JAMK University of Applied Sciences
Jyväskylä/Finland

JAMK is one of the most popular universities of applied sciences in Finland. It is located in Jyväskylä, a student-friendly, human-sized city offering a wide range of activities and opportunities, surrounded by Central Finland’s numerous lakes and immense forests. Every 3rd person that you pass in Jyväskylä is a student. The city is very dynamic.

JAMK is truly international with a wide international network. Every year JAMK attracts 500 international degree students, almost 400 exchange students, and over 200 Summer School and other short term exchange students. Furthermore, the international academic visiting staff bring their own inspiring addition to the multicultural atmosphere.

JAMK University of Applied Sciences is an international higher education institution with expertise in 8 different fields of study. At JAMK we have more than 8,500 students from over 70 countries. We have five Bachelor´s and five Master´s Programmes conducted totally in English. Furthermore, our other degree programmes have various courses in English. We also offer continuing education, made-to-order programmes, and open university studies.

Experience
Excellence

Finland, the land of saunas and a thousand lakes, has high standards of education, social security and healthcare. She scores high in the Programme for International Student Assessment (PISA). Her nature is clean and serene, and she is the land of the midnight sun.

Though Finnish is the official language, one can easily get along in English in Finland. Living costs in Finland are close to the Western European average, and for a student they are estimated to be between 730 and 1,200 euros per month depending on housing and individual needs and habits. Living costs usually include things like accommodation, food, public transport, study materials, clothing, and leisure activities. Finland is the most physically active nation in the EU – keeping fit and active is second nature to the Finns, with excellent options available for all kinds of activities.

We provide our students with excellent services. For international students we offer tutoring, orientation, and a “Friend-Family program”. Our libraries are well-equipped and provide free computer services and Internet access. We arrange Finnish language courses for our international students, as well as courses in other languages. The efficient, yet relaxed atmosphere of JAMK guarantees an enriching Finnish studying experience.

Lea Kilpert, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen International

„Der Start wird einem durch Buddys leicht gemacht, die meisten kümmern sich vorbildlich! Zu den Aufgaben gehören das Abholen am Ankunftstag, das Bereitstellen von Infos, aber auch das Kennenlernen der guten Bars. Die meisten Buddys sind über das gesamte Semester sehr präsent und helfen bei jeglichen Fragen weiter. Der Lehrstil an der Hochschule ist ein ganz anderer als in Pforzheim. Man nennt alle Dozenten beim Vornamen, was einem am Anfang wirklich merkwürdig vorkommt, in Finnland aber völlig normal ist.“

Lea Kilpert,
Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen International

Meine Partnerhochschule
JAMK University of Applied Sciences
, Jyväskylä/Finnland
Aufenthalt: Wintersemester 2019/2020

 

Warum haben Sie sich für diese Partnerhochschule beworben?

Die skandinavischen Länder haben mich schon immer fasziniert, und in Norwegen und Schweden gab es zu diesem Zeitpunkt keine passende Hochschule – somit fiel die Wahl dann sehr schnell auf Finnland. In Finnland gibt es zwei Partnerhochschulen, Jyväskylä und Oulu. Für Jyväskylä habe ich mich aus rein geographischen Gründen entschieden, es liegt deutlich südlicher als Oulu und bietet somit im Winter einfach etwas mehr Tageslicht.


Beschreiben Sie Ihren ersten Tag in ein paar Worten.

Die einfachste Verbindung von Pforzheim nach Jyväskylä ist ein Flug nach Helsinki und dann entweder mit dem Zug oder einem kleinen Flieger weiter nach Jyväskylä (ca. 3h Zug- oder Busfahrt). In Jyväskylä wurde ich dann von meinem zugewiesenen Buddy am Bahnhof abgeholt und ins Wohnheim gebracht. Der Buddy hatte auch meinen Wohnungsschlüssel und alle nötigen Unterlagen und Informationen der Uni. Dieser Abholservice wurde für alle Internationals geboten. Am nächsten Tag hat unser Buddy meine Mitbewohner und mich mit dem Auto abgeholt, um einen ersten Einkauf zu tätigen und etwas die Gegend zu erkunden sowie ein Fahrrad zu organisieren.


Wie haben Sie gewohnt (Im Studentenwohnheim auf dem Campus oder privat? Selbstorganisiert oder mit Unterstützung der Partnerhochschule?)

Ich habe im Studentenwohnheim gewohnt, in Myllyjärvi (kurz Mylly, weil wie alles auf Finnisch einfach unaussprechbar ;). Die Bewerbung fürs Studentenwohnheim erfolgt ziemlich direkt nach der Zulassung für die Partnerhochschule und ist auf jeden Fall zu empfehlen. Die Zimmer sind normale Wohnheimzimmer, man lebt in WGs von zwei bis drei Leuten zusammen, aber in jeder Wohnung gibt es ein eigenes Bad und eine Küche.

Das Beste daran war, dass fast alle Internationals in diesem Wohnheim untergebracht waren und man so sehr schnell viele Leute kennenlernt und auch immer im Herzen des Geschehens ist. Es ist wirklich empfehlenswert, sich so schnell wie möglich für das Wohnheim zu bewerben, da nicht alle Internationals einen Platz und ein möbliertes Zimmer in Mylly bekommen. Auf die Bewerbungsfrist wird man aber auch von der Partnerhochschule nochmal aufmerksam gemacht.

Das Wohnheim bietet auch einige coole Sachen wie z.B. einen Fitnessraum, kostenlose Wäscheräume, Saunen, Fahrradschuppen und einen Grillplatz. Die Bushaltestelle befindet sich direkt daneben. Supermärkte (Lidl, K-Market) sind entweder in 5 Minuten mit dem Bus oder in 15 Minuten zu Fuß erreichbar.


Gab es eine „Orientation Week“ für Internationals und wie war diese organisiert?

Es gab eine Orientation Week, die von der Uni mit einer Infoveranstaltung eingeläutet wurde. Anschließend konnte man sich bei Jamko (vergleichbar zu Commeo) zu verschiedenen Aktivitäten anmelden. Jamko ist ein Studentenverein, durch dessen Mitgliedschaft man in vielen Bereichen Rabatte bekommt (z.B. bei Bus/Bahn).


Gab es ein Buddy Program (Vernetzung einheimischer Studierender mit den Austauschstudierenden)?

An der JAMK gibt es einen Kurs für einheimische Studenten, der sich um die Betreuung der Internationals kümmert. Dadurch, dass die Studierenden dafür Credits erhalten, sind einige Buddys vorhanden, die sich sehr vorbildlich um die Internationals kümmern. Ein Buddy hat normalerweise so 10-15 Internationals zugeteilt bekommen. Zu seinen Aufgaben gehören das Abholen am Ankunftstag, das Bereitstellen von Infos, aber auch das Kennenlernen der guten Bars usw. Die meisten sind über das gesamte Semester sehr präsent und helfen bei jeglichen Fragen und Problemen.

 

Können Sie angeben, wie hoch die finanziellen Ausgaben für Lebenshaltungskosten (im Vergleich zu Pforzheim) pro Monat oder pro Semester waren (Wohnen, Essen, Freizeitangebote etc.)?

Die Miete im Studentenwohnheim liegt je nach Größe des Apartments (ob Zweier- oder Dreier-Apartment) und Größe des Zimmers so bei 200-300€ im Monat. Lebensmittel sind vergleichbar mit deutschen Preisen, Obst und Gemüse ggf. etwas teurer, aber man wird hier mit seinem üblichen Budget für Lebensmittel zurechtkommen. Teuer wird es im Bereich Alkohol, Essen gehen und andere Dienstleistungen. Alkohol ist wirklich teuer (ca. 2,50€ für eine Dose Bier im Supermarkt), ein Kaffee im Restaurant kostet ca. 4€ und andere Dienstleistungen wie z.B. Friseur sind auch deutlich teurer. Es empfiehlt sich jedoch immer, nach Studentenrabatt zu fragen, den gibt es nämlich wirklich fast überall (auch in Bars ;)) und auf Mittagstischbuffets zu achten, die sind auch meist wirklich fair im Preis. Das Busticket kostet je nach Abo so um die 30€ im Monat. Waschen kann man im Wohnheim kostenlos.

Anfangs fallen Einmalkosten wie z.B. ca. 100€ fürs Fahrrad an, oder auch 40€ für den Zugang zum wirklich guten Sportangebot der Uni, die Anschaffung von Putzmaterialien etc., diese Ausgaben sind aber für jeden freiwillig.

Insgesamt habe ich im Monat für Miete, Essen und Ausgehen ca. 500-600€ benötigt. Die Ausgaben für Reisen kommen hier noch zusätzlich obendrauf, wobei die ja auch immer stark davon abhängen, was man machen will und wohin es gehen soll.


Haben Sie eine finanzielle Förderung erhalten (z. B. Erasmus oder Stipendium)?

Für die Zeit in Finnland habe ich Erasmus bekommen, 450€ je vollem Monat und 15€ für jeden Tag eines angebrochenen Monats. Die Beantragung war relativ einfach.

 

Wie haben Sie sich in der neuen Kultur eingefunden, gab es irgendwelche „kulturellen Schocks“? Wie sind Sie damit zurechtgekommen?

Kulturelle Schocks sind bei fast allen ausgeblieben, da die finnische Kultur unserer sehr ähnlich ist. Finnen sind im Allgemeinen vielleicht etwas ruhiger und introvertierter, aber stets nett und wirklich sehr hilfsbereit.


Mit wem haben Sie Freundschaft geschlossen – nur mit anderen Internationals oder auch mit einheimischen Studierenden?

Durch die Wohnsituation in Mylly, wo ja fast nur Internationals wohnen, haben sich schon zu Beginn schnell erste Freundschaften zu vielen anderen Internationals gebildet. Das hat sich so weiterentwickelt, weshalb leider nur wenig Kontakt zu Finnen zustande kam. Natürlich kennt man mit der Zeit doch einige Finnen aus der Uni, aber der meiste Kontakt war zu anderen Internationals. Innerhalb Mylly haben wir oft zusammen gekocht und zusammen am Grillplatz gesessen.


Haben Sie sich stets sicher gefühlt? War diese Sicherheit eine andere als zuhause?

Bezüglich der Sicherheit muss man sich in Finnland absolut keine Sorgen machen. Die Finnen sind stets höflich und hilfsbereit, und man hat keinen Grund, sich unsicher zu fühlen.

Das einzige, auf das wir aufmerksam gemacht wurden, ist, stets unser Fahrrad anzuschließen, weil es sonst ggf. nachts mal für Betrunkene als schnelle Transportoption genutzt wird. Wobei man davon ausgehen kann, dass es ein paar Tage später zurückgebracht wird. ;)


Beschreiben Sie kurz den Campus und seine Einrichtungen (Bibliotheken, Vorlesungsräume, Mensa/Cafeterien, Sportmöglichkeiten, Freizeit etc.)

Der Campus der JAMK ist sehr modern, aber relativ klein. Er besteht lediglich aus einem Gebäude, das ist dafür aber sehr groß und auch sehr verwinkelt. Die Ausstattung ist sehr modern und bietet z.B. 3D-Drucker für jeden Studenten zur freien Verfügung an. Im Allgemeinen gibt es Computerarbeitsplätze, die meisten in der Bibliothek, man kann aber auch überall über WLAN von seinem eigenen Laptop aus arbeiten. Für bestimmte Kurse gibt es auch moderne Labore. Die Cafeteria bietet täglich wechselndes, warmes und vor allem günstiges Essen. Man bezahlt 2,50€ für den Teller, den kann man sich aber am Buffet beliebig füllen. Dazu gibt es kostenlose Getränke und Brot.

Des Weiteren gibt es eine Sporthalle, die man tagsüber beliebig nutzen kann, oder wo man abends teilweise auch Kurse besuchen kann.


Nennen Sie ein landestypisches Gericht/Getränk bzw. eine Tradition, die sie mit Ihrem Gastland verbinden.

Tradition Nummer eins, wenn man an Finnland denkt, ist das Saunieren. Alle Gerüchte stimmen, man findet in Finnland fast so viele Saunen wie Einwohner (es gibt tatsächlich mehr Saunen in Finnland als Autos). Ansonsten fällt mir spontan der landestypische Schnaps ein, der aber leider ganz furchtbar nach Lakritze schmeckt.


Wie haben Sie sich sprachlich im Alltag verständigt (beim Einkaufen, Reisen, auf dem Campus)?

Alltagssprache ist Englisch. Damit kommt man überall sehr gut durch. Egal ob in der Uni, beim Einkaufen oder im kleinen Café um die Ecke – fast alle Finnen verstehen und sprechen sehr gut Englisch.

 

Was war die vorwiegende Unterrichtssprache in Ihren Kursen?

Meine Kurse waren alle auf Englisch.


Haben Sie die Landessprache gelernt (durch Sprachkurse)? Waren Sie Beginner oder hatten Sie Vorkenntnisse?

Nach meinem Auslandssemester kann ich vier finnische Wörter. Das ist nicht viel, aber alles Wichtige ist dabei ;)

Kittos = Danke
Kippis = Prost
Moi = Hallo
Moi Moi = Tschüss

Da finnisch zu den schwersten Sprachen der Welt gehört und eigentlich auch keine verwandte Sprache hat, ist es seeeehr schwer bis unmöglich, in der kurzen Zeit finnisch zu lernen. Ich habe keinen Sprachkurs besucht, bin aber wie weiter oben bereits erwähnt, auch überall bestens mit Englisch durchgekommen.


Haben Sie auch Fachkurse in der Landessprache besucht?

Nein, wurde aber an der JAMK für sämtliche Level (A1, A2, B1, B2) angeboten.


War das fachliche Kursangebot ausreichend und vielfältig? Haben Sie eine neue Richtung einschlagen können?

Das Kursangebot auf Englisch war relativ groß und hat auch viele Richtungen abgedeckt. Für mich war es kein Problem, passende Äquivalente für die Kurse in Pforzheim zu finden, und so konnte ich auch alle Kurse anrechnen lassen. Ein Problem lag allerdings darin, dass an der JAMK die Trennung zwischen technischer und wirtschaftlicher Fakultät strikter ist.

Nur für Wirtschaftsingenieure interessant: Man kann an der JAMK kein Wirtschaftsingenieurswesen studieren und wird dort an der technischen Fakultät mit International Logistics angemeldet. Je nach Vertiefung findet man dann doch einige Kurse, wobei es sich empfiehlt, bei Bedarf mal mit dem Beauftragten der JAMK zu sprechen, ob man nicht auch Kurse aus der wirtschaftlichen Fakultät belegen kann. Diese passen oft besser zu den Kursen in Pforzheim.


Wie war das Niveau der besuchten Kurse, sowohl inhaltlich als auch sprachlich?

Sprachlich waren alle Kurse gut zu verfolgen und es gab auch alle Materialien auf Englisch. Selbst wenn es mal Probleme gibt, sind alle Professoren sehr hilfsbereit. Inhaltlich waren die Kurse unterschiedlich, wobei das wie in Pforzheim auch immer stark vom Professor abhängt.


Wie waren Lernstil, Lernpensum/Workload und Prüfungen?

Der größte Mythos, den ich gerne direkt ausräumen möchte, ist die unüberwindbare Schwierigkeit der finnischen Hochschulen. Das Niveau hängt natürlich immer sehr stark von den einzelnen Kursen und den Dozenten ab, sind jedoch meist wirklich gut machbar. Generell ist das System etwas anders als in Pforzheim. Anstatt einer großen Prüfung am Ende bekommt man mehrere kleine Assignments (vergleichbar mit Hausaufgaben) während dem Semester und schreibt am Ende eine Klausur, die je nach Fach ca. 20-40% zur Endnote zählt. Außerdem bekommt man Punkte für die Anwesenheit.

Der Lehrstil ist auch ein ganz anderer als in Pforzheim. Man nennt alle Dozenten beim Vornamen, was einem am Anfang wirklich merkwürdig vorkommt, in Finnland aber völlig normal ist. Es wird viel Wert auf Gruppenarbeit gelegt, wodurch auch die meisten Assignments als Gruppe zu bearbeiten sind. Der Workload hält sich in Grenzen. Man hat unter dem Semester etwas mehr zu tun als in Pforzheim, aber am Ende deutlich weniger, weil die Klausuren einfach nebenher ohne großen Extraaufwand und ohne Lernphase geschrieben werden können.


Wie viele ECTS konnten Sie sich anerkennen lassen?

Die Kurse an der JAMK geben fast alle 5 ECTS. Insgesamt habe ich dort 27 ECTS belegt und konnte mir hier sogar 33 ECTS dafür anrechnen lassen. Das kommt vor allem dadurch zustande, da es möglich war, z.B. zwei deutsche Kurse à 3 ECTS auf einen finnischen Kurs mit 5 ECTS anrechnen zu lassen.

 

Welche Ausflüge haben Sie unternommen, und was können Sie empfehlen?

Die Natur in Jyväskylä und generell Finnland ist atemberaubend. Egal in welche Richtung man losläuft, man endet zwangsweise immer in wunderschönen Wäldern und an einem See, zumeist sogar mit öffentlich zugänglicher Grillhütte. Wer also gerne Zeit in der Natur und beim Baden verbringt, ist hier schon mal goldrichtig.

Abgesehen von Aktivitäten in der Natur sind wir auch viel mit anderen Internationals gereist. So waren wir z.B. in Helsinki, sind mit der Fähre nach Tallinn, Stockholm und St. Petersburg gefahren, und haben einen Trip nach Lappland unternommen. Wir waren auch noch in einigen anderen finnischen Städten wie z.B. Tampere, Turku und Oulu. Die Möglichkeiten, in und um Finnland herum zu reisen, sind wirklich sehr vielfältig.


Haben Sie an Ausflügen des International Service teilgenommen?

St. Petersburg und Lappland waren geführte Reisen, die von Time Travels organsisiert wurden. Time Travels stellt sich und seine Reisen in der Infoveranstaltung der JAMK am Anfang des Semesters vor und wird auch von vielen Internationals gebucht. Alle anderen Trips waren privat organisiert.


Haben Sie ein Souvenir mitgebracht?

Das übliche, was man so an Souvenirs kauft: Tassen, Magnete… - nichts wirklich Spezielles.

 

Was hat das Auslandssemester zu Ihrer persönlichen Entwicklung beigetragen?

Der Sprung ins kalte Wasser hat mir gezeigt, wie schnell man sich an neue Gegebenheiten und auf komplett unbekanntem Terrain mit anderen Menschen aus teilweise anderen Kulturen, gewöhnen und einleben kann. Natürlich verbessert sich im Auslandssemester das eigene Englischlevel nochmal erheblich. Für mich persönlich hat sich aber das meiste im Bereich Gelassenheit und Offenheit getan. Durch meine Zeit in Jyväskylä habe ich gelernt, gewisse neue Dinge einfach anzunehmen und damit umzugehen, mich bringen neue Dinge jetzt nicht mehr so schnell aus der Ruhe.

Auch der Umgang mit Leuten aus vielen verschiedenen Teilen der Welt war sehr interessant, lehrreich und vor allem unterhaltsam. Wann hat man denn bitte sonst schon mal Leute aus sieben verschiedenen Ländern in seine kleine WG-Küche zum Lasagne-Essen gequetscht und beendet die Nacht mit einer Schneeballschlacht?


Welchen Tipp würden Sie anderen Pforzheimer Studierenden auf den Weg mitgeben, die an „Ihrer“ Partnerhochschule studieren werden?

Ein Must-Do ist die Reise nach Lappland. Dort könnt ihr im Hundeschlitten sitzen und ihn sogar selbst mal lenken, den echten Weihnachtsmann treffen und bei -10°C nach einer Gruppensauna im Arctic Ocean baden. Klingt verrückt, ist aber definitiv eine Reise wert!

Insgesamt kann ich euch nur empfehlen, jede Sekunde zum Erkunden nutzen, packt euren kleinen Rucksack und geht auf Wanderschaft an den Ladun Maja, Städtetrips mit den Omnibussen, Fährfahrten oder einfach nur der tägliche/wöchentliche Saunabesuch.

Genießt die Zeit im Land der glücklichsten Menschen der Welt, und seid offen für neue Erfahrungen. Die Finnen mögen zu Beginn etwas scheu sein, aber spätestens beim zweiten Bier werden sie sehr gesellig und gewähren euch auch sehr gerne Einblicke in ihre Kultur und Lebensart.


Mein Auslandssemester in einem Satz

Das Land des Schnees, der Saunen und der Zimtschnecken hat landschaftlich, kulturell und menschlich wirklich sehr viel zu bieten, und wenn ich könnte, würde ich sofort zurückfliegen und alles nochmal von Beginn an erleben.


Leon Frei, Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen

„Finnland ist vielleicht ein Land, das man bei einem Auslandssemester nicht so auf dem Schirm hat. Jedoch hat das Land einen sehr guten Ruf in Bezug auf das Bildungswesen und bietet eine passende Alternative zu Ländern wie den USA. Inhaltlich sowie sprachlich war das Level hoch, aber nicht zu anspruchsvoll. Ich habe tolle Reisen unternommen: nach Lappland, Riga, Tallinn, Norwegen, Schweden, St. Petersburg, Tampere und Helsinki. Was mir aufgefallen ist: Die Finnen trinken zum Essen Milch!“

 

Leon Frei,
Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen

Meine Partnerhochschule
JAMK University of Applied Sciences
, Jyväskylä/Finnland
Aufenthalt: Wintersemester 2018/2019

 

Warum haben Sie sich für diese Partnerhochschule beworben?

Finnland ist vielleicht ein Land, das man bei einem Auslandssemester nicht so auf dem Schirm hat bzw. das nicht ganz oben auf der Prioritätenliste liegt. Jedoch hat das Land einen sehr guten Ruf in Bezug auf das Bildungswesen und bietet eine sehr gute Alternative zu Ländern wie den USA. Da ich selbst bereits schon zweimal in den USA war, war der Reiz nicht mehr allzu groß. Doch wann kommt man mal nach Finnland und hat dann auch noch die Chance, dort für 4 Monate zu leben? Ich würde mich immer wieder so entscheiden.


Beschreiben Sie Ihren ersten Tag in ein paar Worten.

Ich wurde von meinem Tutor vom Flughafen abgeholt und wurde direkt ins Wohnheim gefahren. In den folgenden Tagen lernt man viele der anderen Exchange Students kennen. Die JAMK startet dann mit einer Einführungsveranstaltung, bei der alles zur Anmeldung von Kursen etc. erklärt wird.


Wie haben Sie gewohnt (Im Studentenwohnheim auf dem Campus oder privat? Selbstorganisiert oder mit Unterstützung der Partnerhochschule?)

Ich habe in einem Studentenwohnheim (Myllyjärvi) gewohnt, welches über die JAMK organisiert wurde. Dies kann direkt nach der Annahme durch die JAMK erledigt werden.


Gab es eine „Orientation Week“ für Internationals und wie war diese organisiert?

In der Einführungswoche gab es mehrere Veranstaltungen, bei denen alles rund um die Uni, aber auch alles zu Einkaufen etc. erklärt wurde.


Gab es ein Buddy Program (Vernetzung einheimischer Studierender mit den Austauschstudierenden)?

Man bekommt automatisch einen Tutor zugeteilt.

 

Können Sie angeben, wie hoch die finanziellen Ausgaben für Lebenshaltungskosten (im Vergleich zu Pforzheim) pro Monat oder pro Semester waren (Wohnen, Essen, Freizeitangebote etc.)?

Die Kosten für das Zimmer lagen bei 290€, zuzüglich dazu benötigte ich für Essen, Freizeitangebote, Reisen und Wohnungsutensilien noch ca. 250€ monatlich


Haben Sie eine finanzielle Förderung erhalten (z. B. Erasmus oder Stipendium)?

Ich erhielt die Erasmus Förderung.

 

Wie haben Sie sich in der neuen Kultur eingefunden, gab es irgendwelche „kulturellen Schocks“? Wie sind Sie damit zurechtgekommen?

Ich habe mich sehr einfach mit der Kultur zusammengefunden. Die Finnen sind eher ein ruhiges und zurückhaltendes Volk, jedoch sehr offen und nett. Hinweis: nicht alle Finnen sind so, also nicht davor scheuen, auf sie zuzugehen.


Mit wem haben Sie Freundschaft geschlossen – nur mit anderen Internationals oder auch mit einheimischen Studierenden?

Da in den Wohnheimen alle Exchange Students untergebracht sind, habe ich auch hauptsächlich mit diesen Freundschaften geschlossen. Ich persönlich hatte leider eher weniger Kontakt zu Einheimischen, was aber auch vermutlich an meinen Kursen lag.


Haben Sie sich stets sicher gefühlt? War diese Sicherheit eine andere als zuhause?

Sicherheit war niemals ein Problem.


Beschreiben Sie kurz den Campus und seine Einrichtungen (Bibliotheken, Vorlesungsräume, Mensa/Cafeterien, Sportmöglichkeiten, Freizeit etc.)

Die JAMK bietet ein eigenes Gym an, das über eine Mitgliedschaft einer Initiative Kostenlos genutzt werden kann. Die Mitgliedschaft kostet einmalig zirka 25€ und beinhaltet auch weitere Vergünstigungen bei Reisen oder ähnlichem. Zusätzlich gibt es noch weitere Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Die Uni bietet auch eine Bibliothek, welche sich direkt neben der Cafeteria befindet. Das Essen in der Cafeteria kostet immer 2,60 € dabei sind ein Hauptgericht, ein Salat und zwei kleine Getränke enthalten.


Nennen Sie ein landestypisches Gericht/Getränk bzw. eine Tradition, die sie mit Ihrem Gastland verbinden.

Rentier, Milch zum Essen, Minttu


Wie haben Sie sich sprachlich im Alltag verständigt (beim Einkaufen, Reisen, auf dem Campus)?

Immer auf Englisch, dies war nie ein Problem.

 

Was war die vorwiegende Unterrichtssprache in Ihren Kursen?

Englisch.


Haben Sie die Landessprache gelernt (durch Sprachkurse)? Waren Sie Beginner oder hatten Sie Vorkenntnisse?

Ich nicht, da Finnisch eine sehr, sehr schwierige Sprache ist. Jedoch gibt es die Möglichkeit, Sprachkurse zu besuchen.


Haben Sie auch Fachkurse in der Landessprache besucht?

Nein.


War das fachliche Kursangebot ausreichend und vielfältig? Haben Sie eine neue Richtung einschlagen können?

Ja definitiv. Ich habe viele Kurse in der Richtung Logistik belegt.


Wie war das Niveau der besuchten Kurse, sowohl inhaltlich als auch sprachlich?

Inhaltlich sowie sprachlich auf hohem Level. Nicht zu anspruchsvoll. Gutes Benotungsmodell der Kurse.


Wie waren Lernstil, Lernpensum/Workload und Prüfungen?

Abgaben, Präsentationen während dem Semester, dadurch weniger Workload am Ende.


Wie viele ECTS konnten Sie sich anerkennen lassen?

34

 

Welche Ausflüge haben Sie unternommen, und was können Sie empfehlen?

Lappland, Riga, Talinn, Norwegen, Schweden, St. Petersburg, Tampere, Helsinki


Haben Sie an Ausflügen des International Service teilgenommen?

Ja.


Haben Sie ein Souvenir mitgebracht?

Ja, ein Shirt des Eishockeyteams.…

 

Was hat das Auslandssemester zu Ihrer persönlichen Entwicklung beigetragen?

Bessere Englischkenntnisse. Bessere Arbeitsweise. Bessere Kommunikation mit Teammitgliedern.


Welchen Tipp würden Sie anderen Pforzheimer Studierenden auf den Weg mitgeben, die an „Ihrer“ Partnerhochschule studieren werden?

Die Zeit genießen…


Mein Auslandssemester in einem Satz

Unvergesslich…

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