labor weitergeholfen. Ich bekam viel Unterstützung von meinem Chef und nach der Fertigstellung auch eine Festanstellung als Technische Mitarbeiterin. Nach einem dreiviertel Jahr im Beruf stand für mich fest, mich noch weiterbilden zu wollen und meinen Master zu machen. Ich bewarb mich erfolgreich für das Förderprogramm „PreMaster“ der Robert Bosch GmbH; hier geht dem eigentlichen Master-Studium eine einjährige Unternehmensphase voraus. Diese absolviere ich seit Februar dieses Jahres im After-Sales-Bereich als Auftragsmanagerin für Verpackungsmaschinen flüssiger Pharmazeutika.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Durch mein Studentenprogramm ist jede Woche anders. Ich lerne ständig etwas Neues und bekomme sowohl einiges von der Struktur und den Prozessen des Betriebes als auch vom Tagesgeschäft mit. Da ich momentan eine Art „Praktikantenstatus“ habe, freut es mich natürlich umso mehr, dass ich verschiedene Aufgaben selbständig übernehmen darf. Unsere Abteilung beschäftigt sich mit den Angeboten und der Auftragsabwicklung von Modernisierungen der bereits beim Kunden bestehenden Maschinen. Für mich ist das Management neben der Forschung ein zweiter Bereich, der mich sehr interessiert und in dem ich mir eine längerfristige Tätigkeit vorstellen könnte. Ein PreMaster-Programm bringt noch andere Vorteile: So habe ich zum Beispiel die Möglichkeit, innerhalb des Jahres weitere Abteilungen kennen zu lernen. Auch ein Auslandsaufenthalt in den USA wäre eine Option, die ich falls organisatorisch alles klappt, sehr gerne annehmen würde. Zusätzlich ist man in der Wahl seines Master-Studiums nicht an ein Fach oder einen Ort gebunden – was einem sehr viel Spielraum und Entscheidungsfreiheit bietet.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Ich glaube meine größte durch das Studium erlernte Kompetenz ist das Strukturieren und Organisieren im Allgemeinen. Neben dem erworbenen Fachwissen, hat die Hochschule mich außerdem fit gemacht, komplexe Themen zu verstehen und Lösungswege für Probleme zu finden.
Besonders positiv in Erinnerung ist mir das freundschaftliche Verhältnis zu den Kommilitonen. Das gute Betreuungsverhältnis durch Professoren und Mitarbeiter, in dem wir uns alle konkurrenzlos „sehr gut aufgehoben“ fühlen konnten, hat dazu sicher seinen Beitrag geleistet – ebenso wie Exkursionen zu verschiedenen Firmen in ganz Deutschland.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Nicht zu verzweifeln, wenn es nicht sofort bei der ersten Bewerbung mit einem Praktikumsplatz oder einem Jobangebot klappt. Und dann natürlich etwas zu machen, was einen interessiert und Spaß macht! Ich finde es hilfreich, verschiedene Bereiche durch möglichst viele Praktika, Abschlussarbeiten und Studentenprogramme kennen zu lernen, um so genau die richtige Arbeit für einen selbst zu finden. Mein Praktikum hatte ich damals bei einer kleinen Firma, die medizinische Instrumente wie Otoskope herstellt, im Qualitätsmanagement gemacht. Für die Abschlussarbeit war ich dann ja in der Antigen-/Antikörperforschung gegen Malaria und während meiner Festanstellung in der Lebensmittelallergieforschung tätig und nun im technischen Management bzw. Vertrieb. Momentan könnte ich mir vorstellen, in diesem Bereich auch weiterhin zu arbeiten… aber mal sehen, was die Zukunft noch für mich bereithält.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Als Erstes für deine tolle Lage mit dem Blick über Pforzheim und den vielen schönen Plätzen in den Mittagspausen im Sommer. Als Zweites für die schöne Bibliothek, in der ich es immer super angenehm fand, für Klausuren zu lernen. Zu guter Letzt für deine netten und hilfsbereiten Professoren. In meinem Fall ist hier vor allem Prof. Dr. Tobias Preckel zu nennen, der die Betreuung meiner Abschlussarbeit übernommen und mich mit viel Engagement unterstützt hat. Durch seine Initiative und sein Gutachten habe ich dieses Jahr an dem ausgeschriebenen Förderpreis der Richard Wolf GmbH für eine Abschlussarbeit im Sinne einer gesünderen Welt und einem menschlichen Miteinander im spirit of excellence teilgenommen. Ich hatte meiner Meinung nach sehr geringe Siegeschancen auf Grund meines sehr weit von der „klassischen Medizintechnik“ entfernten Themas, doch ich konnte die Jury von meiner Arbeit überzeugen. Ich freue mich sehr, dass ich nun die erste Förderpreisträgerin der Firma Richard Wolf im Studiengang Medizintechnik bin.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Bastian Höllbacher

Bastian Höllbacher,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau, aktuell Berufsschullehrer an der Robert-Bosch-Schule in Stuttgart-Zuffenhausen.

12. Juli 2017

Sie arbeiten heute als Berufsschullehrer an der Robert-Bosch-Schule in Stuttgart-Zuffenhausen. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Als ich im Jahr 2010 mein Maschinenbaustudium an der Hochschule Pforzheim abgeschlossen habe, wurde an der Hochschule gerade der neue Bachelor-Studiengang Mechatronik aufgebaut. Da mich sowohl das Thema Lehre als auch die Interdisziplinarität des neuen Studiengangs sehr interessierten, ergriff ich die Möglichkeit als Laboringenieur am Aufbau dieses Studiengangs mitzuwirken. In dieser Tätigkeit konnte ich umgehend mein maschinebauliches Fachwissen in diversen Laborveranstaltungen und Vorlesungen an die Mechatronik-Studierenden weitergeben. Aber auch mein eigenes Wissen in Richtung Elektrotechnik und Informatik ausbauen. Da ich mich beruflich noch intensiver mit Kraftfahrzeugen beschäftigen, der Lehre aber treu bleiben wollte, wechselte ich an die Robert-Bosch-Schule, an der ich nun Fahrzeugtechnik und Fertigungstechnik unterrichte.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Das hängt ganz davon ab, in welcher Phase des Schuljahres man sich befindet. In den Sommerferien und zu Beginn eines Schuljahres plane ich meine Unterrichte anhand der Lehrpläne und der verfügbaren Unterrichtszeit in der jeweiligen Klasse. Oft kommen neue Themen oder Klassen hinzu, sodass es immer abwechslungsreich bleibt und man sich in neue Bereiche einarbeiten kann. Es folgt eine Zeit, in der man die Lerninhalte vermittelt und die Kompetenzen der Schüler fördert, bevor es dann an die Überprüfung der Lernerfolge - die Klassenarbeiten - geht. Zum Ende eines jeden Halbjahres erfolgt dann die Zeugniserstellung mit allerlei Konferenzen.

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Die Kompetenzvermittlung ist der wichtigste Bereich eines Studiums. Fachwissen altert schnell und ist heute praktisch überall und einfach verfügbar. Die Kompetenzen sich selbst Wissen anzueignen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und Ergebnisse verständlich und präzise zu formulieren, muss man jedoch erst entwickeln. Diese Kompetenzen hat mir das Studium an der Hochschule Pforzheim bestens vermittelt. Durch seine interdisziplinäre Ausrichtung und die früh und umfangreich verlangte Selbstständigkeit bei Projektarbeiten.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Ein Ingenieurstudium bietet eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten. Diese Flexibilität ist für die eigene Karriereplanung sehr hilfreich. Man kann in Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Management oder wie ich in der Lehre tätig sein. Alles mit dem gleichen Abschluss. Und auch ein Wechsel von einem Weg zu einem anderen ist möglich. Man muss nur die Möglichkeiten ergreifen, die sich einem bieten und keine Angst vor Veränderung haben.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Das ausgesprochen gute Betriebsklima. Sowohl als Student als auch als Mitarbeiter bin ich immer gerne an die Hochschule gegangen. Das Lernumfeld ist ausgezeichnet, die Beziehung zu Professoren und Mitarbeitern war immer einwandfrei. Dieses positive Klima ist meiner Meinung nach äußerst wichtig für ein erfolgreiches Studium und eine positive Einstellung zu seinem Studienfach. Danke dafür!


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Jürgen Distl

Jürgen Distl,

Absolvent des Diplom-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, aktuell bei Daimler Trucks als Leiter des Produkt-Controllings für Aggregate.

01. Juni 2017

Sie arbeiten heute bei Daimler Trucks als Leiter des Produkt-Controllings für Aggregate. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Bereits in der Schule haben mich sowohl technische wie auch betriebswirtschaftliche Themen interessiert, deswegen war für mich schnell klar, dass ich Wirtschaftsingenieurwesen studieren will. Damals noch als Diplom-Studiengang angelegt war es die perfekte Mischung aus Theorie und den vielen Projektarbeiten. Stark geprägt in der Studienzeit haben mich aber auch mein Praxissemester in Spanien und noch mehr mein 6-monatiger Aufenthalt in Vietnam zur Diplomarbeit. Und damals gab es noch kein WhatsApp und nur langsame Internet-Verbindungen, es hatte also durchaus einen Abenteuer-Charakter. Vor die Wahl gestellt ob ich bei Audi oder Daimler anfangen will habe ich mich für die Truck-Sparte von Daimler entschieden. In den vergangenen knapp 13 Jahren habe ich an vier verschiedenen Standorten sowie sieben verschiedenen Aufgaben-Gebieten gearbeitet. Sehr geprägt haben mich, vor allem aber auch meine Familie unser dreijähriger Aufenthalt an der Westküste der USA. Trotz der vermeintlich überschaubaren Eigenverantwortung in einem Großkonzern-Job obliegt es auch dem Einzelnen, sich entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten zu generieren. Dasselbe gilt für Personalverantwortung und die Möglichkeit, unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Heute arbeite ich mit meinem etwa 70 köpfigen Team ausschließlich an internationalen Projekten und lerne jeden Tag dazu. Das gilt für fachliche Themen, aber in gleichem Maß auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Kollegen unterschiedlichster Kulturen.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

In aller Regel bin ich nicht mehr als 2-3 Tage die Woche im Büro in Stuttgart. Diese Tage sind dann gefüllt mit Projektdurchsprachen und persönlichen Gesprächen mit den dortigen Mitarbeitern und Kollegen aus Entwicklung, Einkauf oder auch Produktionsplanung. An den anderen Tagen bin ich an den verschiedenen Produktions-Standorten in Deutschland, aber auch den USA, Brasilien und China um Produktprojekte aus Controlling-Sicht zu begleiten und natürlich auch die verschiedensten Themen mit meinen dortigen Mitarbeitern zu besprechen. Denn im Hinblick auf Kommunikation gilt für mich „face beats phone and phone beats e-mail“. Weiterhin bin ich als Mitglied der entsprechenden Gremien mitverantwortlich für die Entscheidung zukünftiger Produkte und Produktionsstrategien – gerade im Hinblick auf den bereits stattfindenden starken Wandel in der Automobilindustrie für mich die Chance, die Zukunft des größten Nutzfahrzeugherstellers der Welt mitzugestalten. Ganz wichtig für mich persönlich ist die ständige Priorisierung der Themen um noch genügend Zeit für die Familie unter der Woche haben zu können.


Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Erstmal das Wesentlichste: Nochmal vor die Wahl gestellt würde meine Studienplatzwahl wieder auf den WI-Studiengang in Pforzheim fallen! Klasse war aus meiner Sicht die Ausgewogenheit der Inhalte zwischen Technik und Wirtschaft sowie auch die umfangreichen Wahlmöglichkeiten im Hauptstudium. Eine sehr gute Vorbereitung für das Arbeiten in der Industrie waren vor allem aber auch die vielen interdisziplinären und sehr differenzierten Projektarbeiten, die wir zusammen mit den unterschiedlichsten Unternehmen bearbeitet haben – Eigenverantwortung, kreative Lösungsansätze und Teamwork konnten dabei sehr real erlernt werden. Darüber hinaus haben mich die Auslandserfahrungen vor allem auch persönlich stark geprägt und fit gemacht für einen Job im stark international geprägten Arbeitsumfeld.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung? 

Das WI-Studium in Pforzheim bietet neben dem Erlernen des technischen und betriebswirtschaftlichen Rüstzeugs viele Möglichkeiten, sich bestmöglich für den Arbeitsmarkt vorzubereiten: sehr gute Industriekontakte für Projektarbeiten, tolle Partnerhochschulen für ein Auslandsstudium  – nutzt so viel möglich und findet heraus was euch Spaß macht! Noten sind nicht unwichtig, aber ganz sicher nicht wichtiger als eine gereifte und selbstsichere Persönlichkeit, die ein Bewerber mitbringen muss. Findet heraus was ihr wollt – und genauso wichtig – was ihr nicht wollt.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Der persönliche Kontakt zu den Profs und das in Summe sehr familiäre Studieren an der Hochschule waren klasse. Es war mehr als einfach nur Studieren und eine tolle Vorbereitung auf das Berufsleben. Danke.


ALumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Kai Clemens Liebich

Kai Clemens Liebich,

Absolvent der Embedded Systems, aktuell  bei der Robert Bosch GmbH als Entwicklungsingenieur.

02. Mai 2017

Sie arbeiten heute bei der Robert Bosch GmbH als Entwicklungsingenieur. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Mit meinem Master of Science in Embedded Systems an der Hochschule konnte ich meine Kompetenzen aus dem vorangegangenen Elektrotechnik-Studium in die Breite erweitern und gleichzeitig vertiefen. Dabei war auch mein Jahr im Electronics-Team der Rennschmiede Pforzheim, einer studentischen Initiative der Hochschule, die Rennwagen konzipiert, konstruiert und baut, eine sehr große Bereicherung. Im Rahmen einer Bosch-Werksführung für unser Team in Feuerbach hatte ich das Glück direkten Kontakt mit der dortigen Personalabteilung zu erhalten. Mit ihrer Hilfe und der Unterstützung der Hochschule bekam ich die Möglichkeit, meine Thesis bei Bosch in Bangalore, Indien, zu verfassen. Neben den unzähligen kulturellen Eindrücken Indiens durfte ich dabei den Konzern, seine Prozesse und Arbeitsfelder näher kennenlernen. Zurück in Deutschland stand für mich fest, dass ich bei Bosch auch meine ersten Schritte als Ingenieur wagen und meine im Studium über die Jahre erworbenen Kenntnisse einbringen möchte.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Hier in der Entwicklung verläuft  kaum eine Woche identisch mit einer anderen. Im Bühlertal arbeite ich primär an der Entwicklung von Elektronik für Wischer und teilweise auch Fensterheber. Zu meinen Hauptaufgaben zählen die Durchführung von Versuchen zur Verifikation von Funktionen sowie die technische Unterstützung bei Meetings mit Kunden oder Zulieferern. Flexibilität ist wichtig, wenn es bei Problemen kurzfristig zu mehrtägigen Einsätzen beim Kunden kommen kann. Durch die Globalisierung ist es Alltag, dass die Entwicklung über mehrere Standorte im In- und Ausland hinweg verteilt ist und Meetings damit meist per Skype auf Englisch mit Teams, Kunden oder Zulieferern aus der ganzen Welt abgehalten werden.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Die beiden prägendsten Phasen waren meine Arbeit bei der Rennschmiede sowie meine Thesis in Indien. Neben den technischen Finessen hat mich bei der Rennschmiede besonders das Arbeiten im interdisziplinären Team begeistert. Wenn man den fertigen Rennwagen am Ende  in Hockenheim auf der Rennstrecke fahren sieht, ist man einfach unsagbar stolz.

Indien war für mich persönlich eine mindestens ebenso faszinierende und bereichernde Erfahrung. In meiner Thesis hatte ich die Aufgabe, eine neue elektrische Rikscha von Grund auf neu zu entwickeln. Dabei hatte ich die Freiheit, jeden Bereich der Rikscha (Elektrik, Mechanik und Software) und jede gewünschte Eigenschaft selbstständig und nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln und umzusetzen. Ich durfte nicht nur interne, sondern auch externe Mitarbeiter koordinieren, die mich bei einzelnen Aufgaben unterstützt haben. Dadurch konnte ich nicht nur fachlich, sondern ganz besonders auch kulturell viel dazu lernen. Die viele Reisen über die Wochenenden waren dabei das Sahnehäubchen eines aufregenden halben Jahres im fernen Indien.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Macht das, was euch Spaß macht, aber scheut nicht davor zurück, auch einmal neue Dinge und Situationen auszuprobieren. Ihr seid jung und ungebunden. Nutzt das!

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Für die tatkräftige Unterstützung unseres Teams im Rahmen der Rennschmiede. Ohne das Engagement der Fakultät wären unsere Erfolge nicht möglich gewesen! Danke auch für die Chance, meine Thesis im Ausland schreiben zu können und für die tolle Unterstützung währenddessen.

Abschlussarbeit in Indien

Development of a prototype of an electric rickshaw with enhanced driving dynamics”

Kai Clemens Liebich entwickelte im Rahmen seiner Master-Thesis eine E-Rikscha für die Bosch Group in Indien

Kai Clemens Liebich beendete sein Master-Studium (Master of Science in Embedded Systems) an der Fakultät für Technik im Frühjahr 2016. Von Anfang Oktober 2015 bis Ende März 2016 arbeitete er in Indien an einer Master-Thesis der besonderen Art: Er entwickelte eine E-Rikscha für die Bosch- Group. Betreut wurde er im Rahmen seiner Arbeit mit dem Titel „Development of a prototype of an electric rickshaw with enhanced driving dynamics” von Prof. Dr.-Ing. Martin Pfeiffer als Erstprüfer und Prof. Dr. Stefan Hillenbrand als Zweitprüfer.

Wie entstand die Idee zur Abschlussarbeit?
Meine Arbeit ist die Weiterentwicklung einer Idee, die im Rahmen des Bosch-Wettbewerbs „Bosch InnoGame“ den zweiten Platz erreicht hatte. Diese preisgekrönte Idee war ein Retrofit-Bausatz für bestehende Rikschas, mit dem diese zu einer E-Rikscha umgebaut werden können. Da dieser Umbau jedoch letztlich zu teuer in der Herstellung war, wurde entschieden, direkt auf eine neuentwickelte E-Rikscha zu setzen. Ein Neubau war nicht nur kostengünstiger und umweltverträglicher, durch den Einsatz mehrerer Elektromotoren glänzt die E-Rikscha auch durch eine besonders hohe Agilität im Straßenverkehr. 

Beschreiben Sie in einfachen Worten, was Ihre Entwicklung so besonders macht?
Bisherige elektrische Rikschas haben sich auf den direkten Ersatz eines Verbrennungsmotors durch einen Elektromotor beschränkt. Die von mir entwickelte E-Rikscha geht dabei einen Schritt weiter und nutzt zwei bis drei getrennt steuerbare Elektromotoren – einen pro Rad. Dadurch ist es möglich, definierte, unterschiedliche Drehmomente an den Rädern erzeugen zu lassen, wodurch Lenkwinkel bis über 90 Grad möglich werden. Weiterhin werden das Antiblockiersystem, die elektronische Stabilitätskontrolle sowie die Traktionskontrolle, die verhindert, dass die Räder beim Anfahren durchdrehen, mit Hilfe der leistungsfähigen Elektromotoren umgesetzt. Meine Entwicklung ist dementsprechend also auch sehr viel sicherer als die Vorgänger. Einen entscheidenden Vorteil, ganz besonders im vom Stop-and-Go geprägten dichten Verkehr indischer Großstädte, bietet außerdem das Regenerative Bremsen, also die Rückgewinnung von Bewegungsenergie beim Bremsen. In einem konventionellen Fahrzeug wird beim Bremsen ein Großteil der Bewegungsenergie über die Reibungsbremse in Wärme umgewandelt und ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Anders bei Hybrid- oder Elektromotoren: Hier kann zumindest ein Teil der Bewegungsenergie rückgewonnen und neu nutzbar gemacht werden. 

Hintergrund: Informationen zum Wettbewerb BOSCH InnoGame
Das Bosch InnoGame ist ein unternehmensinterner Wettbewerb mit dem Ziel, die Kreativität der Mitarbeiter zu fördern um neue Geschäftsfelder in der Zukunft zu entdecken oder neue Produktbereiche hervorzubringen. Die vielversprechendsten Ideen werden einer Jury vorgestellt. Die drei besten Ideen bekommen ein Budget, um sie detailliert zu prüfen und, wenn möglich, in die Realität umzusetzen.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Maximilian Maier

Maximilian Maier,

Absolvent des Master-Studiengangs Produktentwicklung, aktuell Promovend bei der Firma Klaus Raiser GmbH & Co..

20. März 2017

Sie arbeiten heute bei der Firma Klaus Raiser GmbH & Co. als Promovend. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Die Verbundenheit zur Fahrzeugtechnik hat frühe Wurzeln: Nach meiner Lehre zum KFZ-Mechatroniker bei Porsche war ich in die Motorenentwicklung eingebunden. Als logischer Schritt folgte das Maschinenbaustudium/Produktentwicklung. Während meines Bachelorstudiums habe ich im Praxissemester bei BMW meinen Schwerpunkt Fahrzeugtechnik intensivieren können und auch meine Bachelorthesis widmet sich diesem Thema. Nach meinem Abschluss in Master of Science in Produktentwicklung steht jetzt meine Promotion an, die ich bei der Firma Klaus Raiser GmbH & Co. KG in Eberdingen schreibe. Mein Forschungsgebiet ist Reibschweißen von Aluminium und Kupfer.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Ich freue mich sagen zu können, dass es eine typische Arbeitswoche bei mir nicht gibt. Es umfasst sowohl mein Forschungsgebiet als auch die Betreuung von Kunden und Kundenaufträge. Neben der Arbeit mit Kollegen in der Fertigung arbeite ich an Simulationen, Berechnungen und Konstruktionen für neue Anlagen.

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Ich muss zu meiner Überraschung gestehen: viel mehr als ich es für möglich gehalten hätte J. Hauptsächlich aber, die Fähigkeit technische Sachverhalte zu verstehen und einschätzen zu können. Auch habe ich durch mein Studium an der Hochschule Pforzheim gelernt komplexe Sachverhalte selbstständig zu erarbeiten und Lösungen zu finden.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Aufmerksam durch das Studium gehen und so viel wie möglich an Wissen mitzunehmen. Hauptsächlich aber gilt es seine Interessen herauszufinden, dann macht die Arbeit Spaß und der Rest kommt dann von allein.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Das du es immer geschafft hast, dass man gerne in die Hochschule geht und dort Interessante Menschen treffen kann.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Julia Vogel

Julia Vogel,

Absolventin des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen/International Management und des Master-Studiengangs Business Administration and Engineering, aktuell bei Bentley Motors als Purchase Project Manager.

16. März 2017

Sie arbeiten heute in Großbritannien bei Bentley Motors als Purchase Project Manager. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Sowohl das Bachelor-Studium Wirtschaftsingenieurwesen/International Management als auch meinen Master in Business Administration and Engineering habe ich in Pforzheim gemacht. Mir war ein inhaltlich breit aufgestelltes international ausgerichtetes Profil bei der Wahl des Studiengangs wichtig, weshalb der wirtschaftsingenieurwissenschaftliche Studiengang mit internationaler Ausrichtung bestens zu meinen Interessen gepasst hat. Erfahrungen im Ausland zu sammeln war für mich immer ein fester Bestandteil meines Studienplans. So war ich während des Praxissemesters in meinem Bachelor-Studium schon in China für einen Projekteinsatz mit der Dürr AG. Meine Master-Thesis wollte ich dann auf jeden Fall in einem englischsprachigen Land schreiben, um meine Sprachkenntnisse noch weiter auszufeilen und mein internationales Profil zu schärfen.

Da es in England nicht so verbreitet ist eine Abschlussarbeit in einer Firma zu schreiben, habe ich eine Initiativbewerbung an Bentley geschrieben und meine Kompetenzen und Interessen geschildert. Das Team, in dem ich heute arbeite, hat mich damals bei der Erstellung einer Thesis im Themenfeld „Beschaffung neuer Fahrzeugprojekte in einem Mehrmarken-Plattform-Umfeld“ begleitet. Ich konnte viele Themen und Ansätze aus dem Studium anwenden und deren Umsetzung in der Praxis auf Stärken und Schwächen analysieren. Während der Fertigstellung der Thesis wurde mir in meinem Team eine Stelle angeboten und ich habe mich entschieden im Ausland zu bleiben und hier in Großbritannien weiter Erfahrungen im Berufsalltag zu sammeln.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Eine typische Arbeitswoche gibt es nicht. Die einzige Konstante: Ich verbringe selten einen Tag nur am Schreibtisch. Regelmäßige Abstimmungsrunden mit meinen Kollegen und anderen Teams strukturieren zwar den Alltag, aber meistens gilt es, flexibel und spontan auf Aktuelles zu reagieren. Das verlangt ein hohes Maß an Selbstorganisation, macht den Job aber gleichzeitig auch unheimlich spannend und abwechslungsreich.

Abgesehen von der fachlichen Herausforderung birgt auch das Leben und Arbeiten in einer anderen Kultur viele interessante Einblicke in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Arbeitsalltags. Die direkte und sachliche Kommunikation, die das deutsche Arbeitsleben kennzeichnet, sind in Großbritannien nicht so stark ausgeprägt. Small-Talk hingegen ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation, um auch auf professioneller Ebene Ziele durchsetzen zu können.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Die Auslandserfahrung, die ich während meiner Studienzeit sammeln durfte, hat mir definitiv dabei geholfen, dort anzukommen, wo ich heute bin. Das praxisorientierte Studium mit den zahlreichen interdisziplinären Projektarbeiten hat mich geprägt und mir gezeigt, wo meine Interessen liegen. Die Sprachkenntnisse, die interkulturelle Kompetenz und das Handwerkszeug für erfolgreiches Projektmanagement im technischen Umfeld sind Kompetenzen, die ich täglich anwende. Durch die vielen unterschiedlichen Methoden und Themenfelder, die das Studium abgedeckt hat, fühle ich mich auch bei Konfrontation mit neuen Herausforderungen und komplexen Sachverhalten bestens vorbereitet. Das breit gefächerte Überblickswissen, das ich als Wirtschaftsingenieurin erlernt habe, ist im Berufsleben Gold wert.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Nutzt die vielfältigen Praxisprojekte dazu herauszufinden, wo Eure Interessen liegen, entwickelt Eure Kompetenzen weiter und habt den Mut, mit Selbstbewusstsein auf dem Arbeitsmarkt nach genau Eurem individuellen Profil zu suchen. Die Arbeitswelt bietet viele Möglichkeiten, die anfangs nicht immer eindeutig sind. Deshalb ist es wichtig so viel Praxiserfahrung wie möglich zu sammeln, um auch die eigenen Stärken und Schwächen besser einschätzen zu können.

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Mir hat meine Studienzeit in Pforzheim super gefallen. Die Hochschule Pforzheim bietet ein tolles Studienumfeld, mit kleinen Gruppengrößen, vielfältigen Projektarbeiten und einer top Ausstattung. Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt, habe die Gelegenheit bekommen mein Profil zu entwickeln und durch die zahlreichen Möglichkeiten an Wahlpflichtfächern auch aus den anderen Fakultäten schon während des Studiums über den Tellerrand geblickt. Ich bin im Berufsleben angekommen und schätze rückblickend noch mehr, was ich während meines Studiums gelernt habe.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Kevin Ostheimer

Kevin Ostheimer,

Absolvent der Elektrotechnik / Informationstechnik, aktuell bei der AUDI AG China.

02. Februar 2017

Sie arbeiten heute für die AUDI AG in China. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

In meiner Abschlussarbeit habe ich an kamerabasierten Fahrassistenzsystemen geforscht, die eine wichtige Rolle bei der aktiven Unfallvermeidung spielen.

Anschließend habe ich mich mit Sicherheitskonzepten von elektromechanischen Lenksystemen und der Funktionssoftware im Bereich von Hybrid-Getrieben beschäftigt.

Bei der AUDI AG konnte ich spannende Projekte zu Prüfständen für Getriebe und Leistungselektroniken betreuen. Diese Erfahrungen wollte ich anschließend dort einbringen, wo momentan sehr viel passiert: in China. Dort ein Plugin-Hybrid-Elektrofahrzeug in Serie zu bringen, ist eine Herausforderung, die alle Facetten eines interkulturellen und technischen Projektmanagements umfasst. Obwohl ich bis dato keine Gesamtfahrzeugentwickler-Erfahrung hatte, bekam ich die Chance, an dieser Herausforderung teilzunehmen. Wir konnten alle Entwicklungsprozesse exakt zum Produktionsstart abschließen und das Fahrzeug läuft nun in Changchun vom Band.

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?

Viele Situationen treten spontan und erstmalig auf. Daher gibt es keine typische Arbeitswoche. In der Regel besprechen wir gemeinsam mit unseren chinesischen und deutschen Kollegen hier im Joint-Venture aktuelle Technikthemen.

Auch an den richtigen Strategien für größtmögliche Synergien über alle Elektrofahrzeug-Plattformen hinweg arbeiten wir. Mit den Kollegen in der Produktion haben wir ebenfalls viele gemeinsame Themen – hier steht vor allem die Qualitätskontrolle im Fokus.

Außerdem freue ich mich, als persönliche Brücke zu den Entwicklern in Ingolstadt fungieren zu können. Nachmittags bis in die frühen Abendstunden hinein liegen die Zeitzonen günstig, oft finden dann (Video-)konferenzen statt. Am meisten gefällt mir dabei der aktive Austausch über Technikthemen mit den Aggregateentwicklern und der E/E-Abteilung (Elektrik/Elektronik).

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Systematisch und wissenschaftlich fundiert an komplexe technische Fragen heranzugehen, ist für mich der wichtigste Punkt eines Ingenieurstudiums. Die Hochschule Pforzheim hat dies aus meiner Sicht exzellent vermittelt. In zahlreichen Projektarbeiten während des Studiums wurde mir beigebracht, technische Konzepte selbst umzusetzen. Das ist unter einem engen Zeitrahmen oft fordernd: Eine Idee, die sich am Anfang oft einfach anhört, kann für alle Projektbeteiligten sehr schnell immer komplexer werden.


Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Mit dem Abschluss an einer deutschen Hochschule haben junge Akademiker das Fachwissen, um Fragestellungen anzugehen, die uns aktuell global beschäftigen.

Sie sollten offen sein, fachfremde und landesspezifischen Anforderungen anzunehmen und auch persönliche Eigeninitiative entwickeln. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Problemlösungen oft ganz woanders liegen als auf den ersten Blick vermutet.

Erfolgreich sind wir alle nur in Teams, die sich durch Wertschätzung und regelmäßigen Informationsaustausch auf Augenhöhe auszeichnen. Angst vor Fehlern sollte dabei keinesfalls Innovationen verhindern. Audi ermutigt seine Mitarbeiter beispielsweise, motiviert in neue Richtungen zu denken und Bestehendes in Frage zu stellen. Auf diesem Weg trifft man im Unternehmen auf viele Unterstützer.


Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Die Ausstattung und Lehrmethoden der Fakultäten im Bereich der Elektro- und Informationstechnik haben verschiedenste Megatrends richtig erkannt und konsequent vermittelt. Damit hatte ich tatsächlich einen echten Vorsprung unter vielen Berufseinsteigern. In einigen Laboren gab es dieses Potential kreativer Freiräume und einen Schaffensdrang unter den Studenten, der viel Gutes zum Vorschein gebracht hat.

 

Bild: Kevin Ostheimer arbeitet für die AUDI AG in China. Das Bogenschießen zählt hier zu den beliebtesten Volkssportarten.


Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag.

Michael Feicht,

Absolvent des Diplom-Studiengangs Maschinenbau (FH), aktuell CEO der Firma Free-Linked GmbH.

09. Januar 2017

Sie arbeiten heute in Ihrer eigenen Firma „Free-Linked GmbH“ als Chief Executive Officer (CEO). Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.

Mein ursprünglicher Traumberuf während dem Studium war Applikationsingenieur in der Fahrdynamik zu werden. Doch es reichte ein Tauchgang mit einem Ereignis und eine Erkenntnis in der Diplomarbeit, um plötzlich dem Wunsch nachgehen zu wollen, der eigene Chef zu sein ...

Die Erkenntnis war die Idee, ein eigenes Produkt zu entwickeln, mit dessen Hilfe in Zukunft beim Tauchen Leben gerettet werden kann. Ansporn war meine Leidenschaft für dieses Hobby. 

Dann ging alles Schlag auf Schlag. Ich stellte ein interdisziplinäres Team zusammen, und mit Unterstüzung der Hochschule Pforzheim bewarben wir uns um das Gründerstipendium "Exist". 2010 im Juni war es dann soweit: Die Produktentwicklung begann und damit das Netzwerken, das fortwährende Streben nach gesteckten Zielen, Schweiß, Frust, Freude, das Lernen von Verhandlung, Kommunikation und Überzeugungskraft. Immer derjenige zu sein der nach vorne zieht. 

Wir haben fast vier Jahre entwickelt. Auf diesem langen und  hartem Weg räumten wir Preise ab, die uns weitergebracht haben. Es war aber zugleich frustrierend, nicht früher auf den Markt kommen zu können ...

Die Entwicklung war hoch komplex. 

Dann aber haben wir es doch geschafft.

Doch der Vertrieb wies uns schnell in die Schranken und zeigte uns eine weitaus komplexere Natur.

Es ist irre schwer ein Produkt erfolgreich am Markt zu etablieren. Als Beispiel: mit Sicherheit wird man nicht! Das mussten wir hart lernen.

Heute verkaufen wir in knapp 20 Länder und an 170 Fachhändler. Aber am Ziel sind wir noch lange nicht. Und einfacher ist es auch nicht geworden - so hat jedes Land und jede Kultur ihre Knackpunkte die wir identifizieren müssen. 

  

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus? 

Ganz ehrlich: typisch ist nur eines: Aufwachen, Essen, Kaffeemaschine einschalten - 

jetzt kommt der Teil der jedem Tag eine gewisse Ungewissheit bringt :-D - denn jeder Tag sieht komplett anderes aus und das meine ich ernst - 

dann Kaffeemaschine wieder ausschalten essen und wenn die Zeit noch bleibt, dem Privatleben nachgehen...  :-D

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen? 

Die wohl wertvollste Erfahrung: Es wird immer jemanden geben, der besser ist als du - mach ihn zum Freund. Aus unternehmerischer Sicht: Pack ihn, überzeuge ihn und stelle jemanden besseren ein wie dich!

Und das zweite: 

Professor Kohmann sagte uns. "Ich behandle euch wir ein Gummiband. Ich ziehe euch bis ihr beinahe reißt. Dann werdet ihr euch an diesen Druck und diese Anspannung gewöhnen. Wie ein Gummiband. Und sobald ich das merke werde ich noch mehr ziehen. Und das mache ich immer wieder bis zum Ende des Studiums" und jedes Mal werdet ihr Denken "ich kann nicht mehr". 

Diese Worte und dieses Vorgehen haben mich an den Druck in meinem Unternehmen vorbereitet. Und manchmal wünschte ich mir dass Professor Kohmann noch mehr an uns hätte zerren sollen, denn die Verantwortung für Mitarbeiter und Investoren ist sehr hoch.

 

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung? 

Die Arbeitswelt bietet unerschöpfliche Möglichkeiten! In einem Startup zum Beispiel seid ihr verantwortlich für nahezu alles und habt sehr viel Handlungsspielraum, in den mittelständischen Unternehmen seid ihr verantwortlich für ein großes Projekt und in einem Konzern … 

Beschränkt euch nicht auf das Denken "Porsche Daimler und Co." sei die High-End-Stufe.

Arbeitet zum Beispiel für ein paar Monate in einem  Tech Startup mit und erlebt dessen Dynamiken. Absolut nicht vergleichbar mit einem Konzern. Es wird eine intensive und pulsierende Erfahrung werden!

 

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte: 

Danke an die Professoren und die Atmosphäre, die sich anfühlte, wie eine "kleine" Familie. Sie haben die Studenten nie im Stich gelassen, probierten immer aus den Studenten alles rauszuholen und stellten sich hinter jene, bei denen Bedarf bestand! Danke!

Die Entwickler des Die Entwickler des "Buddy Watchers" Michael Feicht und Eduard Sabelfeld

Alumni berichten aus ihrem Arbeitsalltag - Tom Schmidt

Tom Schmidt,

Absolvent des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen , aktuell bei der Krones AG als Baustellenleiter.

03. Januar 2017

Sie arbeiten heute bei der Krones AG als Baustellenleiter. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg

Ich hatte als Vertiefungsrichtung Wirtschaftsingenieurwesen / Global Process Management gewählt. Während meines Praxissemesters bei Krones habe ich mich mit den technischen Zusammenhängen einer Abfüllanlage beschäftigt. So wurde ich vertraut mit den einzelnen Prozessschritten, die für die Umsetzung eines solchen Projekts wichtig sind: Koordination, Organisation, Logistik, Terminplanung und natürlich die Kostenkalkulation. In meiner Thesis habe ich dann den Personaleinsatz während der Inbetriebnahme einer solchen Abfüllanlage untersucht. Dabei ging es um die Analyse mehrerer Projekte, Schwachstellen zu erkennen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Einige Kernfragen standen immer im Vordergrund: Wie kann das Personal effizient eingesetzt werden? Welche interkulturellen Faktoren müssen berücksichtigt werden, wenn solche Anlagen für den Einsatz im Ausland konzipiert werden? Welche Strategien können eingesetzt werden?

 

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Bei meinem Job gibt es keine typische Arbeitswoche. Einige Dinge kann man planen, wie zum Beispiel Statusbesprechungen oder Reporting. Auf viele Dinge muss man aber kurzfristig reagieren, Entscheidungen treffen, Kosten-Nutzen-Faktoren berücksichtigen. Zu meinen typische Aufgaben zählen zum Beispiel die Koordination von etwa 80 Technikern während der Installationsphase, die Aufstellung klarer Regeln bei der Projektabwicklung für alle Techniker und Subunternehmen oder auch Sicherheitseinweisungen durchführen und unsere Kunden bei technischen Änderungen beraten.

 

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?

Während des Studiums haben wir sehr viele praxisorientierte Workshops, Fallstudien und Präsentationen zu unterschiedlichsten Themen gemacht. Auch der persönliche Erfahrungsschatz unserer Professorinnen und Professoren war eine wichtige Quelle aus der ich schöpfen konnte. Toll war auch die enge Partnerschaft mit vielen Unternehmen aus der Region, mit denen wir im Laufe des Studiums immer wieder Projekte gemacht haben.


Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?

Findet heraus, was euch wirklich fasziniert!


Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:

Für die Herausforderungen im Studium, die mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weitergebracht haben. Für die Möglichkeit im Ausland zu studieren und andere Kulturen kennenzulernen, was meinen Horizont erweitert hat. Und für die Möglichkeit jeden Sommer den Sonnenuntergang auf der Terrasse des T1 genießen zu dürfen.


Ansprechpartner aus den Fachbereichen

Sie haben auch an der Fakultät für Technik studiert? Wir stellen Sie gerne vor, sprechen Sie uns an!

Informationstechnik

Elektrotechnik/Informationstechnik (B. Eng.), Medizintechnik (B. Eng.), Mechatronik (B. Eng.), Technische Informatik (B. Eng.), Embedded Systems (M. Sc.)

 

 

 

Sophia Zundel


Öffentlichkeitsarbeit

sophia.zundel(at)hs-pforzheim(dot)de

Maschinenbau

Maschinenbau/Produktentwicklung (B. Eng.), Maschinenbau/Produktionstechnik und -management (B. Eng.), Produktentwicklung (M. Sc.)

 

 

 

Heike Marschner-Schulze


Öffentlichkeitsarbeit

heike.marschner-schulze(at)hs-pforzheim(dot)de

Wirtschaftsingenieurwesen

Wirtschaftsingenieurwesen International (B. Sc.), Wirtschaftsingenieurwesen International Option: Double Degree (B. Sc.), Wirtschaftsingenieurwesen (B. Sc.), Engineering and Management (M. Sc.)

 

Ulrike Mosbach
 

Öffentlichkeitsarbeit

ulrike.mosbach(at)hs-pforzheim(dot)de